Nach Helikopter-Eltern kommt jetzt die Rasenmäher-Erziehung

Nach Helikopter-Eltern kommt jetzt die Rasenmäher-Erziehung
Es begann schleichend, doch was als Ausnahme begann, breitet sich immer mehr aus. Es geht um den Erziehungstrend der Rasenmäher-Eltern, die sämtliche Hindernisse, die für das eigene Kind auftauchen, abmähen, bevor diese entstehen. Leider greifen diese besonders fürsorglichen Eltern immer häufiger in das Spielen und die sozialen Begegnungen mit anderen Kindern ein und machen sie damit langfristig unglaublich schwach. Denn diese Kinder lernen nie, Herausforderungen und Probleme zu lösen und mit Niederlagen oder Erfolgen fair umzugehen. Auch können diese Kinder langfristig schwierig Entscheidungen treffen, sich auf Augenhöhe streiten und sind weniger selbstbewusst, da ihnen ja irgendwann die Eltern fehlen, die immer zur Seite stehen. Eltern, die es immer gut meinen, immer da sind und nur helfen wollen, ziehen damit leider eine Generation heran, die irgendwann unsicher, konfliktscheu, emotionslos, ängstlich und isoliert ist. Kinder, die nie stolpern und auch mal hinfallen, lernen nie das Aufstehen. Kinder brauchen Freiräume, Herausforderungen, Hindernisse, Emotionen und andere Kinder, um im Leben zu bestehen. Und dazu gehörten auch der Kontakt und der Konflikt mit anderen Kindern, wo sich Eltern nicht einmischen. Denn Kinder lernen durchs Handeln, über’s Ausprobieren und Wiederholen, und das sollten Eltern ihren Kindern ermöglichen und sich selber einmal zurücknehmen. Eltern sollten ihre Kinder auf das Leben vorbereiten, und dazu gehört auch das Loslassen, denn irgendwann können Eltern nicht immerzu bei ihren Kindern sein. Spätestens im Kindergarten oder in der Schule sind Kinder ein Teil der Gruppe und müssen sich selbst behaupten und möchten dazu gehören. Kinder müssen fähig sein, ihre Impulse und Emotionen gerade in stressigen Situationen zu kontrollieren. Sonst stören sie mit höherer Wahrscheinlichkeit irgendwann das Gemeinschaftsgefühl, finden schwieriger langfristige Freundschaften und entwickeln eine stark ausgeprägte Angst vor dem Scheitern, sie schließen sich dadurch selber aus, und das möchte doch eigentlich keiner.