Sehr geehrte Nachbarinnen und Nachbarn der Rheinland Raffinerie,

am späten Karfreitag Nachmittag ist in unserem Werk in Godorf der Strom ausgefallen. Daraufhin hat sich das Kraftwerk abgeschaltet, was Dampfmangel und die Abschaltung weiterer Anlagen nach sich zog. Gas, das bereits in den Rohrleitungen war, aber nicht mehr weiter verarbeitet werden konnte, musste zur sicheren Verbrennung an die Fackel geleitet werden. Das Sicherheitssystem „Fackel“ hat funktioniert, bedeutete aber für Sie als unsere Nachbarn leider, dass die Fackel über längere Zeit laut und sichtbar brannte und es zu starker Rauchentwicklung kam.

Zwar hat der Umweltdienst der Feuerwehr bei Luftmessungen im Kölner Stadtgebiet keine Rußpartikel festgestellt, in Einzelfällen haben sich jedoch Anwohner über Geruchsbelästigungen beschwert. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) hat an verschiedenen Stellen so genannte Wischproben genommen, deren Ergebnisse derzeit noch nicht vorliegen.

Dieser Vorfall hat Ihre Feiertagsruhe gestört und manchen von Ihnen möglicherweise Sorgen bereitet oder Angst gemacht. Leider haben wir aufgrund des Stromausfalles, der auch die Verwaltungsgebäude betraf, nicht so zeitnah informieren können, wie wir dies ansonsten bei Vorfällen in der Raffinerie tun.

All dies tut mir und meinen Kolleginnen und Kollegen sehr leid, und ich möchte Sie ausdrücklich für die entstandenen Beeinträchtigungen und Beunruhigungen um Entschuldigung bitten.

Der zeit fahren wir die Anlagen kontrolliert wieder an. Dabei kann es vereinzelt zu weiterer Fackeltätigkeit kommen. Auch haben wir die Ursachenanalyse begonnen. Wir werden das Ereignis umfassend aufarbeiten, unsere Lehren daraus ziehen und die nötigen Maßnahmen implementieren, um uns weiter zu verbessern.

Wenn Sie Fragen haben, kommen Sie bitte auf uns zu. Wir stehen Ihnen gern zur Verfügung.

Mit herzlichem Gruß

Frans Dumoulin

Direktor der Shell Rheinland Raffinerie