Nachhaltig gärtnern, naturnah und ökologisch

Nachhaltig gärtnern, naturnah und ökologisch, das ist leichter als man denkt. Dafür braucht man noch nicht einmal einen Garten, ein Balkon und ein fester Wille reichen.
Hier ein paar Tipps vom Gartenbauer. Wer Regenwasser sammelt und vergießt, schont sowohl die Umwelt als auch die Geldbörse. Zudem ist Regenwasser durch seine saure Eigenschaft besser für die Pflanzen geeignet als kalkhaltigeres Wasser aus der Leitung. Auch ein Kompost ist eine tolle Sache, macht dieser auch etwas Arbeit, so bietet der Abfalleimer für Grünabschnitt ein wertvolles Biotop für Kleinstlebewesen und liefert schlussendlich wertvollen Nährstoff, wenn die gewandelte Kultur wieder eingesetzt wird. Natur ist nämlich ein Kreislauf. Bei der Bepflanzung ist eine Blumenmischung eine echte Bereicherung und eine Bienen-Hummel und Co- Berücksichtigung liegt voll im Trend. Einen ganzen Sommer kann man sich daran erfreuen, wenn auf den Blüten wieder Schmetterlinge sitzen. Setzt man dann noch Wasserschalen ein, kommen auch Vögel wieder, um darin zu baden bzw. zu trinken. Das alles zu beobachten, macht einfach Freude. Ein Tipp zwischendurch: Viele Schädlinge verschwinden wieder, so werden Blattläuse meist von Marienkäfern vertilgt, Mücken von geruchsintensiven Pflanzen vertrieben und Schnecken von Igeln gefressen. Auch Vögel halten Ungeziefer fern und sind somit die natürlichen Wächter. Wie bekannt, sollten in einem (Dach-)Garten Bäume und Sträucher nicht fehlen, sie liefern Sauerstoff, absorbieren Kohlendioxid und binden Feinstaub. Wer langfristig denkt, braucht etwas Geduld und ein waches Auge und eventuell ein Garten-Notizbuch, denn Ihre Außenanlage wird Ihnen zeigen, welche Pflanzen gut gedeihen und welche nur mit einem hohen Aufwand schön sind. Das ist auch bei einer vertikalen Anlage so, Rankpflanzen brauchen etwas Zeit, doch wenn diese voll entwickelt sind, wird eine hässliche Wand ein wunderschöner Blickfang. Ein letzter Tipp: Kräuter, Salat, Tomaten, Radieschen, Johannisbeeren und Co sehen nicht nur schön aus, sie liefern auch einen chemiefreien Selbstversorger-Anteil, der bestimmt viel besser schmeckt als ein gekauftes Treibhaus-Produkt.