Nachhaltig verstorben: Auch den letzten Schritt mit gutem Gewissen gehen

Die umweltfreundliche Bestattung: Hört es sich auch im ersten Moment etwas verwirrend an, ist es ein Top-Bestattungsthema. Der Hintergrund von Ökologie und Nachhaltigkeit macht nämlich auch bei der Beisetzung nicht halt und ist über den Tod hinaus eine sehr wertzuschätzende Bestattungsform in der modernen klimabedingten Zeit. Denn der Trend geht nun auch bei uns eindeutig in Richtung „Bio“ und „Öko“. Ökosärge und Biournen, Naturbestattungen in Wäldern, auf Wiesen und an Bäumen sind heute eine sehr beliebte Alternative zur klassischen Bestattung auf dem Friedhof. Einen parkähnlichen Teil gibt es zum Beispiel auf dem Friedhof Steinneuerhof in Rondorf. Dort werden immer mehr Flächen erschlossen für die Beisetzung auf Grünflächen oder am Baum. Eine solche letzte Ruhestätte ermöglicht Schutz im Schatten einer alten Buche, Birke oder Kiefer. Auch Jungbäume können gewählt werden, diese werden in den nächsten Jahrzehnten zu großen Luftverbesserern. Interessant, man kann sich schon zu Lebzeiten „seinen“ Baum aussuchen und die Grabstätte im Rahmen der Vorsorge erwerben. 20 Jahre ist dieser Baum dann sicher, danach kann der Vertrag, Stand heute, beliebig verlängert werden. Auch eine schöne Alternative ist der Bestattungsgarten. Wildblumen, Stauden, Immergrün und heimische Wildkräuter schmücken diese Urnengrabstätten. Ein kleines Schild in einer großen Einheit, gepflegt durch die Friedhofsgärtner ermöglicht Bienen, Hummeln ein wundervolles Ernährungsfeld und bietet einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Dann gibt es natürlich noch die Friedwälder. Auch hier sind Beisetzungen in ökologischen Urnen, die sich ohne Giftstoffe freizusetzen im Erdreich auflösen, natürlich Pflicht geworden. Solche Urnen bestehen z.B. aus Pappe, Holz oder Ton. Dort beigesetzt ist es eine der naturnächsten Möglichkeiten: Naturverbunden, schlicht und tröstlich. Bio heißt aber auch: Die Asche des Verstorbenen wird zu einem wertvollen Pflanzendünger und so schließt sich für viele Angehörigen, auch in diesem Bereich, ein schöner Kreislauf. Ein Gespräch mit einem ortsansässigen Bestatter gibt zu diesem hochinteressanten und wichtigen Thema noch mehr aufschlussreiche Erklärungen und kann durch einen entsprechenden Vorsorgevertrag ganz leicht festgehalten werden.