Die Einladungen zum Neujahrsempfang gingen erst vor 2 Wochen bei den geladenen Gästen ein und schnell waren alle Plätze besetzt. Zum einen, weil sich alle freuten, dass man nun wieder zusammenkommen konnte und zum anderen, weil man neugierig war, das neue Gebäude der OSK einmal von innen zu sehen. 

Für beide Seiten war es demnach ein voller Erfolg. Besonders als sie die Ansprache von der Gesamtschulleiterin Vivian Breucker hörten. Das war mal etwas ganz anderes, ein neues Konzept, eine ganz eigene Art und eine ganz besondere Lebhaftigkeit, die nur selten an Schulen zu finden ist. Offene Lernkonzepte, Integration, Inklusion und Chancengleichheit, multikulturell von der Grundschule bis zur Oberstufe ins Abitur – an der OSK ist das alles möglich. Auch können hier junge Menschen in der Loft 99, dem Jugendzentrum des Sürther Feld, ihre Nachmittage verbringen. 

Das wurde auch noch einmal deutlich, als die Schulband die OSK musikalisch vorstellte. Jean Félix war das musikalische Highlight, unterstützt vom OSK Technikteam Mo, Nick und Raphael durch eine professionelle Veranstaltungstechnik. 

Großartig war auch der Schulrundgang des Medienteams Theo, Oskar, Bastian, Milo und Joost. Die Jungs sorgen nämlich immer wieder für erfrischende Führungen durch die OSK und das LOFT, so auch an diesem Tag. 

Wolfgang Behrendt von der Bürgervereinigung konnte kaum noch etwas zur Schule sagen, denn alle Gäste hatten verstanden, hier wird ganz besonders unterrichtet.

So ging er natürlich auf die Bürgervereinigung ein und fasste nochmals Vergangenheit und Zukunft zusammen. Auch sprach er immer wie der die Politik an, die mit allen Parteien im Publikum saß. Er hielt ihnen einen Spiegel vor und sprach viele Brennpunkte im Stadtgebiet an. Gleich, ob Verkehr, den Rathausbau oder die langen Planungsphasen. Er legte den Finger in die Wunde, was für so manches Raunen im Saal sorgte.

Bürgermeister Dr. Ralph Elster notierte sich fleißig so manchen Satz und ging in seiner Ansprache sehr interessant auf das Stadtgebiet ein. Er hatte sich toll auf diesen Tag vorbereitet und so erzählte er, dass das Stadtgebiet aus 13 Veedeln besteht und 105.000 Bewohner hatte und somit als Stadt hätte eigenständig sein können. Auch wusste er, dass die letzten Stadtführungen der Bürgervereinigung immer ausgebucht waren und in Zollstock eine Begehung sogar dreimal stattgefunden hat. Er lobte den Einsatz der Bürgervereinigung und sagte mehrfach, dass man genau solche Initiativen in Köln brauche. Man bräuchte in allen Veedeln solche Menschen, die die Bedürfnisse sehen, darauf aufmerksam machen, dranbleiben und mit der Verwaltung die Stadt verbessern. Er lobte die Kraft, die Größe, die Offenheit und das Wissen. Nichts ließ er im Stadtgebiet aus und so hatte auch seine Ansprache, Tiefgründigkeit und Fundament.

Um dem Empfang wieder etwas Lockerheit zu bringen, erschien natürlich wie aus der Tradition vertraut, das Rodenkirchener Dreigestirn. Prinz Marc, Jungfrau Zirkonia und Bauer Stefan zeigten, dass die Brauchtumspflege ebenfalls neue Wege geht. So hat die Altgemeinde die erste türkische Jungfrau im Jubiläumsjahr des Festkomitee Karneval Alt-Gemeinde Rodenkirchen 1973 e.V. dabei. Auch waren sie sehr stolz, dass auch ihre Heimatgesellschaft die löstigen Öhs im Jubiläum standen. Man konnte überall spüren, alle waren froh, dass es nun wieder karnevalistisch losgeht.

Nach dem offiziellen Teil merkte man das auch, beim Erbsensuppe-Essen in der modernen Mensa. Viele Gäste blieben bis in den Nachmittag und tauschten sich intensiv, wohlwollend und freundlich aus. 

Untere Fotos: OSK/Bürgervereinigung Rodenkirchen