FDP informiert:

Die Gesellschaft für Aerosolforschung veröffentlichte einen Appell an die Bundesregierung sowie alle Landesregierungen. In ihrem Schreiben fordern sie ein zeitnahes Umdenken hinsichtlich der Bekämpfung der Corona-Pandemie, da das Ansteckungsrisiko in Innenräumen deutlich größer sei. Zu diesem Appell erklärt der Fraktionsgeschäftsführer der Kölner FDP-Fraktion, Ulrich Breite:

„Die renommierte Gesellschaft Aerosolforschung hat sehr anschaulich dargestellt, dass eine übermäßige Reglementierung des öffentlichen und privaten Lebens im Freien nicht zielführend ist und wissenschaftliche Erkenntnisse gänzlich vermissen lässt. Es kommt in Innenräumen zu Clusterinfektionen, nicht draußen. Darum auch ihre eindringliche Warnung, dass Drinnen die Gefahr lauert! Trotzdem erfindet der Bund, der nun alle Kompetenzen an sich zieht, stets neue Regelungen für Draußen.

In ihren zahlreichen Runden verwies die Bundeskanzlerin, aber auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, stets auf die aktuellen Erkenntnisse aus der Wissenschaft, um ihre Verbote unter freiem Himmel zu rechtfertigen. Das steht jedoch im klaren Widerspruch zu den Erkenntnissen der Aerosolwissenschaft, die die Reglementierung des Lebens an der frischen Luft in dieser Form ablehnt. Darum haben wir als FDP auch die klare Aufforderung, flächendeckende Ausgangssperren in Köln und Deutschland gerade nicht einzuführen.

Kurz gesagt sind Ausgangssperren in dreifacher Sicht falsch: 1. Wenn Drinnen die Gefahr lauert, sollten Treffen besser an der frischen Luft stattfinden, was Ausgangssperren aber verhindern. 2. Wenn Ausganssperren helfen, warum hat Bayern mit Ausgangssperren im Durchschnitt eine höhere Inzidenzzahl als NRW ohne Ausgangssperre? 3. Mit Ausgangssperren müssen die Lebensmittelgeschäfte früher schließen, was den Kundenandrang und damit die Infektionsgefahr zwangsläufig in den verbliebenden Öffnungszeiten erhöht.
Es scheint, als würden wissenschaftliche Erkenntnisse nur zur Bestätigung der eigenen Politik herangezogen, aber niemals zur Korrektur des eigenen Kurses. Das ist nicht seriös.“