Liebe Mitbürger, ich möchte mich zunächst bei Ihnen für die Unterstützung und die Solidarität mit Maternus bedanken. Dies hat den Mitarbeitern und den Bewohnern in den letzten Wochen viel Kraft gegeben. Ich habe ebenso wie der Betreiber des Hauses nicht die Öffentlichkeit gesucht, weil die Berichterstattung zu Beginn des Ausbruchs in Maternus dazu geführt hat, dass es neben der Solidarität auch viel Angst und Ausgrenzung gegeben hat. Ich war und bin mit der Leitung stets in engem Austausch gewesen. Nach der gestrigen Berichterstattung vom WDR und den Printmedien möchte ich Ihnen folgendes mitteilen: Wir beklagen den Verlust von insgesamt 24 Bewohnern von Maternus. Wie ich bereits sagte, trifft uns dies in Rodenkirchen mitten ins Herz und die Anzahl der Opfer macht uns traurig und fassungslos. Ich möchte den Angehörigen und Freunden mein tief empfundenes Beileid aussprechen. Die hohe Anzahl der Opfer zeigt eindringlich, wie gefährlich dieser Virus für die Schwächsten in unserer Gesellschaft ist. Die Anzahl der Opfer in Maternus resultiert aber nicht aus aktuellen Infektionen, sondern aus den hohen Infektionszahlen Ende März. Seit dem Ausbruch haben die Pflegeleitung, das Pflegeteam, der betreuende Arzt und das Gesundheitsamt alles in ihrer Macht Stehende getan, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Nach dem heutigen Stand kann man sagen, dass dies auch gelungen ist. Maternus wurde sehr schwer von dem Virus getroffen und wir haben viel zu viele Opfer zu betrauern, aber die Situation ist unter Kontrolle. Mein ganz besonderer Dank geht deshalb an alle Pflegekräfte, die dies mit aller Kraft und mit aufopfernder Arbeit erreicht haben. Sie haben einen unglaublichen Job gemacht! Vielen, vielen Dank!