Wer sind Sie? Erzählen Sie uns bitte etwas über sich.

Ich bin 50 Jahre alt, Vater von zwei Töchtern und seit 30 Jahren mit meiner Gattin Sandra zusammen. Als selbständiger Kaufmann betreibe ich acht Modegeschäfte, unter anderem die AIDA-Geschäfte in Rodenkirchen sowie einige Marc O Polo Stores im Großraum Köln. Außerdem bin ich seit Mai 2017 der direkt gewählte Landtagsabgeordnete für den Kölner Süden.

Was verbindet Sie mit dem Kölner Süden?

Heute so gut wie alles. Im Norden aufgewachsen, am Alter Markt groß geworden, bedeutet der Kölner Süden heute für uns: Familie, Freunde, Firma. Wir haben an einigen Ecken hier gewohnt. Und sind an anderen Ecken auch gut versackt.

Wo ist Ihr Lieblingsveedel und warum?

Rodenkirchen Downtown. Die Geschäfte, der Rhein – hier pulsiert das Leben. Man findet auch die beste Gastronomie der Welt!

Was können Sie zur Vergangenheit im Kölner Süden sagen?

Mit den guten Kumpels von damals seit 1984 im Cortina, meine Frau in Rodenkirchen kennengelernt. Seitdem nicht mehr hier losgekommen.

Sind Sie ein Karnevalsfreund, mögen Sie die fünfte Jahreszeit und verkleiden Sie sich? Wenn ja als was…

Ich liebe Karneval. Aber lieber feiere ich unorganisiert und spontan. Ich mag es, meine Freunde in den Garden und Vereinen als Fan bewundern zu können. Meine Verkleidungen haben manchmal noch Luft nach oben.

Sind Sie in einem Verein oder engagieren Sie sich ehrenamtlich?

Wir arbeiten seit Jahren mit tollen, verschiedenen Kollegen zusammen im Vorstand der Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen. Wir haben den TREFFPUNKT Rodenkirchen und Events erfunden, um die Bewohner und Besucher von der Attraktivität unseres schönen „Dorfes“ zu begeistern. Das Motto: Bleib‘ in Deinem Veedel und kauf‘ auch dort ein. Denn wenn eines Tages alle Läden geschlossen sind, ist es zu spät.

Wo finden Sie es richtig schön im Kölner Süden? Wo halten Sie sich gerne auf?

Im Ortskern in Rodenkirchen und am Rhein.

Was gefällt Ihnen im Kölner Süden überhaupt nicht? Was nervt?  Wo sind für Sie Schandflecke?

Eindeutig die Schulsituation. Falsche Planung, die nie korrigiert wurde. Stinkende Toiletten an den Grundschulen kennen wir schon seit 15 Jahren. Dass die EMA immer noch nicht gebaut worden ist, ist ein Skandal. Warum ist so schwierig, auf einem freien Grundstück eine Schule zu bauen? Chinesen bauen einen Bahnhof in einer Nacht. Warum wird dem Gymnasium und damit dem ganzen Bezirk eine Zweifach-Turnhalle abgelehnt, obwohl es hierzu seit acht Jahren einen gültigen Ratsbeschluss gibt? Oder warum wartet der SC Rondorf seit zehn Jahren auf einen neuen Fußballplatz? Das begreift man alles nicht.

Wo ist Ihr Lieblingslokal und warum?

Das weiß eigentlich jeder: Es ist der Italiener im ersten Obergeschoss über AIDA.

Und was finden Sie ist einzigartig hier?

Alles!

Über wen, würden Sie gerne etwas aus dem Kölner Süden erfahren?

Ich hätte mich gerne mal mit Kölns ehemaligem OB Harry Blum getroffen.

Welche Worte würden Sie gerne den Menschen mit auf den Weg geben?

Engagiert Euch, überlasst Euer Schicksal nicht den Anderen. Oder wie einmal ein Politfuzzi aus Rodenkirchen sagte: „Machen statt Meckern“.

Und was sind Ihre Zukunftsgedanken an Ihr Stadtgebiet?

Mithelfen und mitgestalten bei neuen Wohngebieten, für bessere und umweltfreundlichere Mobilität. Mehr Schnelligkeit für unseren Stadtbezirk in allen Bereichen. Ehrenamtliches Engagement und die Veedel stärken, in dem man sie besucht und sich einbringt. Der Kölner Süden ist und wird bleiben eines der zuzugs-stärksten Gebiete in NRW. Wir haben viel zu tun!