Ordensappell bei den Flägelskappen

Rut un wiess, was ein schöner Abend in der Krone in Sürth, die fast auseinanderplatzte. Die löstigen Flägelskappe hatten zum Ordensappell geladen und alle Mitglieder strömten am 11.11 in Rot und Weiß gekleidet in die Gastwirtschaft mit Tradition. Ringelhemd, roter Hut und rote Pappnass, jeder war in Vereinsfarben erschienen und alle hatte sich wirklich Mühe gegeben, um sich und den Verein zu präsentieren. Es wurde gesungen, geschunkelt und mitten im Frohsinn wurde vom Karnevalsverband Rhein-Erft und dem Bund Deutscher Karnevalisten viele Ehrungen und Auszeichnungen vorgenommen.

Der höchste Orden „Gold mit Brillanten“ erhielt Willy Frommer, er ist seit 1969 Mitglied im Verein und das mit Herz und Seele. Voller Freude nahm er die Auszeichnung entgegen. Aber das war nicht alles, auch das designierte Dreigestirn der Altgemeinde ließ es sich nicht nehmen, einen Abend vor ihrer Proklamation einen Einzug zu halten. Mitten vor der Theke stellten sie sich dem Feiervolk vor und dieses dankte es ihnen mit lauten Liedern und vielfachen Wiederholungen von „einmol Prinz zo sin“ und „oh wie bist Du schön.“ Ziya Arpaci (nein er ist nicht Indianer, er ist waschechter Türke und wird die erste Jungfrau mit Migrationshintergrund) genoss seinen Auftritt sehr und heizte die Mitglieder immer wieder auf, mit ihm zu singen. Sabine Wazal, das ist die Inhaberin der Gastwirtschaft, genoss es sehr, denn auch sie hatte sich auf den Abend mit viel Liebe vorbereitet und stand mittendrin und freute sich des Lebens. Sie hatte nämlich alles mit viel Liebe in rot/weiß geschmückt und auch die kleine feine Imbisskarte war den Vereinsfarben angepasst. Bockwosch mit Äädäppelschloot, Pommes rut /wiess, Mettbrütche mit Öllich un ne halven Hahn mit roten Senfftütchen war nur eine kleine Aufmerksamkeit an die Gesellschaft, wovon sie jedes Mitglied persönlich kennt. Sie tanzte, schunkelte und genoss es sichtbar, den Gästen ihr kalten frisch gezapftes Kölsch zu reichen. „Es ist so traumhaft“, sagte sie gefühlt tausendmal am Abend, denn sie ist Gastronomin mit voller Überzeugung. Nach dem Dreigestirn erhielten dann alle Mitglieder und Ehrengäste den heiß erwarteten Orden und sofort ging ein wertschätzendes Raunen durch den Raum. Das Motto ‚Ov krüzz oder quer’- mer Sürther fiere Fasteleer wurde nämlich ganz wundervoll umgesetzt. Nicht zu groß und nicht zu klein wird dieser nun so manche Brust wertschätzend schmücken und so waren sich auch alle einig, es war ein toller Abend und ein toller Auftakt in die bevorstehende Session.