Begrüßungsworte beim Neujahrsempfang der Bürgervereinigung Rodenkirchen auf der Feuerwache Marienburg von Stefan Lakenbrink Abteilungsleiter Gefahrenabwehr III

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,
sehr geehrte Vertreter aus Politik und Verwaltung,
sehr geehrter Herr Maretzky,
sehr geehrte Mitglieder der Bürgervereinigung Rodenkirchen und Gäste

ich möchte Sie als zuständiger Abschnittsleiter auf der Feuer- und Rettungswache 2 in Köln-Marienburg recht herzlich begrüßen.

Ich hoffe, Ihre Anreise konnte ohne Komplikationen erfolgen und Sie sind gut zur Wache gekommen. Da es auf dem Gelände einer Feuerwache einsatzbedingt immer etwas „lebhaft“ zugeht und der Platz für parkende Autos naturgemäß begrenzt ist, mussten wir Sie bitten, Ihr Fahrzeug außerhalb abzustellen oder auf den Shuttledienst zurück zu greifen.
An dieser Stelle Dank für Ihr Verständnis und Dank vor allem an die Freiwillige Feuerwehr Rodenkirchen für die personelle und fahrzeugtechnische Unterstützung bei dem Fahrdienst.

Ich möchte Ihnen die Grüße von Herrn Direktor Johannes Feyrer, dem Leiter der Kölner Feuerwehr ausrichten. Er ist heute leider verhindert. Ebenso konnte Dr. Christian Miller, sein Nachfolger im Amt ab Mai 2019 nicht dabei sein. Ihn werden Sie dann sicher noch in Zukunft kennen lernen.

Wir befinden aus auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache Marienburg, die unter anderem auch für Ihren Stadtteil Rodenkirchen zuständig ist. Grob gesagt wird der Ausrückbereich der FW2 von zwei Bahnlinie eingefasst – im Norden von der Bahnstrecke, die vom Bahnhof Süd zur Südbrücke führt, im Westen von der Zufahrt und dem Gelände des Containerterminals Eifeltor. Weitere Grenzen bilden der Rhein sowie die Stadtgrenzen zum Rhein-Erft-Kreis im Süden.

Die Wache wurde 2003 in Betrieb genommen, seinerzeit noch unter der Federführung eines städtischen Hochbauamtes geplant und erstellt. Die etwas sensible Lage erforderte besondere Absprachen mit den Nachbarn, insbesondere was den vermeidbaren Teil der Lärmbelastung betraf. Über die Jahre hat sich ein verständnisvolles Miteinander entwickelt und wir kommen gut miteinander klar.

Als Besonderheiten im Kölner Süden möchte ich das Containerterminal Eifeltor nennen, auf dem die Feuerwache 2 nicht wenige Einsätze fährt. Natürlich ist der Wachbezirk in besonderem Maße durch Hochwasser gefährdet, auch wenn wir davon in den letzten Jahren glücklicherweise verschont geblieben sind. Gerade Sie als Rodenkirchener Bürger können da sicher ein Lied von singen.
Die chemische und petrochemische Industrie ist ebenso eine Besonderheit der FW2 wie der Hafen in Godorf. In der Zukunft werden uns zudem die Bevölkerungszuwachse in den Neubaugebieten von Rondorf oder im Sürther Feld sicher noch vor neue Herausforderungen stellen. Dem kommen wir im Sinne einer guten Stadtentwicklung und dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis der Bewohner gerne nach.

Diese Wache ersetzt zwei Vorgängerbauten – einerseits die Feuerwache Vondelstraße in der südlichen Neustadt. Sie war zum Zeitpunkt des Umzuges fast 100 Jahre im Dienst und entsprach weder vom baulichen Zustand noch dem Standort modernen Anforderungen. Heute befindet sich darin die Comedia Colonia als Kultureinrichtung. Der zweite Vorgängerbau steht (noch) an der Schillingsrotter Straße in Ihrem Stadtteil. Er ging im Januar 1975 bei der Eingemeindung Rodenkirchens in die Zuständigkeit der Feuerwehr Köln über und wurde bis 2003 sowohl als Wache der Berufs- als auch der Freiwilligen Feuerwehr genutzt. Die Kameraden aus Rodenkirchen sind noch heute dort untergebracht, zusätzlich ist ein Rettungswagen stationiert. Für beides ist ein neuer Standort im Sürther Feld in der bereits konkreten Planung.

Wir befinden uns auf einer Feuerwache, die 365 Tage im Jahr rund um die Uhr verfügbar ist. Hier sind 18 Kollegen im Dienst, die den Brandschutz sichern oder für Technische Hilfeleistungseinsätze zur Verfügung stehen. Weitere 15 Mitarbeiter sind im Rettungsdienst tätig. Der wird an diesem Standort nicht nur von der Berufsfeuerwehr erledigt, es sind auch Notärztinnen und –ärzte dabei sowie Mitarbeiter der Firma Falck. Diese ist als Leistungserbringer im Kölner Rettungsdienst eingebunden und fährt derzeit primär im Kölner Süden Einsätze.

Wir befinden uns auf einer Feuerwache – es hat daher nicht überall den Standard eines Luxushotels und es kann auch schon mal etwas lauter werden. Geben Sie also bitte Acht, die Schutzkleidung an den Wandhaken oder die Feuerwehrfahrzeuge werden im Einsatz gebraucht und danach zwar gepflegt und gereinigt, man kann sich trotzdem daran schmutzig machen. Wir haben uns aber bewusst dazu entschieden, für diese Veranstaltung den Charakter einer Feuerwache beizubehalten und nur dort zu kaschieren, wo es Ihre Sicherheit notwendig erscheinen ließ.

Sie werden im Laufe des Tages Durchsagen zu Alarmierungen oder sonstige Texte über Lautsprecher hören. Das ist für den Betrieb einer Feuerwache unvermeidlich und darf – vor allem für den nachbarschaftlichen Frieden – möglichst nicht außerhalb des Gebäudes zu hören sein. Falls Sie bei solchen Durchsagen Namen oder sonstigen personenbezogenen Informationen, die z.B. für den Rettungsdienst wichtig sind, zu hören bekommen, vergessen Sie diese bitte beim Verlassen des Hauses. Alles andere lässt die EU-Datenschutzgrundverordnung nicht zu.

Wir möchten Ihnen im Anschluss an diese Veranstaltung bei Interesse die Gelegenheit geben, an einem kurzen Rundgang über die Wache teilzunehmen. In Gruppen von etwa 15 bis max. 20 Personen werden Sie Kollegen über die Wache führen und Ihnen die Fahrzeuge, das Gebäude und einige Besonderheiten zeigen. Der Treffpunkt dazu ist jeweils im Foyer.
Meine Kollegen und ich stehen Ihnen selbstverständlich im weiteren Verlauf gerne für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen ein paar angenehme und aufschlussreiche Stunden auf dieser Feuerwache und der Veranstaltung einen guten Verlauf.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!