Party und Rennen in Rodenkirchen  Stadtachter zog viele Besucher an

Die Kölner Lichter halten eine ganze Stadt im Bann. Schon morgens früh campen die ersten Feuerwerksfans am Rheinufer und sichern sich die Stellen, von denen man am besten auf das grandiose Synchronfeuerwerk blicken kann.  Immer mehr Beachtung findet in den letzten Jahren ein kleiner Strandabschnitt am Rhein vor dem Gebäude des Kölner Rudervereins von 1877 e.V.  (KRV), wo alljährlich im Rahmen der Kölner Lichter der traditionelle Stadtachter ausgetragen wird. Zehn Mannschaften setzen sich in ihre Boote, um den das stärkste Achter-Team auf dem Rhein auszumachen. Antreten werden wieder die Vereine der Rheinschiene von Siegburg über Bad Honnef, Bonn und Köln bis Leverkusen sowie aus Aachen und Krefeld. Neu dabei ist ein Achter aus der Kooperation von Universität und Sporthochschule Köln, welche die Tradition eins schlagkräftigen Hochschulachters in Köln wieder aufleben lassen möchten. Als weiteres Kölner Boot tritt natürlich der KRV  an, der durch Ruderer des SRV Kreuzgasse verstärkt wird. Das Rennen wird in diesem Jahr übrigens zum 88. Mal veranstaltet, im Jahr 1909 wurde das erste Rennen auf der damaligen regattastrecke zwischen Marienburg und Deutz gestartet. Damals stiftete die Stadt Köln einen Herausforderungspreis, um den Rudersport zu fördern. Nach einigen teilweise kriegsbedingten Pausen und organisatorischen Veränderungen, gab es seit 1992 wieder den Herausforderungspreis der Stadt Köln, um den auch in diesem Jahr gerudert wurde.  Gewonnen hat in diesem Jahr der Achter  der Bonner Ruder Gesellschaft e.V., der KRV wurde sechster, der Hochschulachter zehnter.

Bereits zum zwölften Mal fand der Stadtachter jetzt im Rahmen der Kölner Lichter statt. Darauf ist der KRV-Vorsitzende Max Zünkler besonders stolz: „Wir freuen uns sehr, unsere Traditionsregatta vor dieser einmaligen Kulisse im Herzen Kölns ausfahren zu können.“ Das Rennen geht über die klassische Distanz von 2000 Metern auf dem Rhein zwischen Severinsbrücke und Rheinpark. Das Interesse ist so groß, dass der WDR live überträgt und mit einem großen TV-Team vor Ort ist. Der hat auch gleich den Kölner Rundfunkchor mitgebracht, der von Rodenkirchen aus die Feuerwerksmusik live begleitet hat.

Während das eigentliche Rennen erst um kurz nach 21 Uhr in Höhe der Kranhäuser gestartet wurde, konnten die Zuschauer den ganzen Nachmittag eine tolle Strandparty feiern. Bei hochsommerlichen Temperaturen stand die Atmosphäre einem Mittelmeerstrand in Nichts nach. Bei Grillwürstchen, Sommercocktails und Live Musik mit der Band Kempes Finest gab es kaum einen Grund, sich weiter Richtung Innenstadt zu bewegen. So war die kölsche Riviera auch rappelvoll, das eigentliche Feuerwerk rückte eher in den Hintergrund.