Platz für Bewegung an frischer Luft

Neun Schulhöfe als Frei- und Spielräume für alle Kölner*innen 

Ab sofort startet die Stadt Köln ein neues Projekt: Neun Schulhöfe ausgewählter Schulen, in jedem Stadtbezirk eine, werden nach Unterrichtsende „für alle“ geöffnet. Ziel ist es, der gesamten Bevölkerung zusätzliche Räume unter freiem Himmel für Spiel und Sport nach Schulschluss zugängig zu machen. Die Flächen können werktags nach der Schulzeit, an Sonn- und Feiertagen sowie während der Ferien im Sinne der Kinder- und Familienfreundlichkeit von allen in der Nachbarschaft bespielt und genutzt werden.

Die Öffnung von Schulhöfen in der dichtbesiedelten Metropole Köln ist für Robert Voigtsberger als Beigeordneter für Bildung, Jugend und Sport eine Herzensangelegenheit:

Trotz Flächenknappheit können wir mit dieser Idee vorhandene Flächen flexibel für mehr Menschen und mehr Bewegung, Sport und Spiel nutzen. Ich hoffe, dass die Kölner*innen das Angebot zahlreich, wenn auch corona-konform, nutzen und so ihre Gesundheit und das soziale Miteinander stärken. In der Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig freie Flächen für Bewegung an der frischen Luft sind. Und wenn sich das Projekt bewährt, können geöffnete Schulhöfe stadtweit Schule machen.  

Folgende Schulen öffnen ihre Schulhöfe in den Stadtbezirken

  • Innenstadt:             Realschule Im Hasental 41 (Deutz)
  • Rodenkirchen:         GGS Godorfer Hauptstraße 73 (Godorf)
  • Lindenthal:              Teilstandort Donauweg 30 der GGS Kirchweg (Junkersdorf)
  • Ehrenfeld:                Katholische Grundschule/Hauptschule Baadenberger Straße 111 (Neuehrenfeld)
  • Nippes:                    GGSNesselrodestraße 15 (Niehl)
  • Chorweiler:              GGSSpoerkelhof 7 (Merkenich)
  • Porz:                        GGS Neue Heide 25-27 (Wahnheide)
  • Kalk:                        Katholische Grundschule Fußfallstraße 55 (Merheim)
  • Mülheim:                 Förderschule Thymianweg 1a (Höhenhaus)  

Die Öffnungszeiten hängen von der jeweiligen Schule ab und sind auf den Schildern vor Ort nachzulesen. Grundsätzlich sind die Schulhöfe im Frühjahr von April bis September, montags bis freitags, 16 bis 20 Uhr, sowie in der Herbst-Winter-Saison von Oktober bis März, montags bis freitags, 16 bis 18 Uhr, geöffnet. An Wochenende und an Feiertagen stehen die Flächen bereits ab 10 Uhr zur Verfügung, an den Stillen Feiertagen in NRWbleiben die Schulhöfe geschlossen (Karfreitag, Volkstrauertag, Allerheiligen, Totensonntag).  

Für die Nutzung der Schulhöfe außerhalb der Unterrichtszeit gelten gewisse Spielregeln auf den Flächen. So muss der ordnungsgemäße und störungsfreie Betrieb aller Schulen gewährleistet sein, ebenso die Nutzung der Turnhallen durch Sportvereine. Für jeden Schulhof wurden verbindliche Öffnungszeiten vereinbart, die individuell angepasst werden können. Um Sauberkeit und Sicherheit gewährleisten zu können, sind die Abfallwirtschaftsbetreibe AWB beauftragt, vor Schulbeginn jeden Schulhof zu sichten und bei Bedarf zu reinigen, die Firma W.I.S. sorgt am Abend für die sichere Schließung der Schulhöfe.  

Die Öffnung der neun Schulhöfe ist als zweijähriger Pilotversuch angelegt, den die Deutsche Sporthochschule Köln begleitet. Die Gesamtkosten betragen insgesamt rund 1,15 Millionen Euro. Nach Auswertung der Ergebnisse wird über eine Ausweitung des Projekts beraten.

(Text:pI/Stadt Köln/Nicole Trum)