Stadt vertreibt Weltkonzern zugunsten provinzieller Lösung

Die Firma Amazon, die eine große Investition im Industriepark Nord in Niehl tätigen wollte, hat sich nach einem Pressebericht zurückgezogen, nachdem ihr die Stadt signalisiert hatte, dass sie hier unerwünscht ist. Dazu erklärt der Kölner FDP-Bundestagsabgeordnete Reinhard Houben:

Köln hat eine überdurchschnittliche Arbeitslosenquote, aber in Köln scheint das die Verantwortlichen nicht zu interessieren. Sie vergraulen den Weltkonzern Amazon und vergeben das Gelände im Industriepark Nord an die HGK.

Amazon wollte bereits im nächsten Jahr 950 Arbeitsplätze schaffen, darunter auch viele für gering Qualifizierte, die in Köln händeringend Arbeit suchen. Die HGK dagegen hat überhaupt kein Konzept und kann keinen Nutzer für den Industriepark präsentieren, sie will die Fläche nur als Zukunftsoption. Mit dieser nichts sagenden Hoffnung wollte die HGK auch schon den Godorfer Hafen ausbauen. Gut, dass die Politik damals mehrheitlich widerstanden hat.

Jetzt allerdings wird das peinliche Theater laut Presseberichten von SPD, CDU und Grünen unterstützt. Diese SPD setzt sich nicht mehr für das Interesse von Arbeitslosen ein. Die CDU hat längst verlernt, wie man Wirtschaftspolitik macht. Eine solch provinzielle Entscheidung wäre Adenauer nicht passiert. Und die Stadt zeigt leider, dass der Posten der Wirtschaftsdezernentin derzeit unbesetzt ist und keiner für eine zukunftsorientierte Wirtschaftssteuerung und damit für die Schaffung von Arbeitsplätzen zuständig ist.