Foto: Tobias Koch

Wer sind Sie? Erzählen Sie uns bitte etwas über sich.

Ich bin in Junkersdorf aufgewachsen, in der Kölner Innenstadt (dort war damals noch das Dreikönigsgymnasium) zur Schule und in Lindenthal zur Uni gegangen. Nach verschiedenen beruflichen Stationen in der Schweiz, Italien und den USA habe ich seit dem Sommersemester 2000 meinen Lehrstuhl u.a. für Zivil- und Handelsrecht an der Universität Hamburg inne. Köln ist dabei aber stets mein Lebensmittelpunkt geblieben.

Seit 2013 darf ich meine Heimat als Direktkandidat des Wahlkreises Köln II im Deutschen Bundestag vertreten.

Was verbindet Sie mit dem Kölner Süden?

Zusammen mit meiner Familie, meiner Frau und meinen beiden Kindern, wohne ich nun schon seit mehr als 20 Jahren in Köln-Sürth. Dort bin ich auch Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes.

Wo ist Ihr Lieblingsveedel und warum? 

Die Viertel im Kölner Süden und Westen sind alle einzigartig und – wie ich in den vergangenen Jahrzehnten erfahren habe – auf ihre Art sehr lebens­wert, da kann ich mich nicht für eins entscheiden.

Was können Sie zur Vergangenheit im Kölner Süden sagen? 

Viele der südlichen Stadtteile haben eine rasante Entwicklung von Vierteln mit eher dörflichem Charakter hin zu urbanen Strukturen vollzogen. Deshalb ist die Aufenthaltsqualität hier auch besonders hoch, weil es eben beides gibt: Dorf-Charme und Großstadt-Flair. 

Sind Sie ein Karnevalsfreund, mögen Sie die fünfte Jahreszeit und verkleiden Sie sich? Wenn ja als was… 

Als echte kölsche Jung pflege ich natürlich das kölsche Brauchtum. Dazu gehört ganz klar auch das Kostüm. In den letzten Jahren war ich meistens als Zauberer oder ganz klassisch als Clown unterwegs. Dieses Jahr haben wir sogar den Kölner Karneval nach Berlin gebracht, denn das Kinderdreigestirn hat mich im Reichstag besucht. 

Wo finden Sie es richtig schön im Kölner Süden? Wo halten Sie sich gerne auf?

Natürlich steht der Rhein ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsorte. Das Rheinufer zwischen Sürth und der Südstadt ist abwechslungsreich und bietet alles zwischen grünen Wiesen, Strand und Kranhäusern – welches Naherholungsgebiet kann das schon von sich behaupten. 

Was gefällt Ihnen im Kölner Süden überhaupt nicht? Was nervt?  Wo sind für Sie Schandflecke? 

Der Verkehr ist ein leidiges Dauerthema. Wir müssen noch mehr für die Infrastruktur tun, deshalb unterstütze ich auch die Pläne des Landes für eine zusätzliche Rheinquerung – übrigens sowohl für den Straßen- wie auch den Bahnverkehr. Das wird besonders die Rodenkirchener Brücke entlasten und die Verkehrslage auch im übrigen Straßennetz entspannen sowie Chancen für einen verbesserten Bahnverkehr bieten. Auch die fehlende schnelle Schienenverbindung in die Innenstadt – als Folge des Einsturzes des Historischen Archivs – ist ein Problem.

Wo ist Ihr Lieblingslokal und warum? 

Wir haben bei uns ja ein sehr vielseitiges gastronomisches Angebot vom Sterne-Restaurant bis zur klassischen Eckkneipe, da fällt es schwer, ein einzelnes Lokal herauszustellen. Ich gehe aber z.B. sehr gerne ins „La Modicana“ bei uns in Sürth, vor allem wegen der hausgemachten Pasta. 

Was fehlt Ihnen im Kölner Süden? 

Das einzige, was mir in Köln fehlt, sind die Berge. Meine Freizeit verbringe ich gerne beim Wandern und Klettern in den Alpen, dafür habe ich in meiner Heimat noch keine passende Alternative gefunden. 

Und was finden Sie ist einzigartig hier? 

Der Kölner Süden ist einzigartig in seiner Vielseitigkeit. Vom Grüngürtel bis zum Godorfer Hafen (der aber auch groß genug ist), über Museen und Ausgehviertel ist hier alles dabei. Die Vielseitigkeit der Stadtbezirke spiegelt sich auch in der Bevölkerung wider. Im Kölner Süden leben gutsituierte Bürger neben Studenten und Künstlern, waschechte Kölsche Tür an Tür mit Menschen aus anderen Regionen Deutschlands oder der Welt. Das macht diese Stadtteile so liebenswert. 

Welche Worte würden Sie gerne den Menschen mit auf den Weg geben? 

Die berühmte rheinische Herzlichkeit macht unsere Stadt zu dem, was sie ist und ich kann nur allen Bürgerinnen und Bürgern ans Herz legen: Bringen Sie sich vor Ort ein, dann bleibt der Kölner Süden attraktiv! 

Und was sind Ihre Zukunftsgedanken an Ihr Stadtgebiet? 

Es stehen große Infrastrukturprojekte an, wie z.B. die neue Rheinbrücke,  die Ortsumgehung in Meschenich oder die Parkstadt Süd, die die Lebensqualität der Menschen im Kölner Süden weiter verbessern werden. Und ich werde auch zukünftig die kleinen und mittelständischen Unternehmen vor Ort unterstützen und mich für die Förderung von Startups einsetzen, damit der Süden ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt.