Vereine und Verbände sollen in ihrer Gremienarbeit gestärkt werden

Der Rat hat in seiner Sitzung am Dienstag, 23. März 2021, die Vergabe von Betriebskostenzuschüssen an sechs Interessenvertretungen der freien Szene beschlossen.

Diese Förderungen haben zum Ziel, die Vereine und Verbände in ihrer Gremienarbeit für Kulturschaffende der freien Szene zu stärken und sie mit der Förderung von Strukturkosten (etwa Personalkosten, Büromieten oder Werbekosten) für eine größere Strahl- und Wirkungskraft gegenüber öffentlichen Förderorganisationen sowie politischen Vertreter*innen auf kommunaler und auf Landesebene zu unterstützen.

Die freie Kulturszene in Köln ist eine wirkungsmächtige sehr heterogene Branche mit sehr speziellen Angeboten an die Bürger*innen unserer Stadt sowie mit sehr speziellen Herausforderungen für eine dauerhafte Existenz. Bereits vor der Corona-Pandemie war klar, dass sich eine Kunstsparte besonders dann mit ihren speziellen Themen und Problemen öffentliches Gehör verschaffen kann, wenn sie über eine gute Netzwerkstruktur verfügt,

so Kulturamtsleiterin Barbara Foerster.

Corona hat die Notwendigkeit der Kulturszene, öffentliches Gehör für berufliche und projektbezogene Interessen zu erhalten, extrem vergrößert. Diese strukturstärkende Förderung ist also gerade jetzt umso wichtiger. Ebenso kann sich eine zielführende Kulturförderung nur im Austausch mit den zu fördernden Kulturschaffenden weiterentwickeln. Das heißt: Auch für Verwaltung und Politik ist der Dialog mit diesen Netzwerken elementar.

Als Interessenvertretungen gelten dem Verständnis der Kulturverwaltung nach Vereine oder Netzwerke, deren Mitgliederstruktur repräsentativ für die Kulturszene in Köln beziehungsweise einer Teilszene ist, und die für ihre Mitglieder sowie weitere Kulturschaffende projekt- oder berufsbezogene Beratungsangebote schaffen sowie Netzwerkprojekte, Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit oder Lobbyarbeit gegenüber Politik und Verwaltung übernehmen und vorantreiben.

Folgende jährliche Förderungen sind ab 2021 bis 2023 (unter Haushaltsvorbehalt) vorgesehen: Literaturszene Köln e.V. 16.000 Euro  Art Initiatives Cologne (AIC) Kunstinitiativen Köln e.V. 18.000 Euro  Initiative Freies Theater Köln (IFT Köln) 20.000 Euro KLUBKOMM e.V. 20.000 Euro KINOAktiv e.V. 12.000 Euro KulturNetzKöln e.V. i. Gr. 14.000 Euro

Bei weiteren Fragen können sich Interessierte an das Kulturamt, Kerstin Maida, Telefon 0221 / 221-35730, wenden.Vergabe der institutionellen Förderung von Interessenvertretungen der freien Szene

(Text:Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Robert Baumanns)