Rat macht den Weg frei für neue Wohnungen

Zwei neue Quartiere in Köln-Marienburg und Ehrenfeld beschlossen

Gleich für zwei Areale hat der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am Donnerstag, 5. Mai 2022, den Weg für neuen Wohnungsbau frei gemacht. Das ehemalige Areal der Deutschen Welle soll sich zu einem attraktiven Wohnstandort entwickeln. Auf dem Grundstück in Köln-Marienburg entsteht ein neues Quartier mit rund 750 Wohnungen. Die seit 2003 nicht mehr genutzten Gebäude, darunter das fast 140 Meter hohe ehemalige „Funkhaus am Raderberggürtel“ wurden bereits abgerissen. Dadurch kann nun ein durchmischtes Quartier mit Wohnen und Gewerbe angrenzend an die benachbarte gewerbliche Nutzung im Süden realisiert werden.

Der Stadtentwicklungsausschuss hatte 2014 beschlossen, das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans Nummer 67410/11 – Arbeitstitel: „Mertener Straße in Köln-Marienburg“ einzuleiten. Anschließend wurde die Erstellung eines städtebaulichen und freiraumplanerischen Planungskonzeptes als Grundlage für die weitere Entwicklung und die Planungsrecht schaffende Bauleitplanung durchgeführt.

In der Jurysitzung der Mehrfachbeauftragung am 3. Juni 2015 wurde der Entwurf von ASTOC Architects and Planners mit Urbane Gestalt Johannes Böttger prämiert. Der Siegerentwurf sieht im Bereich der ehemaligen Deutschen Welle eine Blockrandbebauung mit einer Abfolge von mehreren Innenhöfen vor. Das Quartier öffnet sich im Süden in Richtung der öffentlichen Grünfläche, so dass sich öffentliche und private Freiflächen verzahnen können. Das städtebauliche Konzept sieht insgesamt eine fünf- bis siebengeschossige Bebauung überwiegend für Wohnungen vor. Eine sechsgruppige Kindertagesstätte und ein öffentlicher Spielplatz sind ebenfalls geplant. Für die Firmen Leybold und Inficon sowie das Deutschlandradio sind Erweiterungen möglich. Der Siegerentwurf diente als Grundlage für den Bebauungsplan.

Durch die Ratsentscheidung wird nicht nur ein attraktives Wohnquartier geschaffen. Gleichzeitig wird das gesamte, rund 19 Hektar große Plangebiet qualitativ hochwertig weiterentwickelt. Der Bebauungsplan stellt die städtebauliche und freiraumplanerische Grundlage für die Realisierung des Gesamtvorhabens mit der Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen sicher.

Bau neuer Wohnungen an der Subbelrather Straße in Ehrenfeld

Auch in Köln-Ehrenfeld können nach dem Beschluss des Rats der Stadt Köln am Donnerstag, 5. Mai 2022, neue Wohnungen geschaffen werden. Auf dem brach gefallenen Gewerbegrundstück an der Subbelrather Straße 486-494 in Neuehrenfeld, zwischen Subbelrather Straße und Äußere Kanalstraße, kann nach Beschluss nun ein neues Wohnbaugebiet geplant werden.

216 Wohnungen – davon 30 Prozent öffentlich geförderter Wohnungsbau gemäß den Regelungen des Kooperativen Baulandmodells – sollen dort entstehen. Die Firma WvM Immobilien und Projektentwicklung GmbH hatte das rund 1,07 Hektar große Areal aus der Insolvenzmasse eines ehemaligen Gewerbebetriebes sowie die westlich angrenzende Parzelle mit einem bestehenden Backsteingebäude erworben und die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans beantragt sowie ein Planungskonzept vorgelegt. Nach einem entsprechenden Beschluss im Stadtentwicklungsausschuss am 26. April 2018 wurde die Öffentlichkeit über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die wesentlichen Auswirkungen der Planungen unterrichtet. Stellungnahmen gab es nicht.Die Beschlussvorlage zu Köln-Marienburg

(Text:PI/Stadt Köln/Jutta Doppke-Metz)