Dorfgemeinschaft Rondorf-Hochkirchen-Höningen e.V. informiert:

Rondorf Nordwest soll Vorzeigeobjekt werden
Baudezernent Markus Greitemann stellt Fahrplan für das Großprojekt vor

Mehr als 150 Stellungnahmen zu dem Großbauprojekt Rondorf Nordwest hat die Kölner
Stadtverwaltung im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung ausgewertet. Bis zur
Sommerpause soll dazu ein ausführlicher Bericht vorgelegt werden. Nach der Sommerpause wird
auf dieser Grundlage über die Vorgaben des Bebauungsplanes entschieden. Dies kündigte Markus
Greitemann, Dezernent für Stadtentwicklung, Planen und Bauen in einem Interview für die neue
Ausgabe des Newsletters SÜDBLICK der Dorfgemeinschaft Rondorf, Hochkirchen, Höningen an.
Er erläuterte dort den weiteren Fahrplan für das Neubaugebiet.
Soweit Planungsrecht bestehe, die Erschliessung erstellt und gesichert sei, können demnach die
ersten Bürger in einem Zeitraum ab fünf Jahren in der neuen Siedlung einziehen. Der
Baudezernent schränkte allerdings ein: „Wenn die verschiedenen Infrastrukturmaßnahmen mehr
Zeit erfordern als heute absehbar, müssen wir auch die Wohnbebauung dem entsprechend zeitlich
anpassen. Denn wir stehen politisch im Wort, dass wir ein in sich geschlossenes Gesamtkonzept
realisieren wollen“.
Ziel sei ein „Vorzeigeobjekt von besonderer architektonischer und städtebaulicher Qualität“, das
zugleich auf eine gute soziale Mischung Wert lege sowie bezahlbaren Wohnraum gerade auch für
junge Familien, so Greitemann im SÜDBLICK. Von den anstehenden Entwicklungen werde der
gesamte Stadtteil im Kölner Süden profitieren. „In Rondorf wird in Zukunft definitiv das Leben
attraktiver“ nannte er als zentrale Aufgabe. So werden momentan mehrere Ideen für einen
attraktiven Quartiersplatz geprüft, der den neuen mit dem alten Ortsteil verbinden soll.
Als größte Herausforderung bei der Realisierung bezeichnete Greitemann eine gute Anbindung an
das übergeordnete Verkehrsnetz und die Schaffung einer zukunftsgerechten Mobilitätsinfrastruktur.
Aus Bau- und Planungsfehlern wie in Widdersdorf habe man gelernt. Deshalb geben es mehrere
Instrumente für eine Umsetzungskontrolle. Dazu gehören u.a. eine Projektgruppe, in der sich alle
Beteiligten frühzeitig zu den einzelnen Maßnahmen abstimmen, „so dass wir ein anderes Ergebnis
als in Widderdorf erwarten können“. Angestrebt werden ferner Vereinbarungen in einem sehr
detaillierten städtebaulichen Vertrag sowie die Erarbeitung eines Gestaltungsbuches.
Das ganze Interview erscheint Anfang Juni. Der SÜDBLICK kann kostenlos bestellt werden unter:
newsletter@dorfgemeinschaft.koeln