Schließung der Post-Finanzzenters Köln-Zollstock“ der Bürgerverein Köln-Zollstock informiert 

Ute Heinemann vom  Allgemeinen Bürgerverein Köln Zollstock informiert:

Durch ein Schreiben der Postbank AG vom 22.1.2018 an die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln hat der Bürgerverein Köln Zollstock davon Kenntnis erhalten, dass die Postbank AG beabsichtigt, ihre Filiale in Köln Zollstock am Gottesweg zu schließen.

Der Stadtteil Zollstock ist mit 23.000 Einwohnern einer der größten der südlichen Stadtteile Köln und nicht nur das; wir sind auch der Stadtteil mit der höchsten prozentualen Anzahl von Senioren in der Stadt überhaupt. Durch neue Bebauungspläne wird das Wachstumspotential in den nächsten Jahren weiterhin steigen und viele der Anwohner auf eine Postbank sowie auch der Post AG und deren Dienstleistungssparten angewiesen sein.  Durch den sukzessiven Wegfall der Postfilialen unserer Nachbarvororte, wurde der Einzugsbereich dieser Filiale in den letzten Jahren immer größer und reicht unterdessen bis Köln Klettenberg und Sülz.

Die Postbank AG möchte nun die Finanzsparte ganz aus Zollstock herausnehmen und die Post AG-Sparten in einen Kiosk verlagern, der sich an der Vorgebirgsstraße/Zollstocksweg (einer großen Ausfallstraße im Süden Kölns) befindet, verlagern. Die jetzige Filiale befindet sich zur Zeit noch in direkter Nähe von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs (Linie 12) und kann so auch von vielen nichtmotorisierten Kunden aufgesucht werden. Darüber hinaus befinden sich auf einem Hinterhof zwei Kundenparkplätze sowie vor der Filiale ein Behindertenparkplatz. Dem vorgesehenen Standort liegt zwar ein Parkplatz gegenüber, der aber nur über die vierspurige Vorgebirgsstraße und 3 Ampelübergänge erreichbar ist. Ein Behindertenparkplatz befindet sich dort auch nicht und ein barrierefreien Zutritt fehlt auch noch derzeit. Und für nichtmotorisierte Kunden gäbe es nur die Möglichkeit anhand einer Busverbindung (die alle 20 Minuten fährt) dort hinzukommen.

Wir als Allgemeiner Bürgerverein Köln Zollstock und ortsansässige  Interessenvertretungen beabsichtigen gegen die Schließung vorzugehen und haben eine Unterschriftenaktion gestartet sowie einen offenen Brief an die Postbank AG versandt. Letzten Samstag  haben wir durch eine Aktion vor Ort dies noch weiter öffentlich gemacht und sind dabei auch ins Gespräch mit Kunden und Bürgern gekommen. Wir möchten dagegen protestieren, dass es – im schlimmsten Fall  – zu einer Schließung kommt bzw. dass eine Alternative geboten wird, mit dem auch gerade die älteren oder nicht technikaffinen Bürger von Zollstock zufrieden sein können. Unserer Information nach wird die Postbank AG zukünftig auch auf ihren SB-Kontoautomaten-Bereich vor Ort verzichten, ein Desaster für die Kunden, die kein Onlinebanking betreiben. Die Aktion hat bis jetzt an die 1.000 Unterschriften gebracht und wir möchten noch einige Tage weiter Unterschriften sammeln, um diese dann mit einem offenen Brief an die Postbank AG und in Kopie an die OBin Reker weiterzuleiten.

Die Bezirksvertretung wird das Thema  „Schließung der Post-Finanzzenters Köln-Zollstock“  auf ihrer heutigen Sitzung  als Tagesordnungspunkt behandeln.

Weitere Informationen unter www.zollstocker-buergerverein.de