Sehr Jugendliche in der Corona-Krise, geschrieben von unserer Schülerpraktikantin Sophie Zünkler

Sehr Jugendliche in der Corona-Krise, geschrieben von unserer Schülerpraktikantin Sophie Zünkler

Die Zeit der Lockdowns und des Home Office war für niemanden einfach, aber wie fühlen sich eigentlich Jugendliche mit dem Ganzen? Nicht mehr in die Schule gehen, auch war es schwer, seine Freunde zu treffen, völlig ausgeschlossen war es, in Clubs zu feiern und dort neue Leute kennenzulernen. Das alles hat dazu geführt, dass sich viele Teenager immer einsamer gefühlt haben. Viele haben versucht, legale oder illegale Nischen zu finden, um wenigstens mit Gleichaltrigen zusammen zu sein. Oft trafen sie sich in Parks, im Wald, in privaten Partykellern und am Rhein. Doch eine zufriedenstellende Lösung war diese Zeit nicht und hat so manche Heranwachsende schwer getroffen, manche wurden depressiv und hatten keine Lust und Kraft mehr, sich anzustrengen. Das Homeschooling hat zusätzlich große Sorgen bereitet, denn viele Jugendliche sind nicht mehr mit dem Unterrichtsstoff nachgekommen und schulische Schwierigkeiten traten auf. War es auch am Anfang cool, den Unterricht im Bett über den Laptop zu machen, war es am Ende doch nicht tagesfüllend und zufriedenstellend. Ein Großteil der Schüler ist demnach froh, dass man wieder in die Schule gehen darf, dennoch machen sie sich Sorgen, dass die Schulen wieder schließen und der Teufelskreis immer weitergeht. Den ganzen Tag abhängen und viel Zeit mit den Influencern in den sozialen Medien zu verbringen, macht langfristig auch Sorgen. Denn viele junge Menschen fingen an, ihren virtuellen Freunden hinterher zu eifern, und verloren ihr reales Umfeld. Die Bulimie nahm leider zu, auch ritzten sich immer mehr junge Menschen die Haut auf, um die innere Spannung abzubauen. Das Thema Alkohol im Teeny-Alter war ebenfalls erschreckend. Nun hoffen alle, dass zum Beispiel die Abiturzeit wieder besser wird und die Abiturienten die letzte Schulphase wieder richtig genießen dürfen, dazu gehört auch der Abiball, die Motto-Woche und die Abschlussstreiche. Das geht natürlich nur im Schulbetrieb und nicht zu Hause, wenn die ganze Familie durchgehend um einen rum ist und sie im Homeoffice ihre Tätigkeiten verrichten. Denn mit Privatsphäre und jugendlichem Leichtsinn ist da nicht viel.