Trommelkreis bei der Lebenshilfe Rodenkirchen

Sommerfest in Weiß

Aleksander Gelba, Sürther Musiker und Percussionist des Akkordeon-Orchester Wesseling, ist seit Oktober 2014 regelmäßig einmal pro Woche im Maria-Grete-Schütz-Haus der Lebenshilfe Rodenkirchen in Weiß, in der Menschen mit mehrfacher Behinderungen in altersgemischten Wohngruppen leben. Er leitet dort einen Trommelkreis: zwei Stunden wird hier eifrig getrommelt. Es geht dabei um Spaß, aber auch um Konzentration, Motorik und Gemeinschaftsgeist. Unterstützt wird er von einem alten Trommel-Kollegen Amadou Cham.

Und dieser Trommelkreis hatte beim Sommerfest der Lebenshilfe Rodenkichen – es war gleichzeitig Garagentrödel in ganz Weiß – einen großen Auftritt. Die 11 Bewohner trommelten auch dieses Jahr beim Sommerfest wieder mit dem Sürther Bratschisten Axel Porath vom Kölner Ensemble Musikfabrik – das ist schon das dritte Mal. Er spielt einfach Melodien in zwei- bis viertaktiken Phrasen – das erinnert an irische, norwegische oder östliche Folklore. Diese melodische Unterstützung führt nicht nur dazu, dass die Teilnehmer mit noch mehr Freude bei der Sache sind, auch diejenigen, die eher nur mechanisch trommeln, hören mehr auf die anderen, so dass sich das Zusammenspiel fast ganz automatisch verbessert.

Und es klappte wieder alles prima – gemeinsames Eintrommeln, rhythmisches Spiel, Solo-Einlagen von einigen Bewohnern und auch von den drei Profis Porath, Gelba und Cham – die anderen hörten zu.

Etliche interessierte Besucher des Sommerfestes unterbrachen ihre Gespräche sowie Essen und Trinken und verfolgten die schönen Darbietungen.

Foto und Text: Anita Brandtstäter