Foto: Attila Radnai

Foto: Attila Radnai

Andreas Kossiski tritt bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 als Kandidat der SPD an und möchte Oberbürgermeister von Köln werden. Bereits im Vorfeld der Wahl zeigt sich, dass Andreas Kossiski sehr viel Wert darauflegt, die Menschen und die Probleme in den Veedeln der Stadt Köln kennenzulernen.

Der Landtagsabgeordnete und Gewerkschaftler ist ursprünglich Polizeibeamter und erinnert sich daran, dass früher Dorf- oder Veedels-Polizisten „Streife“ gingen und dabei die Gebiete und die Menschen intensiv kennenlernten.

Am 19.06.2020 unternahm Andreas Kossiski eine „Streife“ per Fahrrad durch Rodenkirchen und sprach mit Bürgern und Mitgliedern der SPD im Kölner Süden.

Startpunkt war der Rodenkirchener Bahnhof

Hier kam die unzureichende Versorgung der Kölner Außengebiete, wie z.B. Weiß oder Sürther Feld mit dem öffentlichen Nahverkehr zur Sprache. André Burghardt, SPD-Kandidat für das südliche Rodenkirchen, Weiss, Sürth und Godorf für den Stadtrat, schilderte, das Busse abends nur selten fahren und das Sürther Feld am Wochenende gar nicht angefahren wird. Andreas Kossiski betonte, dass für Ihn der Fokus nicht nur auf der Kölner Innenstadt liegt, sondern dass der öffentliche Nahverkehr auch in den äußeren Stadtteilen sowie zum Kölner Umland hin funktionieren muss und zwar auch abends und am Wochenende. Gesprochen wurde auch über die zur Diskussion stehende Verbreiterung der Autobahn über die Rodenkirchener Brücke sowie eine neue Autobahn-Rheinbrücke zwischen Köln und Bonn. Dabei sollte nicht nur der Autoverkehr bedacht werden, sondern auch der öffentliche Nahverkehr und der Fahrrad-Verkehr.

Zweiter Stopp war der Bereich Rathaus

Die endlose Geschichte des Rathaus-Neubaus wurde thematisiert. Darüber hinaus wurde angesprochen, dass in Rodenkirchen Räume für Jugendliche, ein Bürgerhaus fehlt. Andreas Kossiski regt an, darüber nachzudenken, ob solche Einrichtungen im Umfeld des Rathauses oder einer Schule untergebracht werden können. Dazu sollten zunächst die Erfahrungen aus anderen Stadtteilen mit ähnlichen Einrichtungen zu Rate gezogen werden. Danach fiel der Blick auf den Bereich zwischen Rathaus und Rhein. Die vielen oberirdischen Parkplätze dort sind nicht mehr zeitgemäß und der Weg zum Rhein lädt wirklich nicht zum Flanieren ein. Die Rodenkirchener SPD spricht sich dafür aus, dass der gesamte Bereich, den man als „Tor zum Rhein“ bezeichnen kann, so geändert wird, dass die Parkplätze unter die Erde kommen, dass Wohnungen gebaut werden und attraktive Wegeverbindungen vom Rodenkirchener Zentrum zum Rhein entstehen. Auch Andreas Kossiski spricht sich dafür aus, dass eine städtebauliche Gesamtplanung für diesen Bereich erfolgen soll und dass dafür zunächst Ideen gesammelt werden sollen.

Dritter Stopp war die Ecke Weißer Str./Grimmelshausener Straße

Die dort angesiedelte Hauptschule wird ja nicht weiter betrieben. Ein guter Ort, um darüber nachzudenken, in welche Schule denn Schüler gehen sollen, wenn es keine Hauptschule mehr gibt und in Köln viel zu wenig Gesamtschulplätze vorhanden sind. Andreas Kossiski betont, dass in Köln rund 1.000 Gesamtschulplätze fehlen. Indem man weiter Gymnasien baue, werde der Elternwille ignoriert. Von Berit Blümel, SPDKandidatin für Marienburg und Rodenkirchen für den Stadtrat, wird darauf hingewiesen, dass der Fehlbedarf noch höher liege, da sich viele Schülerinnen und Schüler angesichts der Lage gar nicht erst für eine Gesamtschule beworben haben. Gerade im Kölner Süden wäre eine Gesamtschule in Rondorf äußerst sinnvoll. Leider wird diese im Kölner Stadtrat von CDU, FDP und Grünen verhindert. Andreas Kossiski betont, dass viele Kinder mangels Alternative auf ein Gymnasium gehen müssen, dann aber nach einigen Jahren dort scheitern und riesige Probleme bekommen. Er kämpft bei der Kommunalwahl dafür, dass er Oberbürgermeister wird und dass die SPD in Köln wieder stärker wird. Dann wird es in Rondorf eine Gesamtschule geben!

Vierter Stopp war das Rodenkirchener Schwimmbad

Die Schwimmzeiten werden dort immer mehr reduziert. Die Außenanlagen machen einen vernachlässigten Eindruck. Andreas Kossiski wird sich dafür einsetzen, dass die Veedel in Köln gestärkt werden und dazu gehört auch, dass Schwimmbäder gepflegt und möglichst umfassend genutzt werden können.

Fünfter Stopp war die Ecke Sürther Straße / Eygelshovener Straße

An der Nahtstelle zwischen der Diakonie Michaelshoven und dem Sürther Feld wird erörtert, was dort erforderlich ist. Die Rodenkirchener SPD hat immer dagegen gekämpft, dass das Sürther Feld eine reine „Schlafstadt“ wird. Sie hat sich dafür eingesetzt, dass das Sürther Feld und die angrenzenden Gebiete zu einem Veedel „Michaelshoven“ mit einem attraktiven Ortsmittelpunkt mit guter Aufenthaltsqualität zusammenwachsen.

Die Stadt Köln hat daraufhin bereits vor Jahren beschlossen, dass dort ein VeedelsMittelpunkt (Nahbereichszentrum) entstehen soll, die Realisierung scheiterte aber immer wieder. Andreas Kossiski findet es völlig unverständlich, dass ein so großer Bereich aus alter und neuer Bebauung immer noch ohne die erforderliche Infrastruktur ist. Gerade das Einkaufen von Kleinigkeiten vor Ort, ein Bereich mit Aufenthaltsqualität im Veedel zum Kaffee-Trinken usw. verringert Autoverkehr und stärkt die sozialen Kontakte in der Nachbarschaft. Er weist darauf hin, dass die SPD im Wahlprogramm zur Kommunalwahl äußerst großen Wert darauflegt, dass die Veedel aufgewertet werden müssen.

Weiterhin wird angesprochen, dass die Ämter der Kölner Verwaltung bei der Planung des Veedels-Zentrums nur unzureichend miteinander an einem städtebaulichen Gesamtkonzept gearbeitet haben. Auch hat es seitens der Stadt -trotz vieler Bemühungen der Rodenkirchener SPD- keine ausreichende Abstimmung zum Städtebau mit dem kooperationsbereiten Grundstücksnachbarn Diakonie gegeben. Andreas Kossiski wird als Oberbürgermeister die Verwaltung anders arbeiten lassen als bisher. Projekte wie das Veedels-Zentrum Michaelshoven müssen als städtebauliche Gesamtplanung von einer Projektleitung mit entsprechenden Mitarbeitern aus den einzelnen Ämtern realisiert werden.

Sechster Stopp war die Fuhrwerkswaage am Sürther Bahnhof

Die Probleme des Kunst-Raums wurden mit den Verantwortlichen angesprochen.

Timon Marland, SPD-Kandidat für die Bezirksvertretung, erklärte, dass die Fuhrwerkswaage eine wichtige kulturelle Institution im Kölner Süden sei. Die SPD wird sich stark dafür einsetzen, dass sie erhalten bleibt.

Letzter Stopp war der Sürther Markt

Auch dort wurde Andreas Kossiski von Bürgern und Mirko Hertel, SPD-Kandidat für die Bezirksvertretung, zu verschiedensten Punkten angesprochen. Er betonte, dass er sich auf dieser „Streife“ nur einen Überblick verschaffen kann, dass er aber wiederkommt und sich dabei gezielt mit einzelnen Themen beschäftigen möchte.

 

Surther Feld 200619

 

Tor zum Rhein 200619