Stadt Köln informiert:

Überblick über bereits umgesetzte Maßnahmen und Ausblick

66 Foto Hohenstaufenring - Vorher
© Stadt Köln Hohenstaufenring – Vorher
Auf den Kölner Ringen wurden in den letzten drei Jahren rund 4,5 Kilometer neue Radverkehrsanlagen umgesetzt. Im Rahmen einer Fahrradtour über einen Teilabschnitt zwischen Ulrichgasse und Ehrenstraße hat die Stadt Köln am heutigen Dienstag, 20. Oktober 2020, die wesentlichen Planungsaspekte der bisher umgesetzten Maßnahmen an vier Haltepunkten erläutert und einen Ausblick über bevorstehende Lückenschlüsse gegeben, die in 2021 umgesetzt werden sollen:
  1. Station: Ulrichgasse
  2. Station: Fahrradstraßenachse Am Duffesbach
  3. Station: Barbarossaplatz
  4. Station: Querung Ehrenstraße
  5. Station: ehemaliger freilaufender Rechtsabbieger Roonstraße
Ulrichgasse In der Ulrichgasse ist in 2017 im Zuge des Radverkehrskonzeptes Innenstadt in beiden Richtungen eine eigene Spur für Radfahrende eingerichtet worden. Erstmalig in Köln ist eine gesamte Autospur in einen 2,50 Meter breiten Radfahrstreifen umgewandelt worden. Dabei sind auch die Querbeziehungen berücksichtigt worden. So wurden alle in die Ulrichgasse mündenden Einbahnstraßen geöffnet und mit vorgezogenen Aufstellflächen ausgestattet. In 2018 begonnen und in 2019 fertiggestellt wurde der zweite Bauabschnitt der Maßnahme, der unter anderem die Einrichtung 2,50 Meter breiter Radfahrstreifen auf weiten Teilen des Sachsenrings und die Einrichtung von Schutzstreifen auf der Vorgebirgstraße umfasste. Der Fokus der Maßnahme lag auf der radverkehrsfreundlichen Umgestaltung des Knotenpunktes Sachsenring/Ulrichgasse, der im Zuge einer aufwändigen Ampelerneuerung mit indirekten Linksabbiegern für Radfahrende aufgerüstet wurde. In 2020 wurden an mehreren Stellen in der Ulrichgasse neue Grünpfeile für den Radverkehr installiert. Diese ermöglichen Radfahrenden ein vorsichtiges Abbiegen auch bei einem roten Ampelsignal. Für 2021 ist geplant, die Radverkehrsführung auf der Ulrichgasse in Richtung Stadtzentrum zu verlängern.
66 Foto Hohenstaufenring - Ist-zustand
© Stadt Köln Hohenstaufenring – Nachher Fahrradstraßenachse Am Duffesbach Im März 2020 hat die Verwaltung der Bezirksvertretung Innenstadt eine Vorlage vorgestellt, nach der die Querung der Fahrradstraßenachse Am Duffesbach/Am Weidenbach über die Kölner Ringe optimiert werden soll. Die Bezirksvertretung hatte dem Vorhaben einstimmig zugestimmt. In 2021 soll die entsprechende Planung umgesetzt werden. Dabei entfällt die Fahrbeziehung für linksabbiegende Autos aus dem Duffesbach in den nördlichen Salierring gänzlich. Indirekte Linskabbieger und vorgezogene Aufstellflächen für den Radverkehr sollen eingerichtet werden, ehe in den kommenden Jahren die Umwidmung der Ringe-Querachse zur Fahrradstraße umgesetzt wird. Auf der Ringe-Achse selbst werden in diesem Zuge durch die Verlängerung der 2,50 Meter breiten Radfahrstreifen rund 500 Meter Lücke zwischen Barbarossaplatz und Sachsenring geschlossen. Barbarossaplatz/Roonstraße Anfang Oktober 2020 wurden in nördlicher Fahrtrichtung der Ringe zwischen „Neue Weyerstraße“ und Friedrichstraße (Anschluss Pilotstrecke) und in südlicher Fahrtrichtung zwischen Zülpicher Platz und Roonstraße neue, bis zu 2,50 Meter breite Radfahrstreifen eingerichtet. Erstmalig wurden hierbei in Köln Liefer- und Taxistreifen in Mittellage einrichtet. Im Zuge der Maßnahme sind 31 Kurzzeitparkplätze zugunsten von Flächen für Laden/Liefern und Fahrradparken entfallen. Mitte Oktober wurde der freilaufende Rechtsabbieger vom Hohenstaufenring in die Roonstraße zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Fuß- und Radverkehr abgepollert und eine Aufstellfläche vor dem Barbarossaplatz markiert. Pilotstrecke In 2018 wurde die Pilotstrecke auf dem Hohenstaufenring eingeweiht. Auch hier wurden weitgehend 2,50 Meter breite Radfahrstreifen unter Umnutzung der rechten Autofahrspur eingerichtet. Das Prinzip der Umwandlung von Kurzzeitparken in Lade-/Lieferzonen und Flächen für Fahrradparken hatte sich hier erprobt. Es entfielen 48 Stellplätze. Sukzessive wurden die alten baulichen Radwege in den Nebenanlagen zurückgebaut, um mehr Platz für den Fußverkehr zu schaffen. Mit dieser Maßnahme wurde die Reduzierung des Tempolimits auf 30 Stundenkilometer auf allen weiteren Abschnitten der Kölner Ringe initiiert. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Pilotstrecke wurde das Prinzip auf weitere Straßen übertragen. In 2020 wurden die Radfahrstreifen der Pilotstrecke bis an die bestehende Baustelle auf Höhe des Rudolfplatzes verlängert. Querung Maastrichter Straße In 2017 wurde ein neues Ampelsignal für Radfahrende auf der Querachse Ehrenstraße/Maastrichter Straße installiert, um eine direkte Querung zu ermöglichen. Zuvor mussten Radfahrende einen Umweg über die Fußgängerampel in Kauf nehmen. Noch in 2020 wird ein 2,50 Meter breiter Radfahrstreifen in nördlicher Fahrtrichtung zwischen Rudolfplatz und Ehrenstraße eingerichtet, der Konflikte zwischen Radverkehr und Fußverkehr sowie Radfahrenden untereinander an der Einmündung der Ehrenstraße entschärfen soll. In 2021 sollen die Gegenrichtung und der anschließende Abschnitt bis Am Kümpchenshof radverkehrsfreundlich umgestaltet werden. Auch hier werden zahlreiche Kurzzeitparkplätze zugunsten von Lade-/Lieferzonen sowie Flächen für Fahrradparken entfallen. Die baulichen Radwege in den Nebenanlagen sollen sukzessive zurückgebaut werden. (Text und Fotos Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)