Staffelübergabe am Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg
Christine Tharra kehrt als Schulleiterin zurück an alte Wirkungsstätte

„In gewisser Weise komme ich ja nach Hause.“, beschreibt Christine Tharra ihre Vorfreude auf die neue Aufgabe als Schulleiterin des Alfred-Müller-Armack-Berufskollegs. Hier in Köln-Zollstock hat die 45jährige Oberstudiendirektorinbereits ihr Referendariat absolviert und später lange Jahre die vollzeitschulischen Bildungsgänge verantwortet.

„Die Herausforderungen sind riesig“, sagt sie mit Blick auf eine ständig sich verändernde Schullandschaft, und ergänzt: „Da ist es gut, dass mein Vorgänger ein bestelltes Feld überlässt. Horst Neuhaus hatte die Schule zuvor 13 Jahre lang geleitet. In seine Zeit fielen die Aufnahme des Unterrichtsbetriebs in einem großen Neubau, der Neubau einer Sporthalle sowie die Sanierungen des Altbaus, einer weiteren Sporthalle und der Aula, mit der die Schule nun über einen modernen Veranstaltungsraum verfügt. „Aber nicht nur die Räumlichkeiten sind quasi neu, auch die digitale Ausstattung unserer Klassenräume sucht in Köln seinesgleichen“, schwärmt Tharra.

Und in der Tat: Die digitale Infrastruktur lässt vorerst keine Wünsche offen. Flächendeckendes WLAN für Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte Kollegium, moderne Touchpanels statt Tafeln und der Unterricht in iPad-Klassen schaffen beste Voraussetzungen für den Unterricht 4.0.

Doch auch beste Voraussetzungen bleiben eben Voraussetzungen, die man nutzen muss, um die Bildungsangebote eines Berufskollegs an die Ansprüche der Berufswelt von morgen anzupassen, das weiß auch Tharra. Deshalb macht sie sich mit Ihrem Team auf den Weg, die Ziele der Schule für das Jahr 2030 neu zu definieren. „Als erstes wollen wir daran arbeiten, dass der Weg über das Berufskolleg als erste Möglichkeit wahrgenommen wird, um sich optimal auf die Jobs der Zukunft vorzubereiten. Hierzu müssen wir Angebote schaffen, an denen niemand vorbeikommt“, gibt Tharra die Leitidee vor. „Ich bin überzeugt, mit meinem jungen und hochmotivierten Kollegium überzeugende Alternativen zu den bekannten Schulformen anbieten zu können, wenn es um die Abschlüsse Abitur, Fachabitur oder die Fachoberschulreife geht. Auch für die duale Ausbildung sowie die berufliche Weiterbildung wollen wir erster Partner bei Ausbildungsbetrieben und Berufsabsolventinnen und -absolventen bleiben“, so Tharra.