Ich bin gegen die Einführung des kostenpflichtigen Bewohnerparkens in Bayenthal, weil das nur zu Verdrängung des parkenden Verkehrs in Richtung Raderberg, Raderthal und Marienburg führt. In der Südstadt hat sich der Parkdruck nach Einführung des Bewohnerparkens nicht verringert, ganz im Gegenteil. Einen Anspruch auf einen Parkplatz gibt es auch mit dem Bewohnerparken nicht. 

Bayenthal ist heute ein Veedel mit dörflichem Charakter. Die Bewohner schätzen dies. Dort gibt es vornehmlich 1-2 Familienhäuser. Die Familien und deren Besucher parken kostenfrei vor dem Haus. Ein Parkplatzmangel im Wohnvierte von Bayenthal gibt es derzeit nicht. Weder in der Cäsarstraße, noch in den Seitenstraßen der Hebbelstraße. Lediglich im Bereich der Geschäftsstraßen, der  Goldsteinstraße und Richtung Alteburger-, und Rheinuferstraße wird es eng.

Eine Antwort auf die Frage wo dann die Familienmitglieder der Anwohner zukünftig ihre Autos kostenlos parken sollen gibt es nicht. Ungeklärt bleibt auch, wie die zahlreichen Beschäftigten der Büros zukünftig parken sollen. Das „Oval-Office“ entlang der Schönhauser Straße hat schon jetzt für die eigenen Mitarbeiter der Büros viel zu wenig Stellplätze. Außerdem sollen infolge des Rückbaus der Bonner Straße einige hundert Parkplätze ersatzlos wegfallen. Mit dem Bau neuer Wohnquartiere (Welle-Areal) sind leider insgesamt viel zu wenige Tiefgaragenplätze eingeplant. Der Schlüssel von 1:1 ist viel zu gering. Auf dem Areal werden aber auch Geschäfte, Kitas und eine Schule geplant. Entlang der Bonner Straße fehlt eine große Tiefgarage für das Quartier. Die Bezirksvertretung hat einen Antrag der FREIEN WÄHLER mit der Forderung nach einer solchen Tiefgarage auf dem Areal mehrheitlich abgelehnt. 

Fakt ist: Die Vernichtung bislang kostenloser Parkplätze dient lediglich dem Ziel, die Bürger durch Parkplatzvernichtung dazu zu zwingen, solchen Maßnahmen zuzustimmen. Für mich ist das staatlich geplante Abzocke! Die Folge wird sein, dass private Parkplatzanbieter wie z.B. entlang der Bahnlinie (Bonner Wall), ihre Preise für Dauerparker drastisch erhöhen werden. Gewerbe und Büros werden abwandern. Infolge falscher politischer Weichenstellungen gegen den Individualverkehr, will die Stadt das Problem jetzt vertuschen! 

Mit freundlichen Grüßen

Torsten Ilg

Kommunalpolitiker FWK
Mitglied der Bezirksvertretung 
Köln-Rodenkirchen