Stellungnahme der SPD-Fraktion in der BV Rodenkirchen zum Wohnpark Bayenthal

In den 70er Jahren wurde auf einem ca. 490.000 qm großem Gelände einer abgerissenen Maschinenfabrik der Wohnpark Bayenthal mit ca. 700 Wohnungen gebaut. Im Zentrum des Wohnparks Bayenthal findet sich nun eine staatliche Parkfläche mit altem Baumbestand, Spielplätzen sowie einem großen angelegten Teich mit Fontänen. Der aktuelle Investor plant auf diesem Gelände den Bau weitere Hochhäuser sowie die Aufstockung mehrerer Häuserblocks bzw. weiterer Anbauten. 

Der Investor wünscht sich eine Baurechtschaffung nach § 34 BauGB, bei der er als Maßstab der baulichen Nutzung und Bauweise als „ nähere Umgebung“ wiederum die eigene bereits verdichtete Grundstücksfläche heranzieht.  

Dazu führt SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Jörg Klusemann aus :„ Durch die zusätzliche Bebauung kommt es zu einer weiteren starken Verdichtung im Wohnpark Bayenthal, welche einen signifikanten Einfluss auf die Umwelt sowie auf die Aufenthaltsqualität für Bürgerinnen und Bürgern hat. Die ansässige Grünfläche muss bestmöglich erhalten bleiben, da sich in den letzten Jahren Baumbestände entwickelt haben sowie zahlreiche Tiere einen Rückzugsraum gefunden haben. Es bedarf somit der Aufstellung eines Bebauungsplans, damit sowohl die Öffentlichkeit als auch die Politik an der Weiterentwicklung des Wohnparks beteiligt werden.“ Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Rodenkirchen setzt sich aktiv für die Schaffung neuen Wohnraums mit gefördertem Wohnungsbau im Stadtbezirk Rodenkirchen ein. Dennoch sieht sie eine Baurechtsschaffung nach § 34 BauGB kritisch und fordert die Verwaltung sowie den Investor auf, für den Wohnpark Bayenthal einen Bebauungsplan aufzustellen. Bürgerinnen und Bürger sowie Politik sollen innerhalb der Weiterentwicklung des Wohngebiets in Bayenthal Beteiligungsmöglichkeiten und Transparenz erfahren.

(Text: PI/SPD/Andre Burghardt)