Bei jedem Eigenheimbesitzer fallen
über die Jahre einige Handwerkerarbeiten
an. Dann sollten Sie schon bei
der Auftragsvergabe direkt an Ihre
Steuererklärung denken. Denn unter
bestimmten Voraussetzungen können
Sie bis zu 20 Prozent auf Handwerkerleistungen
(max. 6.000 EUR)
absetzen. Begünstigt sind nur der
Arbeitslohn einschließlich eventuell in
der Rechnung enthaltener Maschinen-
und Fahrtkosten. Materialkosten
und andere Positionen werden nicht
angerechnet. Die wichtigste Voraussetzung
für die steuerliche Anerkennung
von Handwerkerleistungen ist,
dass Sie den Auftrag als Privatperson
vergeben und dass die Arbeiten in
Zusammenhang mit einer selbst genutzten
Immobilie stehen. Steuerlich
gefördert werden alle Arbeiten zur
Renovierung bzw. Verschönerung
von Räumen oder Grundstücken.
Neubauten sind von der Förderung
der Handwerkerleistungen ausgenommen.
Sie sollten daher erst einziehen,
bevor Sie kleinere Arbeiten
vergeben. Das Finanzamt akzeptiert
Handwerkerleistungen in der Steuererklärung
in der Regel auch dann,
wenn (z.B. bei Wartungsverträgen)
der Anteil der Arbeitskosten aus einer
Anlage zur Rechnung (und nicht
aus der Rechnung selbst) hervorgeht.
Denken Sie daran, dass Sie die Rechnung
überweisen müssen. Das Finanzamt
verlangt außer der Rechnung
auch einen Überweisungsbeleg oder
Kontoauszug, Barzahlung führt zum
Verlust des Steuervorteils.
Werbungskostenabzug für Vermieter
Aber nicht nur die Investitionen in
die selbstgenutzte Immobilie führen
zu Steuerermäßigungen, auch die
Investitionen in eine angeschaffte
Immobilie mit Vermietungsabsicht
haben steuerliches Sparpotential. Die
im Laufe der Vermietung anfallenden
Aufwendungen für Instandhaltungen
und Modernsierungen sind als Werbungskosten
abzugsfähig, wenn Sie
einige Besonderheiten beachten.
So dürfen Sie in den ersten 3 Jahren
keine überhöhten Instandhaltungen
durchführen. Übersteigen die Instandhaltungen
in dieser Zeit 15 Prozent der
Anschaffungskosten ist ein sofortiger
Werbungskostenabzug nicht möglich
und die Instandhaltungskosten sind
lediglich über eine Nutzungsdauer
von 50 Jahre abzuschreiben. Nach
Ablauf der 3 Jahre sollten Sie darauf
achten, dass größere Baumaßnahmen
in den drei Kernbereichen Heizung-,
Sanitär- und Elektroinstallation
nicht in einem zeitlichen Zusammenhang
durchgeführt werden, da es
sich auch dann um nachträgliche
Herstellungskosten handeln kann. Bei
guter Planung können jedoch die Instandhaltungen
zu erheblichen Steuerermäßigungen
führen, so dass Sie
den Gebrauchswert der Immobilie
mit staatlicher Unterstützung erhalten
bzw. erhöhen.