Es lebt sich ruhig in Sürth. Man trifft immer nette entspannte Leute, es gibt (meistens) problemlos Parkplätze, die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist gut. Was aber die wirklich besondere Lebensqualität ausmacht hier im Süden ist die Sürther Aue. Besonders wenn man leidenschaftliche Joggerin ist, so wie ich. Die Aue teilt man sich in der Regel mit Spaziergängern, Radfahrern und Hundebesitzern, aber ganz früh morgens, da hat man sie ganz für sich alleine. Der Frühnebel verzieht sich so langsam, die ersten Sonnenstrahlen kämpfen sich durch. Wunderbares Morgenlicht fällt durch die noch belaubten Baumkronen. Jetzt im späten Herbst friert es nachts schon manchmal und die Nähe zum Rhein, die feuchte Luft, spinnt feinste Netze auf Wiesen und Blätter. In der kalten Luft sieht sogar die Skyline des Godorfer Hafens und Wesselinger Industriegebiets irgendwie romantisch aus.
Und dann einfach lostraben in die vorwinterliche Farbenvielfalt, nichts mehr denken und einfach nur seine Runden drehen. Das ist Leben in Sürth, Leben am (im) Fluss.