„Die Einrichtung muss vorübergehend geschlossen und professionell desinfiziert werden. Angesichts der hohen Miete die die Stadt Köln für die Unterbringung von Obdachlosen in diesem „Wanzen-Hotel“ entrichten muss, ist es mehr als angebracht dass der Hausbesitzer hier schnelle und professionelle Maßnahmen ergreift. Weigert er sich, müssen auch rechtliche Schritte geprüft werden. Bei Bettwanzen ist es nämlich nicht damit getan, irgendwelche Sprays zu verwenden. Die Zimmer müssen von Profis komplett chemisch behandelt werden. In vielen Fällen hilft sogar nur eine aufwändige Hitzebehandlung. Auch müssen die Kleidungsstücke der Bewohner komplett gewaschen und behandelt werden. Ansonsten werden Bettwanzen in jedem Fall erneut zum Problem.“

Bezirksvertreter Torsten Ilg (Freie Wähler) fordert deshalb die Stadt Köln umgehend auf, das Gesundheitsamt und die Schädlingsbekämpferstelle einzuschalten, zumal ein Wanzenbefall umliegender Gebäude nicht ausgeschlossen werden kann.                             Ilg vermutet weitere Versäumnisse der Stadt:

„Wie kann es sein, dass die Stadt Köln mit dem Vermieter keinen Vertrag zur Schädlingsbekämpfung ausgehandelt hat? Warum regelt die Stadt Köln in ihrer Satzung über die „Errichtung und Unterhaltung von Einrichtungen für obdachlose Personen“, nicht auch die Vermeidung von Gefahren, die von übertragbaren Krankheiten und Wanzenbefall ausgehen können? In anderen Kommunen wie z.B. Lindau am Bodensee, kann die Stadt per Satzung jeder Person den Aufenthalt in einer Obdachloseneinrichtung verwehren, wenn dadurch andere Bewohner oder Mitarbeiter in ihrer Gesundheit gefährdet werden. Nicht umsonst ist so ein Befall in Ländern wie Österreich meldepflichtig. Auch stehen Bettwanzen im Verdacht, gefährliche Krankheiten zu übertragen. Sie sind also auch ein Gesundheitsproblem.“ 

So Torsten Ilg in einer aktuellen Pressemitteilung.

www.freie-waehler-köln.de