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Auch das Bürgerhaus Stollwerck (Dreikönigenstr. 23, 50678 Köln, http://buergerhaus-stollwerck.de) ist von der temporären Schließung, die ab heute greift, betroffen.
Die (städtischen) Bürgerhäuser und -zentren sind ab dem heutigen Samstag, dem 14. März, bis inklusive Sonntag, den 19. April 2020, geschlossen.

Der Krisenstab der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am Freitag, dem 13. März 2020, beschlossen, dass die städtischen Museen, die städtischen Bürgerhäuser, die VHS, die Stadtbibliothek sowie die Rheinische Musikschule ab Samstag, 14. März 2020 bis einschließlich 19. April 2020 schließen. Damit finden auch alle Veranstaltungen in den genannten Einrichtungen bis auf weiteres nicht statt. Dies ist eine Maßnahme, um einer Ausbreitung des CoronaVirus weiter vorzubeugen. Der Krisenstab empfiehlt dringend den Trägern vergleichbarer Einrichtungen, sich dem anzuschließen. Sportplätze und Sportanlagen bleiben derzeit noch geöffnet

(Text: Julia Reinhardt - Pressestelle Bürgerhaus Stollwerck)

Mittwoch 12.02.2020 – 20 Uhr

Victoria Helene Bergemann – „Innere Werte kann ich auch nicht“ – Köln-Premiere

Victoria Helene Bergemann, kurz „VHB“, wurde 1997 in einer Kleinstadt im Osten Hamburgs geboren, bis sie 20 Jahre später nach Kiel zog. Sie hat aber dank ihrer selbstgewählten Außenseitigkeit glücklicherweise nur zu wenigen Menschen Kontakt, mit denen sie nichts zu tun haben möchte, wie z.B. dicke Männer in Karohemden.

VHB steht seit Ende 2010 auf Bühnen, war Vizemeisterin im deutschsprachigen U20- Poetry Slam, Schleswig-Holstein Meisterin 2017, dreifache Finalistin der Hamburger Stadtmeisterschaft und mehrfache Halbfinalistin der deutschsprachigen Meisterschaften.

Außerdem ist Victoria Helene Bergemann mehrfache Preisträgerin des Bundeswettbewerbs „lyrix“ für junge Dichter*innen und veranstaltet und moderiert nebenbei selbst Poetry Slams.

Im Herbst 2017 erschien ihre erste Textsammlung „Basti hat behauptet, dass er gehört hätte, wie meine Mutter gesagt hat, dass ihr nicht so viel Dreck reintragen sollt“ im lektora-Verlag, zusätzlich dazu erschienen Bergemanns Texte in vielen Anthologien.

In ihrem ersten Soloprogramm „Innere Werte kann ich auch nicht“, mit dem sie seit

Frühjahr 2018 durch Deutschland tourt, geht es um Wichtiges verschiedener Art, wie z.B. Nacktschnecken, Republiken und Tupperware; um Rollschuhe, Leberwurst und Verbrechensstatistiken geht es aber nicht.

Aber ja, es stimmt – die Zuschauer kommen in den Genuss von ???- und Bibli Bocksberg- Hörspielen in einer diesmal wirklich spannenden Neuinterpretation, und natürlich den gewohnt merkwürdigen, aber fröhlichen Texten von VHB. Außerdem gibt es ein überhaupt nicht individuell auf das Publikum angepasstes Fitnesstraining. Das nervt zwar total, aber die Tragödie hat einen glücklichen Ausgang: es kommen weder Tiere noch Gegenstände zu Schaden.

https://www.facebook.com/victoriahelenebergemann

Donnerstag 13.02.2020 – 20 Uhr

Die Couchies – „Die Drei vom Sofa“ – Köln-Premiere

Die Größe der Bühne ist den drei Ausnahmeswingern Hank Willis, Colt Knarre und Couchy Couch egal.

Ihre Show findet auf dem Sofa statt.

Eng sitzen sie mit Geige, Gitarre und Kontrabass und lassen das Publikum an ihrer Nähe teilhaben.

In der Mitte Couchy Couch mit ihrer unvergleichlichen Stimme.

Fast vergessene Schlager aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts und eigene Songs schießen frech bis verliebt aus den Sprungfedern.

www.diecouchies.de

Am vergangenen Samstag, dem 25. Januar 2020, trafen sich nun zum bereits fünften Mal 600 Zweibeiner und ca. 1400 Vierbeiner zum fünften „Kölner Galgo-Marsch“, der wie auch bereits in den Vorjahren am Bürgerhaus Stollwerck startete, um von dort durch die Kölner City zu marschieren. Der Marsch findet statt, um auf die teils katastrophalen Haltungsbedingungen der spanischen Windhunde (Galgos) und ihrer Leidensgenossen, Podencos, Setter, Bodegueros, Bretonen u.v.a., aufmerksam zu machen, die in Spanien traditionell zur Jagd benutzt werden.

An diesem nasskalten Januar-Wintertag verlief der Marsch durch die Kölner Innenstadt. Kritiker werden dabei nicht müde, anzumerken, man solle doch den Marsch in den Sommer verlegen, die kälteempfindlichen Windhunde mit ihrer fehlenden Unterwolle und mangels Fettgewebe wären sicherlich dankbar…

Nur ist der Sommer keine Option und der Termin des Marsches wurde ja extra auf Ende Januar in den Winter gelegt, weil dann genau auch das Ende der Jagdsaison in Spanien ansteht. Deshalb wurde auch seinerzeit in Spanien der „Welt-Galgo-Tag“ ins Leben gerufen: um besonders an diesem Datum verstärkt auf das Schicksal der oftmals zum reinen Jagd- Werkzeug degradierten Windhunde aufmerksam zu machen. Denn spätestens am „Dia del Galgo“ am 1. Februar ereilt viele der sanften Jagdhunde ein Schicksal, das weitaus schlimmer ist als das oftmals nicht sehr schöne Leben, das sie bis dahin führen mussten: Ihre Jäger entledigt sich ihrer, auf teils üble Art und Weise.

Offiziell sind es etwas 50.000 Galgos (plus weiterer Jagdhunde), die JÄHRLICH von ihren Jägern als nicht mehr jagdtauglich erachtet und damit „überflüssig“ werden. Diese Hunde werden dann oftmals traditionell wie zerlumpte Schuhe „entsorgt“ – auf teils schlimme Art und Weise. Sie werden ausgesetzt, in Schluchten oder Brunnen geworfen, ihnen werden die Beine gebrochen, sie werden in den Bergen ausgesetzt, in entlegenen Gegenden einfach zum Verhungern irgendwo angebunden oder zum „Klavierspielen“ an einem Baum aufgehängt – dem Hund wird dabei ein Strick um den Hals gelegt, dessen anderes Ende so an einen Baum gebunden wird, dass er gerade noch mit den Hinterpfoten den Boden erreicht und um nicht stranguliert zu werden, dann ausbalanciert und auf seinen Hinterbeinen regelrecht tanzt,bis ihn die Kraft verlässt und er sich selbst erdrosselt. Jüngst machte das Schicksal einer Hündin namens Libera (Libby) die Runde in den Windhundkreisen, das einfach nur fassungslos macht. Die Hündin wurde streunenden auf den Feldern entdeckt: klapperdünn und mit einem regelrecht in ihren Hals hineingefrästen Strick um den Hals, der zu einer Handbreiten tiefen Wunde geführt hat. Sie hat augenscheinlich den Strick durchgebissen, mit dem sie ihr ehemaliger Besitzer aufgeknüpft hat. Es war nicht einfach sie zu sichern (per Lebenfalle), die Tierschützer vor Ort kämpfen nun um das Leben der tapferen Kämpferin. Alle hoffen, dass sie es schafft, denn die Halswirbel sind schwer geschädigt, die Blutzirkulation und Atmung funktionieren aktuell nicht wirklich richtig, Libby musste operiert werden. Und einige OPs hat Libera noch vor sich laut jüngsten Einschätzungen der Tierärzte vor Ort. Ein Fall der einfach fassungslos macht.

ABER: In diesem Jahr berichten die spanischen Tierschützer auch, dass es vermehrt zu Abgaben kommt, d.h. dass die Jäger verstärkt ihre Hunde direkt zu den Refugios bringen, anstatt ihnen etwas anzutun. Bei der Auffangstation FBM, der Fundacion Benjamin Mehnert, bei Madrid gelegen, wurden so jüngst 61 Hunde innerhalb von drei Tagen abgegeben. Das bringt nun zwar natürlich auch die Refugios schnell an die Grenzen des Machbaren, aber die Entwicklung darf man schon als guten Fortschritt für die Hunde sehen, derer man sich eben nicht durch die althergebrachten Arten entledigt, sondern sie direkt in die Hände von Tierfreunden übergibt.

Was verbirgt sich hinter der Hunderasse Galgo? Der Galgo ist ein auffälliger Hund von schlanker Statur, mit tiefen Brustkorb und langen dünnen Beinen ausgestattet, dazu einer sehr langen, dünnen Rute. Er wird hauptsächlich für die Jagd von Hasen verwendet, hinter denen er in Zweierformation zu streng aufgestellten Regeln „hinterher geschickt“ wird. Die spanische Jagdsaison läuft dabei von Oktober bis Ende Januar. Leider folgen noch immer zu viele Jäger den alten Traditionen, vermehren ihre Hunde fast wie am Fließband – immer hoffend, den besten, schnellsten Jäger herauszubekommen, der ihm Ruhm und Ehre einbringen soll und dessen Nachkommen sich teuer verkaufen lassen.

Das EU-Land Spanien – immer noch das Lieblings-Urlaubsland der Deutschen – in dem Traditionen hochgehalten, in dem bei vielen Festivitäten Tiere gequält werden: sei es nun beim „klassischen“ Stierkampf, dem „Toro de Fuego“ (Feuerstier) oder dem Ziegenbock, der von einem Kirchturm geworfen wird, um der Gemeinde Glück zu bringen. Und so gibt es auch die durch EU-Subventionen unterstützte Jagd mit dem Galgo. Es geht um viel Geld und dieses wird – wie so oft – auf dem Rücken der Tiere ausgetragen und durch diese verdient.Beim Kölner Galgo-Marsch äußerte die spanische Tierschützerin Maria Teresa Garcia Rodriguez, die extra jährlich zu diesem Demonstrationszug für die Windhunde anreist, und sich im „No a La Caza“ gegen die Jagd und für alle Tiere einsetzt, dass jeder einzelne Tierfreund, der nach Spanien reist, gefordert sei. Es mach Sinn, beim nächsten Spanienurlaub am Urlaubsort Dinge zur Anzeige zu bringen und einfach die Polizei anzurufen, so man von einer tierquälerischen Belustigung auf Kosten eines Tieres erfahren oder diese sehen würde. Sei dies nun ein Stierkampf oder ein Rennen mit Windhunden. Wählen Sie die 112, so sie auf ein Tier in schlechten Zustand stoßen oder eine Tiermisshandlung mitbekommen. Dann nur würde sich eventuell auch in der jeweiligen Gemeinde etwas tun, aus Angst, die Touristen könnten sich an diesen Praktiken stören und würden eventuell ganz wegbleiben!

Die Teilnehmerzahlen des Kölner Galgo-Marsches stiegen seit dem ersten Mal unaufhörlich: aus 150 Teilnehmer auf zwei Beinen im ersten Jahr wurden nun jüngst 600 Zweibeiner (mit ca. 1400 Hunden). Und so werden es immer mehr Tierfreunde – nicht nur in Köln, denen das Schicksal der sanftmütige Jagdhunde nicht egal ist und die den Hunden eine Stimme geben und gegen die unerträglichen Haltungsbedingungen und die massenhafte Entsorgung kämpfen. Denn nur zusammen sind wir stark und dürfen hoffe, etwas zu bewirken für die Situation der spanischen Jagdhunde Galgo, Podenco und Co!

Und so darf sich jeder bereits den Termin für den dann 6. Kölner Galgo-Marsch notieren: Samstag, der 30. Januar 2021 – 12 Uhr – Treffpunkt wie gehabt am Bürgerhaus Stollwerck in Köln!

Last but not least: Ganz wichtig ist uns zu erwähnen, dass auch der 5.te „Kölner Galgo- Marsch“ – wie in den Vorjahren bereits – die tollste Unterstützung überhaupt erfuhr durch das Team der Kölner Polizei, die mit ihrem einfach herzlichen, immer gut gelaunten Einsatz den Marsch sicher und wohlbehütet durch die Kölner Innenstadt geführt hat!

 

Ein dickes Dankeschön an unsere „Freunde und Helfer“ – was wären wir ohne Euch!!!

(Text und Fotos Julia Reinhardt & Maria Teresa Garcia Rodriguez)

 

Mittwoch 22.01.2020 – 20 Uhr

Die ImproVisaToren – „Richard Gere tanzt Shakespeare” – Improshow

7 Jahre, 7 Monate und Eine Woche spielten sie ihr Erfolgsprogramm „Mel Gibson singt Ibsen“!

Jetzt reüssieren die ImproVisaToren endlich mit einer neuen Show: „Richard Gere tanzt Shakespeare“!

Unwiederbringliche Szenen und nie dagewesene Spiele entstehen vor den Augen der Zuschauer. Freuen Sie sich auf Situationskomik, Poesie, Comedy und jede Art von Musik!

Auf Zurufe des Publikums reagieren die ImproVisaToren sofort und setzen die Vorschläge spontan in witzige Szenen, Geschichten und Sketche um.

Sie profitieren von ihren langjährigen Erfahrungen aus zahlreichen Live-Auftritten sowie aus Gala-Shows, Firmen-Events, Messen und Privat-Feiern.

So kreierten und gestalteten sie auch TV-Shows wie z.B. „Frei Schnauze XXL“ auf RTL mit.

Feiern Sie mit den ImproVisaToren jedes Mal aufs Neue eine rauschende Premiere! Monatlich im Stollwerck

http://www.improvisatoren.de

Gutes Leben im Alter Diskussionsreihe mit Melanie Zirves, Uni Köln

Fr, 18. Oktober Fr, 22. November / Fr, 13. Dezember

Beginn: jeweils 15 Uhr

Bereits in der Antike beschäftigten sich große Denker mit dem Phänomen des Alter(n)s. Dies hat sich durch die Geschichte hindurch nicht verändert.

Auch die Frage, was ein glückliches und lebenswertes Alter(n) ausmacht, wurde dabei häufig zu definieren versucht. Wie so oft jedoch ist dabei das, was man lernt und liest, nicht mit dem identisch, dem man im Leben begegnet. Ein gutes Leben im Alter kann so individuell ausgestaltet werden, dass es unmöglich ist, eine theoretische Antwort auf diese Frage zu finden.

Die Diskussionsreihe zum Thema „Gutes Leben im Alter“ geht daher in die nächste Runde! Indem wir uns unter anderem den Themen Psychologie des Alter(n)s und Beziehungen/Freundschaft widmen, freuen wir uns auch in dieser Diskussionsrunde auf einen gemeinsamen und spannenden Meinungs- und Erfahrungsaustausch.

Wo: in Raum 010 (Erdgeschoss/Eingangs-Etage) im Bürgerhaus Stollwerck (Dreikönigenstr. 23, 50678 Köln)