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Wenn der Nacken verspannt ist, ist dies meist mit unangenehmen Schmerzen verbunden. Aber nicht nur das: Betroffene nehmen oft eine ungünstige Schonhaltung ein, die die Entwicklung weiterer Verspannungen im Nacken, in der Schulter oder im Rücken begünstigt. Zusätzlich können z. B.. auch Einschränkungen der Beweglichkeit und Kopfschmerzen auftreten.

Verspannter Nacken: Das passiert im Muskel

Von Muskelverspannungen spricht man, wenn die Grundspannung der Muskulatur („Muskeltonus“) infolge einer dauerhaften Anspannung erhöht ist. Diese Situation kann durch verschiedene Ursachen wie z. B. Fehlbelastung oder Stress ausgelöst werden.

Es kommt zu Durchblutungsstörungen und einer Sauerstoffunterversorgung (Muskelischämie) im Muskel. Zudem werden schmerzauslösende Substanzen freigesetzt und der Abtransport von Abbauprodukten des Stoffwechsels wird beeinträchtigt. Der Muskel selbst reagiert mit einer Verkürzung, wird dabei sehr hart und schmerzt. Die verhärtete Muskulatur reizt zudem die Nervenwurzeln und es werden kleinste Entzündungen (Mikroentzündungen) hervorgerufen. Bleiben Maßnahmen gegen die Verspannungen im Nacken und gegen die Schmerzen aus, können die Beschwerden chronisch werden. Dry Needling hilft Ihnen die Verspannung aufzuheben und der Schmerz verschwindet. Gerne berate ich Sie in meiner Praxis in Köln.

Fachpraxis für med. Ästhetik VitaWell Köln

Kirchstrasse 11, 50996 Köln-Rodenkirchen

Telefon: 02236-5096966

www.vitawell-koeln.de

Hör doch mal die Ruhe

„Es klingeln die Motoren, es dröhnt in meinen Ohren“

…singt Herbert Grönemeyer in einem Lied.

Ich sitze gerade im Flugzeug auf dem Weg in den Urlaub. Es war ein riesiges Geräuschgewusel vor und beim Start. Fluggäste, die fröhlich ausgelassen ihre Plätze einnahmen, Durchsagen der Crew, und dann die Motoren der Boing… Kinder, die weinten als der Flieger abhob, wahrscheinlich auch weil der Druck auf den Ohren plötzlich da war und Schmerzen entstanden – Kinder schaffen das mit dem Druckausgleich nicht immer so leicht.

Gerade habe ich mir meine Kopfhörer aufgesetzt, mit spanischer Musik in Vorfreude auf den Urlaub und bin dankbar, dass ich mit meinen Ohren wunderbar hören kann.

Es gibt mehrere Millionen Schwerhörige in Deutschland, viele alte Menschen weil im Alter die Organfunktionen schlechter werden, aber auch viele Kinder, die taub auf die Welt kommen oder durch Infektionen im Ohr an Hörkraft früh verlieren.

Das Sinnesorgan Ohr ist ein phantastisches Gebilde, individuell – es gibt für jeden Menschen einen eigenen Ohrabdruck, wie der eigene Fingerabdruck – und ich bin froh, daß das Menschenohr seitlich am Kopf angebracht ist.

Wie sähen wir aus, wenn wir wie Heuschrecken die Ohren an den Beinen hätten oder wie bei Eidechsen der Hörapparat im Brustkorb säße? Ja, das passt schon alles wunderbar bei der Gattung Mensch und wenn man sich so den Aufbau eines Ohres anschaut, dann sieht man wie phänomenal unser Körper mit den Organen ausgestattet ist.

Anatomisch betrachtet besteht unser Ohr aus drei Teilen.

Das äußere Ohr besteht aus der sichtbaren Ohrmuschel, über die Schallwellen aufgenommen werden und dann durch den äußeren Gehörgang bis zum Trommelfell geleitet werden. Diese dünne Haut trennt das äußere Ohr vom Mittelohr und wird in Schwingung versetzt, von den ankommenden Schallwellen.

Das Mittelohr muss man sich als Hohlraum vorstellen, der mit Luft gefüllt ist. Drei klitzekleine Knochen, die man wegen ihrer Form Hammer, Amboss und Steigbügel nennt, nehmen die Schwingungen vom Trommelfell auf und leiten sie dann in das Innenohr. Das Mittelohr ist durch einen Gang, den man Eustachische Röhre nennt, mit dem Nasenrachenraum verbunden. Also deshalb hilft es immer bei Druck auf den Ohren den Mund aufzumachen, wie z.B. auch im Flugzeug. Kleine Kinder machen das automatisch richtig, schreien und weinen um den Druck rauszulassen.

Im Innenohr, das gut geschützt ist, befindet sich das eigentliche Hörorgan: die Gehörschnecke. Drei lange eingerollte Kanäle, die an ein Schneckenhaus erinnern. In den Kanälen befindet sich Flüssigkeit. Die Schwingungen aus dem Mittelohr, gelangen also in die Gehörschnecke und erzeugen Wellen in der Flüssigkeit, die angepasst an Lautstärke und Tonlage stärker oder schwächer sind. Die Kanäle sind mit tausenden kleiner Härchen ausgekleidet. Ihre Funktion besteht darin Informationen über die ankommenden Wellen zu filtern und diese dann zum Hörnerv weiterzuleiten. Der Hörnerv gibt sie zum Gehirn, zum Beispiel auch in die Emotionsareale. Daher sind wir in der Lage, vertraute Stimmen wiederzuerkennen.

Auch das Gleichgewichtsorgan befindet sich im Ohr.

Der kleine Anatomieexkurs ist wichtig um zu verstehen, wie wir Ohrenerkrankungen vorbeugen können. Gerade im Sommer und in der Urlaubszeit häufen sich oft epidemieähnlich Infektionen der Ohren durch mögliche Keimbesiedlungen in den Pools. Vorbeugend ist es ganz wichtig:

  • Nicht den Fettfilm der sich im äußeren Gehörgang befindet ständig mit Wattestäbchen zu entfernen! Er schützt uns vor bakterieller Infektion.
  • Nach dem Schwimmen die Ohren nochmal mit Wasser unter der Dusche leicht zu spülen.
  • Wenn schon Ohrenprobleme oder häufige Infektionen bestanden kann eine Tropfenlösung aus Glycerin/ Wasser helfen das Ohr zu schützen.

Ist die Infektion einmal da muss meist schnell ein Arzt aufgesucht werden. Denn wenn das Trommelfell undicht ist, kommt es schnell zu Infektionen des Mittelohres, oft mit hohem Fieber und ausgeprägtem Krankheitsgefühl, aufgrund der bakteriellen Belastung. Der untersuchende Arzt entscheidet dann ob ein Antibiotikum gegeben werden muss.

Mal weg von der Krankheit jetzt wieder hin zu Tönen und Geräuschen, die wir hören. Eine Freundin sagte vor kurzem nach ihrem Umzug in eine ganz ruhige Wohngegend: „weißt du wie schön dass ist, dass ich jetzt auch mal Ruhe hören kann“.

Ich schaute sie an und musste zunächst lachen aber da ist ja was Wahres dran.

Gerade im Urlaub hat man fernab von den gewöhnlichen Geräuschbelastungen die Muße, bewusst zu hören und auf Stille zu achten. Das entspannt ungemein und ist für die Ohren eine Wohltat.

Probier es mal aus. In den Bergen, am Meer, im Wald… Es gibt viele Orte wo Du Ruhe hören kannst. Und dann mal einzelne Geräusche wahrnehmen, ganz bewußt: Vogelstimmen, Meeresrauschen… 
Tue was, um das Feintuning Ihrer Ohren zu trainieren.

Hör doch mal die Ruhe

Ich wünsche Dir eine erholsame Zeit, insbesondere auch für die Ohren.

Herzlichst

www.diegrossstadtaerztin.de

Dry Needling

In unserer Praxis wenden wir das Dry-Needling vor allem bei der Behandlung von Schmerzsyndromen, in der Sportphysiotherapie und der orthopädischen Rehabilitation an. Dry-Needling ist eine wirksame Ergänzung zur manuellen Triggerpunkt-Therapie.

Bei dieser Methode wird eine dünne sterilen Akupunktur-Nadel ohne Medikament (deshalb der Name dry = trocken) präzise in den Triggerpunkt gestochen, welcher für die aktuellen Beschwerden verantwortlich ist. Der Nadelstich regt die Sauerstoffversorgung der verspannten Muskelfasern und der Faszien wieder an, senkt die Entzündungsreaktion, verbessert die Durchblutung und löst so die Verspannung dauerhaft und nachhaltig.

Dry Needling (trockenes Nadeln) ist eine sehr wirksame Form der Triggerpunkt-Therapie. Behandelt werden myofasziale Triggerpunkte und Faszien, indem mit einer sterilen Akupunktur-Nadel punktgenau in den Triggerpunkt gestochen wird. Die Behandlung mit den Akupunkturnadeln beseitigt die Störungen im Energiefluss des Körpers, die sich auf die Körperfunktionen auswirken. Durch den Nadelstich wird die Sauerstoffversorgung der verspannten Muskelfasern und der Faszien wieder angeregt, die Entzündungsreaktion geht zurück und die Durchblutung verbessert sich. So werden Verspannungen nachhaltig gelöst.

Fachpraxis für med. Ästhetik VitaWell Köln

Kirchstrasse 11, 50996 Köln-Rodenkirchen

Telefon: 02236-5096966

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Dr.Karin Müllerinformiert

Ver’Darm’t nochmal – wenn Essen zur Qual wird…

Mein heutiger Blog entsteht gerade in meiner zweiten Heimat auf Mallorca. Ich sitze auf meiner Terrasse mit einem phantastischen Blick auf das Meer. Die tiefblaue Farbe des Wassers zieht meinen Blick magisch an und ich muss aufpassen, nicht weg zu träumen.

Die vielfältigen Meeresbewohner können Tag für Tag unsere Gaumen verwöhnen. Hier kann der Fisch fangfrisch gekauft werden und wenn man Lust hat kommt jeden Tag etwas anderes, leckeres Fischiges kulinarisch auf den Tisch. Alternativ läßt du dich sich in den zahlreichen Küstenrestaurants verwöhnen.

In einer schmackhaften Paella hat man direkt ein Allerlei auf dem Teller. Muscheln, Riesengarnelen, Tintenfisch werden in dem Reisgericht serviert oft auch kombiniert mit Huhn und spanischer Chorizo, grünen Bohnen und Erbsen – in weißem oder schwarzem Reis geköchelt.

Wie lecker!!! Oder wie der Spanier sagt: Sabe rico!!!

Und wie ärgerlich ist das denn, wenn man ein paar Stunden später nicht schlafen kann, weil der Darm spinnt und Achterbahn fährt, unsere Verdauung gestört ist, Krämpfe und Völlegefühl einen plagen und man die halbe Nacht eventuell auch noch auf der Toilette verbringen muss. Wer hat das schon einmal erlebt? Die Ursachen dafür können vielfältig sein.

Unser Verdauungstrakt benötigt zur Verarbeitung der zugeführten Nahrungsmittel fein abgestimmt Enzyme und andere Stoffe, die oftmals nicht ausreichend gebildet werden.

Die Bauchspeicheldrüse z.B. ist so ein Enzymgenerator. Sie produziert zum einen Insulin um den Blutzucker im Körper im Lot zu halten und zum anderen ein Enzym namens Pankreaselastase.

Dieses Enzym wird in der inaktivierten Form an den Dünndarm, der kaum vorstellbar – 5-6 m lang in unserem Bauch zusammengerollt liegt – abgegeben, dort aktiviert und ist dann bereit insbesondere die Aminosäuren also die Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate aus der aufgenommenen Nahrung zu spalten.

Bei Zufuhr eiweißreicher Lebensmittel wie Fisch und auch Fleisch kann es, bei fehlender bzw. nicht ausreichender Produktion des Enzyms Pankreaselastase zu Verdauungsstörungen kommen und insbesondere ein plötzlicher Durchfall auftreten.

Nachtruhe vorbei- was war da in der Paella! Nein… es ist nicht immer was im Essen, was man nicht vertragen hat, weil es über dem Verfalldatum war.

Und Nein… es muss auch nichts Schlimmes an der Bauchspeicheldrüse sein.

Im heutigen Ernährungsurwald mit den verschiedenen Kostformen oder Diäten wie Low Carb, Paleo, Vegan, vegetarisch…, die in Büchern, Foren und Blogs empfohlen werden, geht es meistens darum aufzuzeigen, wie man am besten Gewicht verliert. Leider ist unser Verdauungssystem mit den einseitigen Ernährungsvorgaben oftmals total überfordert wodurch es zur Unverdauung kommen kann. Was ist also richtig für mich? Was tut mir gut? Mit welchem Essen fühle ich mich wohl?

Individualität ist angesagt, nicht auf jeden Zug aufspringen, keine Einseitigkeit im Essen propagieren, denn das kann ebenfalls auf Dauer zu Unverträglichkeiten führen.

Mein präventiver Tipp, um Verdauungssäfte zu fördern ist der Verzehr von Bitterstoffen. Artischocke, Chicorée, Endivie, Radiccio, sind Beispiele für Lebensmittel mit hohem Bitteranteil. Bittertropfen greifen als Aperitivschnäpschen vor den Mahlzeiten und sind eine Alternative. Auch kann ein Frischpresssaft z.B. aus Artischocken getrunken werden. Zu bedenken ist, dass man es immer als Kur anwenden muss, denn es braucht eine Zeit bis die eigene Verdauungssaftproduktion wieder in Gang kommt. Tropfen und Säfte von verschiedenen Anbietern sind erhältlich in Apotheken und auch Reformhäusern.

Bei länger andauernden Beschwerden heißt es aber ab zum Arzt.

Es ist immer wichtig zu wissen, daß eine Organgesundheit besteht. Eher selten sind die Symptome die im Laufe eines Lebens im Körper signalisieren, dass etwas nicht stimmt einer schlimmen Erkrankung zugeordnet. Und wenn, dann ist eine frühe Erkennung wichtig, um heilend eingreifen zu können.

Die schulmedizinisch zu recht empfohlene Darmspiegelung wird als Krebsprävention von den gesetzlichen Krankenkassen ab dem Alter von 55 Jahren bezahlt. Sie ist zur Entdeckung von Polypen, Divertikeln, gutartigen und bösartigen Tumoren auf jeden Fall wichtig.

Wie gesund ist mein Darm?
Er ist unser größtes Organ (ca. 450m² Oberfläche)!!! 
Also her mit der Aufmerksamkeit.

In meiner Praxis empfehle ich die Stuhlanalyse als “Gesundheitscheck-Darm“ all meinen Patienten. Bei Reizdarm, hoher Infektanfälligkeit, beruflichem Stress, Allergiebelastung, Asthma und anderen chronischen Belastungen sowie auch bei Depressionen ist eine Stuhlanalyse wichtig, um Erkenntnisse zu ziehen und dann gezielt zu behandeln.

  • Die gesunde Darmflora sollte als sogenannte Bakterienpolizei im ausgewogenen Verhältnis zu der immer im Darm vorkommenden Fäulnisflora stehen. Gute Darmbakterien kann man als Kur einnehmen.
  • Es dürfen keine wuchernden Darmpilze vorhanden sein.
  • Die Verdauungsrückstände können geprüft werden, um zu sehen ob Leber und Galle als Verdauungsorgane funktionieren.
  • Die Intaktheit der Darmschleimhaut kann über bestimmte Marker gemessen werden, um herauszufinden ob ein Leaky gut ( übersetzt: löchriger Darm ) vorliegt. Dann fehlt uns der Schutz vor toxischen Stoffen und Krankheitserreger werden nicht eliminiert.
  • Die Pankreaselastase kann bestimmt werden und es muss nicht unbedingt direkt eine Bauchspeicheldrüsenentzündung vorliegen, wenn zu wenig Elastase produziert wird.

Fehlt diese, so gibt es Präparate um das Leck zu stopfen. Pankreasenzyme, täglich zu den Mahlzeiten eingenommen können vor Darmalarmschützen. Wichtig jedoch ist zu wissen, dass die Enzyme im Dünndarm nur wirken können, wenn der aus dem Magen kommende saure Nahrungsbrei im Dünndarm durch Natriumhydrogencarbonat neutralisiert wird.

Oh je – soviel kompliziertes Darmwissen. Wie unsere Organe so funktionieren oder auch gestört werden können, das ist schon beachtlich. Sei es Dir stets wert, Gesundes zu essen und achte darauf, was im Körper passiert, um entsprechende Symptome rechtzeitig zu behandeln bzw. ärztlich abklären lassen.

Damit es im nächsten Urlaub wieder heißt:

Her mit der Paella! Und anderen leckeren Köstlichkeiten!

Herzlichst
www.diegrossstadtaerztin.de

Nur wer zur rechten Zeit gründlich putz, Übergänge und Zwischenräume nicht vergisst, an die Zunge denkt und regelmäßig zum Zahnarzt geht, kann auch im hohen Alter gesunde Zähne haben. Eine richtige Ernährung, wenig Zucker und Säure unterstützt ein gutes Zahnbild. Doch im Alter können körperliche Belastungen, Alterungsprozesse, hormonelle Veränderungen, Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme einen Einfluss auf Zahn und Mundhöhle haben, die man nur schwer beeinflussen kann. Ein guter Zahnarzt hilft. Er achtet auf den Zahnstatus und seine Entwicklung, auf Füllungen und Zahnstein. Die Krankenkasse übernimmt dafür sogar die Kosten.  Eine professionelle Zahnreinigung, kann auf Anfrage auch geleistet werden. Das böse Wort Karies, also Löcher in den Zähnen haben nicht nur Kinder. Gerade Senioren, haben oft freiliegende Zahnhälse, dadurch entsteht ein gewisses Risiko an Wurzelkaries. Auch sollte im Alter auf Parodontitis geachtet werden, die ersten Hinweise sind Zahnfleischbluten. Durch Parodontitis zieht sich das Zahnfleisch immer weiter zurück und Zähne fangen an sich zu lockern. Das geschieht durch eine Zahnfleischentzündung, welche durch Bakterien entstehen. Die Ursache sind Zahnbeläge.

Darum ist das A und O, gutes putzen. Für eine gute Mundhygiene sollte man mindestens zwei Mal am Tag, besonders abends, zur Bürste greifen. Die Faustregel besagt, Minimum 3 Minuten sollte man von rot nach weiß putzen. Nach dem Verzehr von sauren oder süßen Lebensmitteln ist es ratsam eine halbe Stunde zu warten. Durch Speisen, wie z.B. Äpfel, Organen oder einem Glas Rotwein wird der Zahnschmelz für eine kurze Zeit weich und kann mit einer Bürste beschädigt werden. Eine mittlere Bürstenstärke ist also mehr als ausreichend und sollte spätestens alle drei Monate ausgetauscht werden. Immer empfehlenswerter werden elektrische Zahnbürsten, diese sind handlich und reinigen dadurch gründlicher. Besonders für Senioren ein klarer Vorteil. Möchte man alles 100% richtig machen und alle Ecken und Zwischenräume erreichen, sollte man täglich Zahnseide oder Zwischenraumbürsten verwenden. Diese entfernen auch die letzten Speisereste oder Beläge. Nun noch eine gute Zahnpaste oder Gel, die durch Fluorid den Zahnschmelz stärkt und Karies verbeugt und schon sind die ersten Vorsorgemaßnahmen gemacht.

Ein unangenehmes Thema ist Mundtrockenheit, gerade bei sehr alten Menschen spielt es eine immer größer werdende Rolle, darum merken diese oft nicht, wenn etwas zwischen den Zähnen klemmt. Das ist unangenehm und ist neben dem Risiko die Grundlage für Mundgeruch. Ausreichend trinken, knackiges Gemüse knabbern oder zuckerfreie Kaugummis kauen, bringt klare Vorteile und regt die Speicheldrüse an. Produkt-Empfehlungen erhält man bei einem guten Zahnarzt oder in der Apotheke.

Durch eine sorgsame Hygiene erspart man sich einige Schmerzen oder Probleme und oft eine spätere Prothese. Investieren Sie die Zeit in sich und er Körper, in diesem Fall die Zähen werden es Ihnen danken. (Dieser Bericht wurde geschrieben von 3 Monats- Praktikantin Eva Loosen, der Medienschule Köln)

 

Dr. Karin Müller informiert

Denkst Du noch oder schläfst Du schon?

Kennst Du das? Du stehst wie jeden Morgen in der Woche zeitig auf, naja vielleicht nochmal kurz auf die Schlummertaste gedrückt aber dann raus aus dem Bett! Und weißt schon – heute geht es ab. Viiieeel zu tun!!!! Ganz normal, wenn man dann auch schon beim Frühstück an den Abend denkt und sich darauf freut, wieder in der Horizontallage zu liegen und zu schlafen.

Der Tag war auch wirklich gut ausgefüllt durch die Arbeit. Super, wenn Du vielleicht auch beim Sport warst oder am Abend noch eine andere Freizeitaktivität für Dich im Programm hattest.

Und dann bist Du zu Hause, bist todmüde und fällst ins Bett und…

…schläfst nicht ein. Drehst dich von einer Seite auf die andere, wälzt dich von rechts nach links aber es funktioniert nicht.

Vielleicht gehen dir viele Gedanken durch den Kopf, über den vergangenen tag, über das was morgen ist, über das Wochenende und was du noch alles erledigen musst bis dahin.

Dabei willst du nicht an irgendetwas denken sondern nur schlafen, denn morgen ist ja schon heute und der Wecker ist erbarmungslos und nicht zu betören.

Stop!!!! Finde für Dich das richtige Ritual!

Es kann z.B. sein, auch wenn Du keinen Hunger verspürst, dass Du, je nachdem wann du zu Abend gegessen hast, in einer leichten Unterzuckerung bist. Das hält Dich ungewollt wach.

Dann hilft:

Aufstehen und

  • etwas Wasser trinken
  • ein kleines Stück Vollkornbrot essen, ein Stück Schokolade, oder eine Reiswaffel oder ähnliches.
  • Kurz Zähneputzen und dann wieder ins Bett.

Wenn Deine Gedanken kreisen und du das durchbrechen willst dann mache Folgendes:

Bewusst atmen

  • Nimm dir einen Daumen und umgreife ihn mit den Fingern der anderen Hand. Dann atmest du 7mal aus und ein und hältst den Daumen dabei fest.
  • Mache das gleiche mit dem Zeigefinger der gleichen Hand- wieder 7mal aus,- und einatmen.
  • Dann mit dem Mittelfinger, Ringfinger, Kleinfinger.
  • Wechsele über zur anderen Hand und wiederhole dort die 7 Atemzüge pro Finger.
  • Achte darauf, dich auf den Atem zu konzentrieren – atme langsam und bewusst.

Diese Übung ist besonders wirkungsvoll denn du beruhigst Dich über die Akupunkturendpunkte an den Fingern und nimmst einen positiven Einfluss auf Deine inneren Organe. Auf die Lunge, das Herz, die Nieren und den Darm.

Schlafforscher sind der Meinung, dass 7-8 Stunden Schlaf optimal sind. Aber hier gibt es keine Regeln, die Individualität ist entscheidend. Wer schon lange unter Schlafstörungen leidet sollte das auf jeden Fall ärztlich abklären lassen. Es können auch andere Ursachen als das Gedankenkarussell oder die Unterzuckerung vorliegen.

Verschreibungspflichtige Schlaftabletten sind keine Lösung, denn sie machen auf Dauer abhängig.

Es kann jedoch sein, dass bei ausgeprägten Schlafstörungen ein Hormon fehlt, das Melatonin. Die Einnahme ist sinnvoll bei durch den Arzt nachgewiesenem Mangel. Da es rezeptpflichtig ist, musst Du dafür auf jeden Fall den Arzt aufsuchen.

Aus der Naturheilkunde kennt man beruhigende Substanzen, die frei verkäuflich sind und auch echt gut helfen wie z.B.

Baldrian, Melisse, Kamille oder Lavendel.

Diese Substanzen gibt es in verschiedenen Formen als Tee, Tabletten oder auch z.B. als Spray für den Raum oder das Kissen. Hier musst Du aber unbedingt auf Bio Qualität achten.

Natur-und Bioläden haben ein großes Angebot.
Was Du unbedingt wissen musst: Geduld brauchst du schon.
Atemrituale wollen geübt werden.
Tees und Naturstoffe brauchen eine Zeit, bis Dein Körper die wohltuende Wirkung verspürt.

Eine andere Lösung kann noch sein, abends zu meditieren. Es gibt mittlerweile richtig gute Apps zur Meditation.

VORSICHT ! ALKOHOL IST KEINE LÖSUNG !

Alkohol verhilft Dir kurzfristig schnell einzuschlafen. Aber ganz nachteilig ist, dass Du meistens nicht durchschläfst und der Schlaf daher nicht erholsam ist.

Und Alkohol führt in die Abhängigkeit und ist eine der gefährlichsten Krankheiten

Ich wünsche Dir immer einen erholsamen Schlaf und hoffe, dass Du das Denken für immer auf den Tag verschieben kannst!

Herzlichst
www.diegrossstadtaerztin.de

Stärke Deine natürlichen Killerzellen!!!

Ehrlich gesagt fällt es mir immer sehr schwer, den Sommer zu verlassen und den Herbst zu begrüßen. Ich bin ein Liebhaber der warmen Temperaturen und die haben wir nun mal in Deutschland grundsätzlich nicht mehr im Oktober.

Ist der Herbst da, freue ich mich aber auf seit Jahren liebgewonnene, verschiedene Outdoor-Ziele, die ich als ganz besondere Naturoasen empfinde. Auch andere Menschen zieht es an gewisse Orte, wodurch man sie nicht mehr immer als Rückzugsort betrachten kann, um Ruhe zu finden. Aber das ist mir egal, ich freue mich ja immer über den Bewegungsdrang der Menschen, der im Alltag meistens zu kurz kommt.

Gehörst Du zu denjenigen, die zweimal die Woche im Fitnessstudio oder vielleicht sogar noch öfter trainieren. Super, wenn Du die Energie aufbringst und was für deinen Körper tust. Aber das geschieht drinnen, es sei denn du lebst in Los Angeles am Venice Beach.

Was der Körper und insbesondere unser Herz-Kreislaufsystem brauchen, ist die Bewegung in sauerstoffreicher Umgebung. Draußen an der frischen Luft, mit einer regelmäßig ausgeführten, dynamischen Atmung und mit der Möglichkeit, auch noch Sonnenstrahlen auf den Körper zu lassen. Vitamin D tanken! Dazu, durch die Natur, Geist und Seele streicheln.

Ich bin schon immer ein Mensch gewesen, der gerne seine Füße spürt und geht. Wir sind so phantastisch ausgestattet, wir können aufrecht gehen, durch die Doppel-S-förmige Wirbelsäule mit ihren Bandscheiben als Dämpfer und wir stehen auf zwei Beinen, die bis zum Boden reichen.

Das sollten wir nutzen, wo immer es möglich ist. Walking, Joggen oder WANDERN

Ende der 90 er Jahre gab es eine unabhängige Initiative von Marburg ausgehend, die nannte sich Wanderforschung.de. Vorbereitend auf den 1. Gesundheitskongress Wandern 2007 haben die Mitglieder kleine empirische wissenschaftliche Studien zum Wandern erhoben.

Das ist länger als 10 Jahre her und die dort vorgetragenen Ergebnisse haben einen Hype ausgelöst. Immer mehr Wandersteige wurden geschaffen, durch die Alb, die bayrischen Alpen, durch die Eifel, an Rhein und Mosel.

Weil man weiß: Wandern ist gesund und sportwissenschaftlich bewiesen besser für die Gesundheit, als Marathon zu laufen!

Wandern ist mittlerweile ein anerkannter Gesundheitssport, den immer mehr Menschen ausüben und zunehmend auch Jüngere. Besonders beliebt in der Studentengeneration. Weg aus dem Hörsaal – raus in die Natur. Den Kopf frei bekommen. Der einst so verstaubte Seniorensport ist absolut gesellschaftsfähig.

Bezeichnet wird Wandern sportwissenschaftlich als Breitbandtherapeutikum für Körper-Geist-und Seele. Und das zu Recht. Regelmäßiges Wandern ist eine der besten Sportarten. Bis ins hohe Alter durchführbar durch Anpassung des Schwierigkeitsgrades. Regelmäßiges Wandern, so in Studien nachgewiesen, fördert die Gesundheit!!!

  • Training für das Herz,-Kreislauf System
  • Immunstärkung durch Zunahme der Natural Killer Cells
  • Verbesserung der Lungenvitalkapazität (das Volumen, was du einatmen kannst bei einem Atemzug)
  • Abbau von Stress
  • Abbau von Aggressionen
  • Verminderung von Alltagssorgen
  • Förderung der Kreativität des Denkens
  • Förderung der Gedächtnisleistung
  • Reduktion von Depressionen
  • Durchblutungsförderung der Haut
  • Kräftigung insbesondere der Beinmuskulatur und der Knochen
  • Verminderung von Angststörungen (Bergwanderung als Gruppentherapie)
  • Produktion von Glückshormonen in der Natur

und weitere positive Wirkungen, die Du vielleicht schon erfahren hast oder noch erfährst.

Einmal im Jahr- muss ich an die Ahr. Nah gelegen zu Köln, für mich ein ideales Ziel. Der dort gelegene Rotweinwanderweg, über mehrere Terrassen geführt, von Weinort zu Weinort, gibt mir ein großartiges Glücksgefühl. Leichte Anstiege, bei denen man ruhig und gleichmäßig atmen muss um nicht aus der Puste zu kommen, sind ideale Strecken für Stressabbau. Man ist ganz mit sich und der Atmung. Frei im Kopf – man denkt nicht – man tut. Probiere es mal aus. Oben angekommen, genieße ich den Blick ins Ahrtal, auf die Reben der roten Trauben, auf die Färbung der Wälder und bin happy. Weiter bis zum nächsten Weinort.

Für den Beifahrer gibt es dort einen leckeren Wein, der rote Traubensaft schmeckt aber auch sehr gut.

Und dann freue ich mich über die Produktion neuer Killerzellen. Norwegische Forscher haben nämlich herausgefunden, dass man beim Gehen durch die Natur die natürliche Körperpolizei stärkt.

Wann zieht es Dich nach draußen, zum regelmäßigen Wandern? Zum Stressabbau, um die Seele baumeln zu lassen und zur Stärkung des Immunsystems. Dann haben auch Erkältungsviren Probleme Dich zu befallen. Das sind doch tolle Aussichten!

Schöne Herbstzeit

wünscht
Die Großstadtärztin

Weitere Informationen und Berichte auf https://diegrossstadtaerztin.de

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„Es klingeln die Motoren, es dröhnt in meinen Ohren“

…singt Herbert Grönemeyer in einem Lied.

Ich sitze gerade im Flugzeug auf dem Weg in den Urlaub. Es war ein riesiges Geräuschgewusel vor und beim Start. Fluggäste, die fröhlich ausgelassen ihre Plätze einnahmen, Durchsagen der Crew, und dann die Motoren der Boing… Kinder, die weinten als der Flieger abhob, wahrscheinlich auch weil der Druck auf den Ohren plötzlich da war und Schmerzen entstanden – Kinder schaffen das mit dem Druckausgleich nicht immer so leicht.

Gerade habe ich mir meine Kopfhörer aufgesetzt, mit spanischer Musik in Vorfreude auf den Urlaub und bin dankbar, dass ich mit meinen Ohren wunderbar hören kann.

Es gibt mehrere Millionen Schwerhörige in Deutschland, viele alte Menschen weil im Alter die Organfunktionen schlechter werden, aber auch viele Kinder, die taub auf die Welt kommen oder durch Infektionen im Ohr an Hörkraft früh verlieren.

Das Sinnesorgan Ohr ist ein phantastisches Gebilde, individuell – es gibt für jeden Menschen einen eigenen Ohrabdruck, wie der eigene Fingerabdruck – und ich bin froh, daß das Menschenohr seitlich am Kopf angebracht ist.

Wie sähen wir aus, wenn wir wie Heuschrecken die Ohren an den Beinen hätten oder wie bei Eidechsen der Hörapparat im Brustkorb säße? Ja, das passt schon alles wunderbar bei der Gattung Mensch und wenn man sich so den Aufbau eines Ohres anschaut, dann sieht man wie phänomenal unser Körper mit den Organen ausgestattet ist.

Anatomisch betrachtet besteht unser Ohr aus drei Teilen.

Das äußere Ohr besteht aus der sichtbaren Ohrmuschel, über die Schallwellen aufgenommen werden und dann durch den äußeren Gehörgang bis zum Trommelfell geleitet werden. Diese dünne Haut trennt das äußere Ohr vom Mittelohr und wird in Schwingung versetzt, von den ankommenden Schallwellen.

Das Mittelohr muss man sich als Hohlraum vorstellen, der mit Luft gefüllt ist. Drei klitzekleine Knochen, die man wegen ihrer Form Hammer, Amboss und Steigbügel nennt, nehmen die Schwingungen vom Trommelfell auf und leiten sie dann in das Innenohr. Das Mittelohr ist durch einen Gang, den man Eustachische Röhre nennt, mit dem Nasenrachenraum verbunden. Also deshalb hilft es immer bei Druck auf den Ohren den Mund aufzumachen, wie z.B. auch im Flugzeug. Kleine Kinder machen das automatisch richtig, schreien und weinen um den Druck rauszulassen.

Im Innenohr, das gut geschützt ist, befindet sich das eigentliche Hörorgan: die Gehörschnecke. Drei lange eingerollte Kanäle, die an ein Schneckenhaus erinnern. In den Kanälen befindet sich Flüssigkeit. Die Schwingungen aus dem Mittelohr, gelangen also in die Gehörschnecke und erzeugen Wellen in der Flüssigkeit, die angepasst an Lautstärke und Tonlage stärker oder schwächer sind. Die Kanäle sind mit tausenden kleiner Härchen ausgekleidet. Ihre Funktion besteht darin Informationen über die ankommenden Wellen zu filtern und diese dann zum Hörnerv weiterzuleiten. Der Hörnerv gibt sie zum Gehirn, zum Beispiel auch in die Emotionsareale. Daher sind wir in der Lage, vertraute Stimmen wiederzuerkennen.

Auch das Gleichgewichtsorgan befindet sich im Ohr.

Der kleine Anatomieexkurs ist wichtig um zu verstehen, wie wir Ohrenerkrankungen vorbeugen können. Gerade im Sommer und in der Urlaubszeit häufen sich oft epidemieähnlich Infektionen der Ohren durch mögliche Keimbesiedlungen in den Pools. Vorbeugend ist es ganz wichtig:

  • Nicht den Fettfilm der sich im äußeren Gehörgang befindet ständig mit Wattestäbchen zu entfernen! Er schützt uns vor bakterieller Infektion.
  • Nach dem Schwimmen die Ohren nochmal mit Wasser unter der Dusche leicht zu spülen.
  • Wenn schon Ohrenprobleme oder häufige Infektionen bestanden kann eine Tropfenlösung aus Glycerin/ Wasser helfen das Ohr zu schützen.

Ist die Infektion einmal da muss meist schnell ein Arzt aufgesucht werden. Denn wenn das Trommelfell undicht ist, kommt es schnell zu Infektionen des Mittelohres, oft mit hohem Fieber und ausgeprägtem Krankheitsgefühl, aufgrund der bakteriellen Belastung. Der untersuchende Arzt entscheidet dann ob ein Antibiotikum gegeben werden muss.

Mal weg von der Krankheit jetzt wieder hin zu Tönen und Geräuschen, die wir hören. Eine Freundin sagte vor kurzem nach ihrem Umzug in eine ganz ruhige Wohngegend: „weißt du wie schön dass ist, dass ich jetzt auch mal Ruhe hören kann“.

Ich schaute sie an und musste zunächst lachen aber da ist ja was Wahres dran.

Gerade im Urlaub hat man fernab von den gewöhnlichen Geräuschbelastungen die Muße, bewusst zu hören und auf Stille zu achten. Das entspannt ungemein und ist für die Ohren eine Wohltat.

Probier es mal aus. In den Bergen, am Meer, im Wald… Es gibt viele Orte wo Du Ruhe hören kannst. Und dann mal einzelne Geräusche wahrnehmen, ganz bewußt: Vogelstimmen, Meeresrauschen… 
Tue was, um das Feintuning Ihrer Ohren zu trainieren.

Hör doch mal die Ruhe

Ich wünsche Dir eine erholsame Zeit, insbesondere auch für die Ohren.

Herzlichst

www.diegrossstadtaerztin.de

Dr.Karin Müllerinformiert

Ver’Darm’t nochmal – wenn Essen zur Qual wird…

Mein heutiger Blog entsteht gerade in meiner zweiten Heimat auf Mallorca. Ich sitze auf meiner Terrasse mit einem phantastischen Blick auf das Meer. Die tiefblaue Farbe des Wassers zieht meinen Blick magisch an und ich muss aufpassen, nicht weg zu träumen.

Die vielfältigen Meeresbewohner können Tag für Tag unsere Gaumen verwöhnen. Hier kann der Fisch fangfrisch gekauft werden und wenn man Lust hat kommt jeden Tag etwas anderes, leckeres Fischiges kulinarisch auf den Tisch. Alternativ läßt du dich sich in den zahlreichen Küstenrestaurants verwöhnen.

In einer schmackhaften Paella hat man direkt ein Allerlei auf dem Teller. Muscheln, Riesengarnelen, Tintenfisch werden in dem Reisgericht serviert oft auch kombiniert mit Huhn und spanischer Chorizo, grünen Bohnen und Erbsen – in weißem oder schwarzem Reis geköchelt.

Wie lecker!!! Oder wie der Spanier sagt: Sabe rico!!!

Und wie ärgerlich ist das denn, wenn man ein paar Stunden später nicht schlafen kann, weil der Darm spinnt und Achterbahn fährt, unsere Verdauung gestört ist, Krämpfe und Völlegefühl einen plagen und man die halbe Nacht eventuell auch noch auf der Toilette verbringen muss. Wer hat das schon einmal erlebt? Die Ursachen dafür können vielfältig sein.

Unser Verdauungstrakt benötigt zur Verarbeitung der zugeführten Nahrungsmittel fein abgestimmt Enzyme und andere Stoffe, die oftmals nicht ausreichend gebildet werden.

Die Bauchspeicheldrüse z.B. ist so ein Enzymgenerator. Sie produziert zum einen Insulin um den Blutzucker im Körper im Lot zu halten und zum anderen ein Enzym namens Pankreaselastase.

Dieses Enzym wird in der inaktivierten Form an den Dünndarm, der kaum vorstellbar – 5-6 m lang in unserem Bauch zusammengerollt liegt – abgegeben, dort aktiviert und ist dann bereit insbesondere die Aminosäuren also die Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate aus der aufgenommenen Nahrung zu spalten.

Bei Zufuhr eiweißreicher Lebensmittel wie Fisch und auch Fleisch kann es, bei fehlender bzw. nicht ausreichender Produktion des Enzyms Pankreaselastase zu Verdauungsstörungen kommen und insbesondere ein plötzlicher Durchfall auftreten.

Nachtruhe vorbei- was war da in der Paella! Nein… es ist nicht immer was im Essen, was man nicht vertragen hat, weil es über dem Verfalldatum war.

Und Nein… es muss auch nichts Schlimmes an der Bauchspeicheldrüse sein.

Im heutigen Ernährungsurwald mit den verschiedenen Kostformen oder Diäten wie Low Carb, Paleo, Vegan, vegetarisch…, die in Büchern, Foren und Blogs empfohlen werden, geht es meistens darum aufzuzeigen, wie man am besten Gewicht verliert. Leider ist unser Verdauungssystem mit den einseitigen Ernährungsvorgaben oftmals total überfordert wodurch es zur Unverdauung kommen kann. Was ist also richtig für mich? Was tut mir gut? Mit welchem Essen fühle ich mich wohl?

Individualität ist angesagt, nicht auf jeden Zug aufspringen, keine Einseitigkeit im Essen propagieren, denn das kann ebenfalls auf Dauer zu Unverträglichkeiten führen.

Mein präventiver Tipp, um Verdauungssäfte zu fördern ist der Verzehr von Bitterstoffen. Artischocke, Chicorée, Endivie, Radiccio, sind Beispiele für Lebensmittel mit hohem Bitteranteil. Bittertropfen greifen als Aperitivschnäpschen vor den Mahlzeiten und sind eine Alternative. Auch kann ein Frischpresssaft z.B. aus Artischocken getrunken werden. Zu bedenken ist, dass man es immer als Kur anwenden muss, denn es braucht eine Zeit bis die eigene Verdauungssaftproduktion wieder in Gang kommt. Tropfen und Säfte von verschiedenen Anbietern sind erhältlich in Apotheken und auch Reformhäusern.

Bei länger andauernden Beschwerden heißt es aber ab zum Arzt.

Es ist immer wichtig zu wissen, daß eine Organgesundheit besteht. Eher selten sind die Symptome die im Laufe eines Lebens im Körper signalisieren, dass etwas nicht stimmt einer schlimmen Erkrankung zugeordnet. Und wenn, dann ist eine frühe Erkennung wichtig, um heilend eingreifen zu können.

Die schulmedizinisch zu recht empfohlene Darmspiegelung wird als Krebsprävention von den gesetzlichen Krankenkassen ab dem Alter von 55 Jahren bezahlt. Sie ist zur Entdeckung von Polypen, Divertikeln, gutartigen und bösartigen Tumoren auf jeden Fall wichtig.

Wie gesund ist mein Darm?
Er ist unser größtes Organ (ca. 450m² Oberfläche)!!! 
Also her mit der Aufmerksamkeit.

In meiner Praxis empfehle ich die Stuhlanalyse als “Gesundheitscheck-Darm“ all meinen Patienten. Bei Reizdarm, hoher Infektanfälligkeit, beruflichem Stress, Allergiebelastung, Asthma und anderen chronischen Belastungen sowie auch bei Depressionen ist eine Stuhlanalyse wichtig, um Erkenntnisse zu ziehen und dann gezielt zu behandeln.

  • Die gesunde Darmflora sollte als sogenannte Bakterienpolizei im ausgewogenen Verhältnis zu der immer im Darm vorkommenden Fäulnisflora stehen. Gute Darmbakterien kann man als Kur einnehmen.
  • Es dürfen keine wuchernden Darmpilze vorhanden sein.
  • Die Verdauungsrückstände können geprüft werden, um zu sehen ob Leber und Galle als Verdauungsorgane funktionieren.
  • Die Intaktheit der Darmschleimhaut kann über bestimmte Marker gemessen werden, um herauszufinden ob ein Leaky gut ( übersetzt: löchriger Darm ) vorliegt. Dann fehlt uns der Schutz vor toxischen Stoffen und Krankheitserreger werden nicht eliminiert.
  • Die Pankreaselastase kann bestimmt werden und es muss nicht unbedingt direkt eine Bauchspeicheldrüsenentzündung vorliegen, wenn zu wenig Elastase produziert wird.

Fehlt diese, so gibt es Präparate um das Leck zu stopfen. Pankreasenzyme, täglich zu den Mahlzeiten eingenommen können vor Darmalarmschützen. Wichtig jedoch ist zu wissen, dass die Enzyme im Dünndarm nur wirken können, wenn der aus dem Magen kommende saure Nahrungsbrei im Dünndarm durch Natriumhydrogencarbonat neutralisiert wird.

Oh je – soviel kompliziertes Darmwissen. Wie unsere Organe so funktionieren oder auch gestört werden können, das ist schon beachtlich. Sei es Dir stets wert, Gesundes zu essen und achte darauf, was im Körper passiert, um entsprechende Symptome rechtzeitig zu behandeln bzw. ärztlich abklären lassen.

Damit es im nächsten Urlaub wieder heißt:

Her mit der Paella! Und anderen leckeren Köstlichkeiten!

Herzlichst
www.diegrossstadtaerztin.de

Dr. Karin Müller informiert

Denkst Du noch oder schläfst Du schon?

Kennst Du das? Du stehst wie jeden Morgen in der Woche zeitig auf, naja vielleicht nochmal kurz auf die Schlummertaste gedrückt aber dann raus aus dem Bett! Und weißt schon – heute geht es ab. Viiieeel zu tun!!!! Ganz normal, wenn man dann auch schon beim Frühstück an den Abend denkt und sich darauf freut, wieder in der Horizontallage zu liegen und zu schlafen.

Der Tag war auch wirklich gut ausgefüllt durch die Arbeit. Super, wenn Du vielleicht auch beim Sport warst oder am Abend noch eine andere Freizeitaktivität für Dich im Programm hattest.

Und dann bist Du zu Hause, bist todmüde und fällst ins Bett und…

…schläfst nicht ein. Drehst dich von einer Seite auf die andere, wälzt dich von rechts nach links aber es funktioniert nicht.

Vielleicht gehen dir viele Gedanken durch den Kopf, über den vergangenen tag, über das was morgen ist, über das Wochenende und was du noch alles erledigen musst bis dahin.

Dabei willst du nicht an irgendetwas denken sondern nur schlafen, denn morgen ist ja schon heute und der Wecker ist erbarmungslos und nicht zu betören.

Stop!!!! Finde für Dich das richtige Ritual!

Es kann z.B. sein, auch wenn Du keinen Hunger verspürst, dass Du, je nachdem wann du zu Abend gegessen hast, in einer leichten Unterzuckerung bist. Das hält Dich ungewollt wach.

Dann hilft:

Aufstehen und

  • etwas Wasser trinken
  • ein kleines Stück Vollkornbrot essen, ein Stück Schokolade, oder eine Reiswaffel oder ähnliches.
  • Kurz Zähneputzen und dann wieder ins Bett.

Wenn Deine Gedanken kreisen und du das durchbrechen willst dann mache Folgendes:

Bewusst atmen

  • Nimm dir einen Daumen und umgreife ihn mit den Fingern der anderen Hand. Dann atmest du 7mal aus und ein und hältst den Daumen dabei fest.
  • Mache das gleiche mit dem Zeigefinger der gleichen Hand- wieder 7mal aus,- und einatmen.
  • Dann mit dem Mittelfinger, Ringfinger, Kleinfinger.
  • Wechsele über zur anderen Hand und wiederhole dort die 7 Atemzüge pro Finger.
  • Achte darauf, dich auf den Atem zu konzentrieren – atme langsam und bewusst.

Diese Übung ist besonders wirkungsvoll denn du beruhigst Dich über die Akupunkturendpunkte an den Fingern und nimmst einen positiven Einfluss auf Deine inneren Organe. Auf die Lunge, das Herz, die Nieren und den Darm.

Schlafforscher sind der Meinung, dass 7-8 Stunden Schlaf optimal sind. Aber hier gibt es keine Regeln, die Individualität ist entscheidend. Wer schon lange unter Schlafstörungen leidet sollte das auf jeden Fall ärztlich abklären lassen. Es können auch andere Ursachen als das Gedankenkarussell oder die Unterzuckerung vorliegen.

Verschreibungspflichtige Schlaftabletten sind keine Lösung, denn sie machen auf Dauer abhängig.

Es kann jedoch sein, dass bei ausgeprägten Schlafstörungen ein Hormon fehlt, das Melatonin. Die Einnahme ist sinnvoll bei durch den Arzt nachgewiesenem Mangel. Da es rezeptpflichtig ist, musst Du dafür auf jeden Fall den Arzt aufsuchen.

Aus der Naturheilkunde kennt man beruhigende Substanzen, die frei verkäuflich sind und auch echt gut helfen wie z.B.

Baldrian, Melisse, Kamille oder Lavendel.

Diese Substanzen gibt es in verschiedenen Formen als Tee, Tabletten oder auch z.B. als Spray für den Raum oder das Kissen. Hier musst Du aber unbedingt auf Bio Qualität achten.

Natur-und Bioläden haben ein großes Angebot.
Was Du unbedingt wissen musst: Geduld brauchst du schon.
Atemrituale wollen geübt werden.
Tees und Naturstoffe brauchen eine Zeit, bis Dein Körper die wohltuende Wirkung verspürt.

Eine andere Lösung kann noch sein, abends zu meditieren. Es gibt mittlerweile richtig gute Apps zur Meditation.

VORSICHT ! ALKOHOL IST KEINE LÖSUNG !

Alkohol verhilft Dir kurzfristig schnell einzuschlafen. Aber ganz nachteilig ist, dass Du meistens nicht durchschläfst und der Schlaf daher nicht erholsam ist.

Und Alkohol führt in die Abhängigkeit und ist eine der gefährlichsten Krankheiten

Ich wünsche Dir immer einen erholsamen Schlaf und hoffe, dass Du das Denken für immer auf den Tag verschieben kannst!

Herzlichst
www.diegrossstadtaerztin.de