Foto: Torsten Ilg

Wer sind Sie ? Erzählen Sie uns bitte etwas über sich.

Mein Name ist Torsten Ilg, ich bin 47 Jahre alt, verheiratet und von Beruf Filmschnittmeister. Ich arbeite für das Verteidigungsministerium in Bonn, wohne aber seit mehr als 20 Jahren im Kölner Süden (Zollstock). Ich bin auch ehrenamtliches Mitglied der Bezirksvertretung Rodenkirchen (FREIE WÄHLER) und Schöffe beim Landgericht Köln. Geboren und aufgewachsen bin ich im schönen Biberach/Riß in Württemberg.

Was verbindet Sie mit dem Kölner Süden?

Sehr viel. Denn obwohl ich seit 1990 in Bonn arbeite, habe ich mich bewusst für Köln entschieden und für das Berufspendeln. Mein Ehepartner und ich lieben die Nähe zur Stadt, schätzen aber auch die weiten grünen Flächen und Parks. Deswegen wohnen wir so gern in Zollstock. Aber auch die Altgemeinde ist uns sehr ans Herz gewachsen.

Wo ist Ihr Lieblingsveedel und warum?

Das ist schwer zu sagen. Zollstock ist unser Zuhause. Dort finden wir Ruhe und alles was man zum Leben braucht. Wir lieben es aber auch an der Kölschen Riviera zu schlendern, oder im Sommer mit Freunden ein paar Kölsch auf den Bootshäusern zu genießen. Dort fühlt man sich wie im Urlaub. Aber auch am Rudolfplatz gehen wir gerne aus.

Was können Sie zur Vergangenheit im Kölner Süden sagen?

Ich habe mal zwei Jahre am Chlodwigplatz gewohnt. Der jahrelange Krach infolge des U-Bahn-Baus und der Mangel an Parkplätzen, haben mich schließlich von dort vertrieben.

Sind Sie ein Karnevalsfreund, mögen Sie die fünfte Jahreszeit und verkleiden Sie sich?

Oh ja! Den Karneval habe ich schätzen gelernt. In meiner schwäbischen Heimatstadt gibt es keinen Karneval. Dort feiert man im Juli ein großes Heimatfest mit Umzügen (Schützen). Das ist fast wie Karneval, zugegeben mit etwas heißeren Temperaturen. Meistens verkleide ich mich bunt, oder in bunter Uniform. Selbstironie kann niemals schaden. 

Sind Sie in einem Verein oder engagieren sich ehrenamtlich?

Den Karneval genieße ich unorganisiert. Die jährliche Sitzung der Commerzbank ist allerdings ein Muss für mich. Neben meiner politischen Arbeit bin ich auch Mitglied im Zollstocker Bürgerverein.

Wo finden Sie es richtig schön im Kölner Süden? Wo halten Sie sich gerne auf?

Am Rhein und in den Parks ist es am schönsten.

Was gefällt Ihnen im Kölner Süden überhaupt nicht? Wo sind für Sie Schandflecke?

Die Staus und der Parkplatzmangel sind große Ärgernisse. Aber auch die Fällung der Bäume auf der Bonner Straße haben Schandflecken hinterlassen. Leider gibt es viel Müll am Kölnberg, entlang des Rheins und im Vorgebirgspark. Das muss sich dringend ändern. Ich ärgere mich auch über architektonische Sünden und den Abriss historischer Häuser.

Wo ist Ihr Lieblingslokal und warum?

Da gibt´s sehr viele. Höninger, Alter Zollhof, Brauhaus Kloster, Saloniki, Quetsch, die Bootshäuser, sicher Habe ich jetzt welche vergessen.

Was fehlt Ihnen im Kölner Süden?

Ein Jugendhaus oder Jugendschiff im Zentrum, ein Bürgerhaus für Senioren und Parkplätze.

Und was finden Sie einzigartig hier?

Die Abwechslung, den Rhein, die Parks und die gute Infrastruktur.

Über wen würden Sie gerne etwas aus dem Kölner Süden erfahren?

Ich interessiere mich grundsätzlich für meine Mitmenschen und versuche ihnen mit offenen Augen, Ohren und Herzen zu begegnen. Manchmal gelingt das auch.

Und was sind Ihre Zukunftsgedanken an Ihr Stadtgebiet?

Der Süden wächst zu schnell. Sie Infrastruktur und der ÖPNV kann da nicht Schritt halten. Politische Entscheidungen sind leider oft zu einseitig gegen den Individualverkehr gerichtet.