Die Profi-Sportlerkarriere ist spätestens
mit dem vierzigsten Geburtstag
Geschichte. Auch wenn man es sich
nicht gerne eingesteht, mit dem Alter
verändert sich vieles – und nicht alles
zum Positiven. Das eigene Verhalten
hat allerdings großen Einfluss auf vieles,
was mit Körper und Geist passiert.
Schauen wir den zunächst Tatsachen
ins Auge: Unsere körperliche Leistungsfähigkeit
sinkt im Laufe unseres Lebens.
Wir verlieren zwischen dem zwanzigsten
und siebzigstem Lebensjahr bis zu
40 % unserer Muskelmasse. Nach dem
dreißigsten Geburtstag nimmt die Ausdauerleistung
alle zehn Jahre um bis
zu 15 Prozent ab. Ab dem fünfzigsten
Geburtstag büßen wir bis zu 15 % an
Kraft ein. Schließlich werden wir immer
dicker, das Risiko für gewisse Alterszipperlein
und Krebs steigt. Die Folge: Der
Mensch ist im Alter unzufrieden er fühlt
sich eingeschränkt, begrenzt und oft
sogar krank fühlt.
Das müssen wir so nicht hinnehmen:
Mit dem richtigen Sport bleiben wir
auch im Alter gesund und fit wie ein
Turnschuh. So verlängert sich sie
die Lebenserwartung um fünf Jahre
(Quelle: Oslo University Hospital). Über
Fünfzigjährige erreichen mit gezieltem
Krafttraining die Leistungsfähigkeit eines
unsportlichen Dreißigjährigen. Mit
gezieltem Ausdauertraining schaffen
über 65-jährige eine bessere Ausdauerleistung
als unter 54-jährige Marathonläufer.
(Quelle:PACE-Studie).
Die Konsequenzen können sich sehen
lassen: Wer sich zweimal in der
Woche körperlich verausgabt, senkt
sein Sterberisiko um 30 Prozent und
sein Krebsrisiko um 18 Prozent. Wer
überhaupt Sport treibt, kann die Wahrscheinlichkeit
für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
um 41 Prozent verringern.
(Quelle: Loughborough University)
Was sollen wir konkret tun? Mit Kraftund
Ausdauertraining lassen sich wahre
Wunder bewirken. Wichtig ist, das
Programm muss altersgerecht sein,
aber trotzdem fordern. Einsteiger und
Sportmuffel beginnen am besten mit
langen Spaziergängen.
Anschließend startet man das Ausdauertraining.
Man trainiert mit einer
maximalen Belastung von etwa 60 Prozent
der altersgerechten maximalen
Herzfrequenz, um sich nicht zu überanstrengen.
Die Faustregel: Während des
Sports kann man sich normal unterhalten.
Geeignet sind Walken, Nordic Walking,
Schwimmen, Wandern oder Radfahren.
Indoor trainiert man Ausdauer
zu Hause oder im Fitnessstudio mit einem
Rudergerät, auf einem Crosstrainer,
einem Laufband oder sogar mit
Aqua-Fitness im Pool.
Das Krafttraining beugt Rücken- und
Gelenkschmerzen, Übergewicht, Alterszucker,
Knochenabbau und Osteoporose
vor. Zudem strafft es die Figur,
denn Muskeln sind wahre Fettverbrennungsöfen.
Krafttraining im Alter betreibt
man entweder im Fitnessstudio
oder in den eigenen vier Wänden mit
Kraftgeräten, Kurz- und Langhanteln
oder Medizinbällen.
Wo gibt es Angebote im Kölner Süden?
Der Stadtsportbund hat alle Aktivitäten
und Vereine mit entsprechenden Angeboten
auf seiner Website aufgelistet:
www.ssbk.de/sport-im-verein.html
aufgelistet. In jedem Fitnessstudio und
Verein kann man sich kostenlos beraten
lassen. (kgs)