Frauen werden immer später Mütter und bekommen im Durchschnitt nur noch 1,5 Kinder. Laut dem Statistischen Bundesamt waren im Jahr 2018 die Mütter der Erstgeborenen im Durchschnitt 30 Jahre alt. Dazu stieg die Geburtenhäufigkeit bei Frauen ab 40 signifikant an. Vor 50 Jahren war das noch ganz anders, da war eine Frau beim ersten Kind etwa 24 Jahre und in der ehemaligen DDR sogar erst 22 Jahre alt und blieben oft ganztags zu Hause. Sie verzichteten zum Wohl der Familie auf Beruf und Karriere. In den 80er Jahren arbeiteten moderne Mütter oft als Teilzeitkraft und als Minijobber, für eine finanzielle Unabhängigkeit reichte das aber nicht. Heute kaum noch vorstellbar. Frauen bekommen heute ihre Kinder in einem immer höheren Alter, da die Ansprüche an das eigene Leben gestiegen sind. Außerdem möchten sie erst einmal ihre berufliche Situation sichern. Die Schule, das Abitur, ein Studium und eine berufliche Ausbildung dauern heute in der Regel wesentlich länger als früher. Immer mehr Frauen entscheiden sich für Zusatzausbildungen, Spezialisierung und eine universitäre Lehrweg. Durch diese Lebensentscheidung steigen sie später ins Berufsleben ein und verschieben die Kinderplanung nach hinten. Dazu kommt, das Bild der Frau hat sich verändert. Heute wird der Erfolg einer Frau nicht mehr an ihrer Rolle als Mutter gemessen, sondern an der Flexibilität. Dazu kommt, Frauen bekommen heute weniger Kinder – folglich lassen sie sich auch mehr Zeit damit. Finanzielle Sicherheit, beruflich etabliert sein, familiäre Belastbarkeit, das Einbringen des Vaters und die Weiterentwicklung der Frau sind wichtige Punkte der modernen Kinderplanung.