Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen musste zwei neue Fälle von Baumfrevel registrieren. In der Osloer Straße im Stadtteil Finkenberg hackten Unbekannte im unteren Bereich einen großen Teil der Rinde einer etwa 30 Jahre alten Rot-Eiche ab. Anhand der Schäden rund um den gesamten Stamm ist davon auszugehen, dass dies mit Vorsatz geschah, um den Baum zu zerstören. Die Experten des Amtes vermuten, dass die Eiche einen solchen Schaden nicht überleben wird. Der Baum wird nun regelmäßig überprüft, schlimmstenfalls muss er gefällt werden.  

Ein weiterer Fall von Baumfrevel ereignete sich vor wenigen Tagen im Stadtteil Godorf auf der Godorfer Hauptstraße. Dort haben Unbekannte eine etwa 40 Jahre alte Linde derart eingekürzt, dass auch ihr Überleben stark gefährdet ist. Durch unsachgemäßes Schneiden von Bäumen entsteht plötzlich ein deutliches Ungleichgewicht zwischen Blatt- und Wurzelmasse. Dies setzt den Baum unter Stress und senkt seine Lebenszeit erheblich. Abgesehen von der Zerstörung von Lebensraum für Tiere schaffen die großen Schnittwunden auch Angriffsflächen für Pilze, die das Holz zersetzen.  

Die Stadt Köln hat in beiden Fällen Anzeige wegen Sachbeschädigung gestellt. Der Schaden liegt bei rund 2.500 Euro je Baum.

(Text: Stadt Köln – Amt für Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitJürgen Müllenberg)