Wer sich viel in der Natur aufhält ist vor Insekten- und Zeckenstichen nicht sicher und sollte sich mit einer Impfung schützen. Nach einem Spaziergang oder Aufenthalt in der freien Natur muss man sich immer gründlich danach absuchen. Bremsen, Mücken oder Zecken können Borrelien übertragen und eine Borreliose auslösen. Der Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Form der Hirnhautentzündung, kann ebenfalls von einer Zecke ausgelöst werden. Dagegen kann man sich impfen lassen. Die Privatärztin Dr. Karin Müller, hat sich auf die Behandlung von Borreliose- Patienten spezialisiert und betreut bisher mehr als 800 Betroffene in Ihrer Rodenkirchener Praxis.

„Je länger die Zecke im Körper steckt desto größer ist die Infektionsgefahr. Entdeckt man eine Zecke in der Haut sollte diese sofort entfernt werden. Bei Unsicherheiten oder nicht vollständiger Entfernung, sollte ein Arztbesuch erfolgen. Ratsam ist auch die Zecke labortechnisch zu untersuchen, um eine Infizierung auszuschließen“, so die erfahrene Medizinerin. Auf jeden Fall muss man 4-6 Wochen lang die Einstichstelle beobachten. Eine wandernde Rötung, Symptome wie bei einer Erkältung mit Kopf- und Gelenkschmerzen können Anzeichen einer Ansteckung Infektion sein und eine ärztliche Behandlung dringend erforderlich machen. Ein geeignetes Antibiotikum und eine Unterstützung des Immunsystems kann der Frühborreliose entgegenwirken.

Eine chronische Borreliose ist sehr belastend. Dauerkopfschmerzen, Gelenk,- und Muskelschmerzen, Erschöpfung, bleierne Müdigkeit, Koordinationsstörungen, Taubheitsgefühle und Gedächtnisstörungen sind häufig die Folgen. Leider wird die Krankheit oft nicht erkannt, da die Symptome auch bei anderen Erkrankungen vorkommen. Für Betroffene erfolgt eine Odyssee an Arztbesuchen und nicht selten werden die Erkrankten als psychisch krank abgestempelt.