Vorsorge mit 18 oft vergessen und mit 80 eine Selbstverständlichkeit

Corona bringt die Menschen in vielerlei Art zum Denken. So fällt immer mehr Bürgern auf, wie wichtig eine gute Vorsorge ist. Gerade jetzt, wo wir alle zuhause bleiben, ist es die richtige Zeit, sich um diese Dinge einmal zu kümmern. So sollte jede Person über 18 einen handlungsfähigen Vertreter für den Notfall haben. Denn wie bekannt, endet die vollumfängliche gesetzliche Vertretung der Eltern mit Beginn der Volljährigkeit. Sich rechtzeitig um die nötigen Vollmachten zu kümmern, ist nämlich nicht nur ein Seniorenthema, wie oft gedacht. Wer zum Beispiel keine Vorsorgevollmacht von seinem Kind oder Lebenspartner hat, bekommt im Ernstfall keine Auskunft im Krankenhaus, bei der Bank oder bei Behörden. Auch für Daten im digitalen Raum sollte vorgesorgt werden. Daher ist es ratsam, von Zeit zu Zeit seine Passwörter zu notieren und an einem sicheren Ort zu lagern und der Person des Vertrauens diesen mitteilen. Eine Vorsorgevollmacht, die Patientenverfügung, das Betreuungsrecht sowie Erben und Vererben sind so wichtige Themen. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat dazu übrigens kostenlose Formulare auf der Internetseite www.bmjv.de, die jeder ausgefüllt im Schubladen haben sollte. In diesem Zusammenhang ist es ratsam, auch einmal über ein sehr schweres Thema zu sprechen, über den Tod. Auch das ist kein Thema des Alters, sondern oft der Krankheiten und dem Schicksal geschuldet. Junge Menschen haben oft ganz andere Träume, wie ein Senior. Regeln Sie Ihren eigenen Tod rechtzeitig und sichern Sie Ihre Lieben ab. Hinterlassen sie zur tiefen Trauer keinen Berg an Sorgen sowie Schulden für die Beerdigungskosten. Die ortsansässigen Versicherer und Juristen helfen da gerne, und das beim Erstgespräch oft kostenlos. Übrigens, wenn Sie einen Versicherungsanbieter kontaktieren, sprechen Sie auch einmal Ihren bestehenden Versicherungsschutz an, oft ändert sich dieser schleichend und eine eventuelle Anpassung ist von Vorteil.