Kandidat*innen können sich bis 1. Oktober bewerben – 

Die diesjährige Kampagne zur Wahl der Seniorenvertretung (SVK) erhält prominente Unterstützung. Neben Oberbürgermeisterin Henriette Reker wirbt eine Reihe von Persönlichkeiten für die SVK: Musiker und Krätzchensänger Ludwig Sebus, Schauspielerin Lotti Krekel, der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) sowie der Ehrenamtspreisträger Hasan Ates.

Alle fünf rufen per Videobotschaft im städtischen Internetauftritt und in den sozialen Netzwerken zur Kandidatur auf für die im November stattfindende Wahl zur Seniorenvertretung. Hasan Ates, sehr aktiv in der türkischsprachigen Gemeinde, findet es wichtig, dass alle Kölner*innen ab 60 Jahre wahlberechtigt sind und auch kandidieren können. In Köln leben 75.000 Senior*innen mit Migrationsgeschichte. Da ein Großteil von ihnen türkischstämmig ist, hat Ates seinen Aufruf sowohl in Deutsch als auch in Türkisch verfasst.

Musiker Ludwig Sebus meint,

man solle sich nicht scheuen, zu kandidieren, „denn in der Gegenwart wird die Zukunft geprägt.“

Charmant ruft Schauspielerin Lotti Krekel zur Kandidatur auf:

Das ist ein interessanter Job. Wir müssen uns doch vertreten lassen, Sie vertreten uns vielleicht am allerbesten.

BAGSO-Vorsitzender Franz Müntefering betont:

Eine gute Tradition. Frauen und Männer sollen für die wichtige Aufgabe kandidieren – für ein gutes Leben für alle Generationen!

Dem schließt sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker ausdrücklich an:

Für die Entwicklung einer sozialen und generationengerechten Stadt ist die persönliche Erfahrung der Älteren für uns alle sehr wertvoll.

Die Videobotschaften sind nur ein Teil der Werbekampagne, die die Stadt Köln aufgelegt hat, um die Wahlberechtigten über die Möglichkeiten zur Kandidatur zu informieren. Ergänzt werden sie durch einen mehrsprachigen Erklärfilm, um insbesondere auch die Wahlberechtigten mit ausländischer Staatsangehörigkeit zu erreichen.

Über die Mitarbeit in Ratsausschüssen und Bezirksvertretungen hat die Seniorenvertretung maßgeblich Einfluss auf die politische Willensbildung. Dadurch haben ältere Menschen eine zusätzliche Chance, aktiv und selbstbestimmt an der Gestaltung ihrer Lebensverhältnisse mitzuwirken,

beschreibt Wahlleiter und Dezernent für Soziales, Gesundheit und Wohnen der Stadt Köln, Dr. Harald Rau, die Bedeutung der Seniorenvertretung. Er ruft dazu auf, diese Chance zu nutzen und sich als Kandidat*in zur Wahl zu stellen und hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung, indem sich ältere Menschen gegenseitig ermutigen.

Hintergrund:

Im Herbst dieses Jahres wird die Seniorenvertretung der Stadt Köln erneut gewählt. Der letzte Abgabetag der reinen Briefwahl ist Montag, 22. November 2021. Insgesamt sind rund 250.000 Kölner*innen ab 60 Jahren – darunter 35.000 Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit – dazu aufgerufen, von ihrem aktiven und passiven Wahlrecht zur Wahl der Seniorenvertretung Köln Gebrauch zu machen. In jedem Stadtbezirk werden fünf Mitglieder für die Seniorenvertretung gewählt. Um die Einbindung ausländischer Mitbürger*innen in die Seniorenvertretung zu fördern, sieht die Wahlordnung zur Wahl der Seniorenvertretung folgende Sonderregelung vor: Soweit in einem Wahlbezirk nur Kandidat*innen mit deutscher Staatsangehörigkeit unter den fünf Gewählten sind, wird die Seniorenvertretung um ein sechstes Mitglied erweitert, das auch oder ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt. Allerdings nur, sofern im Wahlkreis mindestens zwei Kandidat*innen zugelassen waren, die auch oder nur eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen. Als gewähltes sechstes Mitglied gilt in diesem Fall der/die Kandidat*in mit der höchsten Stimmenzahl.

Die Amtszeit beträgt fünf Jahre. Die Wahlbeteiligung bei der letzten Wahl 2016 lag bei 25,09 Prozent.

Zurzeit sind alle Kölner Einwohner*innen ab 60 Jahren – auch ausländische Mitbürger*innen – aufgerufen, für die Wahl der Seniorenvertretung Köln zu kandidieren. Bis spätestens 1. Oktober 2021 können Interessierte beim Wahlamt der Stadt Köln das Formblatt „Wahlvorschlag“ und mindestens 20 Unterstützungsunterschriften einreichen (Ausschlussfrist: 18 Uhr). Es wird dringend empfohlen, Wahlvorschläge frühzeitig vor diesem Termin einzureichen, damit etwaige Mängel rechtzeitig behoben werden können.

Auf dem Vordruck zur Erstellung des Kandidat*innenprofils werden die Kandidierenden nach ihrer Parteizugehörigkeit gefragt, um den Wähler*innen eine bessere Einordnung zu ermöglichen. Die Angabe der Parteizugehörigkeit kann aus rechtlichen Gründen aber nicht verpflichtend gemacht werden und erfolgt weiterhin freiwillig.

Interessent*innen können beim Wahlamt der Stadt Köln die erforderlichen Unterlagen sowie eine Beratung erhalten. Nähere Informationen zur Kandidatur gibt es telefonisch unter 0221 / 221-34567 oder per E-Mail.E-Mail an das Wahlamt der Stadt KölnAlle Informationen und Filme zum Thema Wahlen

Zeitplan der Wahl:

21. Juni bis 1. Oktober 2021 können Kandidaturen eingereicht werden.

Am 11.Oktober 2021 entscheidet der Wahlausschuss über die Zulassung der Kandidat*innen. Briefwahlunterlagen werden zwischen 25. Oktober und 1. November 2021 verschickt. Stimmen können bis zum 22. November 2021 abgegeben werden (Ausschlussfrist: Eingang beim Wahlamt bis 16 Uhr).

(Text:PI/Stadt Köln/Katja Reuter)