Menschen werfen Dinge weg, die ihnen früher etwas bedeutet haben. Schrottteile sind Kostbarkeiten für mich.

Ich verarbeite die Fundstücke, man kann auch sagen den Müll der Städte, zu abstrakten Werke der Kunst, innerhalb derer die einzelnen Teile ihre Identität verlieren und zu einer, der Malerei gleichberechtigten Bildkomposition werden.

Ich verteile das Material auf der vorbereiteten Fläche – Wellpappe, Hartfaserplatten, Holz, Blech – und verbinde es oft mit selbsterstellten Fotografien, aber auch schon mal mit Zeitungsausrissen.

Manchmal fügen sich die Teile wie ein Puzzel zusammen, spielerisch, leicht.

Manchmal warten die Teile auf die letzte Erfüllung – wie auf eine Dualseele oder den Geliebten … oder einfach die Erfüllung in Form eines Weglassens, eines neuen Teiles, eines Verschiebens, oder einfach nur eines Farbkleckses – in Form eines was auch immer …. -.

Es könnte auch sein, dass der Blick von einer anderen Seite auf die bestehende Komposition fällt und ja, das ist es dann.

 

1949             geboren in Oldenburg/Holstein

1984-1988   fotografiert Graffiti, Abrisswände, Abbruchhäuser

1986            Hinführung zur Schaffung bildender Kunst durch Rainer Herbst, Meisterschüler von Prof. Friedrich Vordemberge, Kölner Werkschulen

1988            entdeckt ihre künstlerische Sammelleidenschaft  für Verlorenes, Liegengelassenes und für Schwemmgut

1991            erste Arbeiten mit Fundsachen auf Wellpappe und Hartfaser sowie Papier-Collagen

1992            Holzobjekte

1994            Assemblagen auf und mit Blechabdeckungen

2007            es entstehen neue Verbindungen von Foto und Objets trouvés

2015            „Türen am Weg“ Buch mit 29 Fotos und Texten

 

seit 2000      regelmäßige Ausstellungen

Walburga Poeplau :

Material-Foto-Papier-Collagen, Objekte, Fotografien

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