Er entspringt im schweizer Kanton Graubünden. Hier ist der Ursprung des insgesamt 1.232,7 km langen Rheins, von denen 695,5 km in Deutschland verlaufen, nachdem er aus der Schweiz kommt und bevor er in den Niederlanden weiterfließt bis hin in die Nordsee.

Bei Rheinkilometer 671 (Godorf) angekommen erreicht er die Stadt Köln und verlässt sie wieder bei Rheinkilometer 711 (Worringen). Ich bin hier in Köln geboren. Im kölner Süden bin ich aufgewachsen und lebe dort. Manche mögen vielleicht schon mal von mir gehört haben, dass ich sehr gerne meine Zeit auf dem Rhein verbringe. Egal ob im Slalomboot, Abfahrtsboot oder auf dem StandUp-Board. Dieser wunderschöne Fluss ist mein am meisten genutzter Trainingsort und ich bin gerne dort unterwegs. Als Kanuathlet muss man dem Wasser vertrauen. Man muss Kraft, Konzentration und Gefühl kombinieren, um seine Läufe elegant und fehlerfrei zu leisten. Meistens fahre ich Richtung Godorfer Hafen flussaufwärts und drehe dann irgendwann, wenn es von der Zeit passt, um. Ich fahre seit 2007 Kanu-Slalom, eine olympische Sportart. Später kam der Wildwasser-Rennsport und gelegentlich auch das StandUp Paddling als Ausgleichsport dazu, ich trainiere so oft ich kann vor der Haustür.

Ein fließendes Gewässer bringt leider nicht nur die guten Eigenschaften mit sich, eine erhöhtere Verschmutzung des Flusses ist für mich deutlich zu spüren. Noch mehr Müll, insbesondere Plastik, als sonst werden vom Rhein transportiert. Nicht nur das, was man als Paddler, Ruderer, Schiffsfahrer oder Passant vom Wasser oder Ufer aus sehen kann, ein überwiegender Teil sinkt in die unteren Schichten ab.

Etliche Folgen bringt dieses Problem mit sich. Von Lebewesen wird dieser Unrat gefressen und sterben oft davon.

Nach meiner Einheit  habe ich beschlossen etwas von dem Müll, der in unserem schönen Fluss schwimmt einzusammeln.

Ich sammelte alles was vom Ufer für Passanten unerreichbar war.

Ziemlich schnell füllte sich der Beutel und die ersten Fußgänger wurden auf mich aufmerksam. Einen Mann, der mit seinem Hund unterwegs war, sah ich sogar wie er plötzlich etwas aus dem Wasser holte und mitnahm, vermutlich zum nächsten Mülleimer. Zwei Frauen mittleren Alters zeigten mir den Daumen und sagten: „Starke Nummer!“.

Was ich damit sagen will: Wenn jeder, der ‚mal am Rhein spaziert, läuft, Fahrrad fährt, paddelt … eine einzige Plastikflasche mitnimmt, würde das ganze schon anders aussehen. Und nicht nur an unserem Fluss!

Und abgesehen davon, dass es der Umwelt hilft, macht es einen glücklich!!!

Wir leben in einer wunderschönen Stadt, durch die ein ganz besonderer Fluss fließt!  Helft mit den Rhein und seine Ufer sauber zu halten !

Jeder kann etwas machen, nicht nur ich Maren Lutz