Was muss? Was kann? Was sollte?

Bestattungen heute

Moderne und individuelle Wege der Bestattung kennzeichnen heute unsere Trauerkultur. Ein würdiger Abschied bedeutet bis heute Wertschätzung und kann von klassisch bis außergewöhnlich ausgefallen reichen. Vieles kann ganz auf den Verstorben ausgerichtet werden, doch manches bleibt wie zu Urzeiten immer gleich. So müssen Verstorbene zeitnah an den Bestatter überführt und eine Beerdigung eingeleitet werden. In der Regel übernimmt der gewählte Bestatter die Erledigung aller Formalitäten, z.B. die Abmeldung bei Versicherungen, Rententrägern und Standesamt, inkl. Sterbefallaufnahme. Dafür braucht er natürlich alle Unterlagen, das beginnt beim Stammbuch, geht über Versicherungspolicen bis zum evtl. Scheidungsurteil. Auch übernimmt der Bestatter die Abstimmung und Festlegung von Terminen mit den Hinterbliebenen, der Friedhofsverwaltungen, den See- oder Waldämtern. Auch übernimmt er auf Wunsch die Koordination mit der Kirche oder den freien Rednern. Sollte eine Überführung ins Ausland vorgesehen sein, übernimmt der Bestatter auch dafür alle Formalitäten und Handlungen bis zur Landesgrenze bzw. nach Absprache natürlich auch bis ins gewünschte Land. Auch die Einbettung und die hygienisch vorgeschriebene Grundversorgung des Verstorbenen gehört zu seinen Aufgaben, werden aber in Rechnung gestellt. Die eigentliche Beerdigung kann sehr individuell gestaltet werden. Der Sarg, die Trauerfeier, die Beisetzungsart – nichts kann individueller wie eine Beisetzung sein. Neben den klassischen Bestattungsarten der Erd-, Feuer- See- und Baumbestattung kommen heute viele Bestattungsrichtungen dazu. Wurden früher klassische Gräber für die letzte Ruhe gewählt, werden heute zunehmend Baum-, Wiesen-,Trauergärten-, Krematorium sowie anonyme Beisetzung und Streuwiesen bevorzugt. Nicht selten liegt es daran, dass man den Nachkommen die Pflege ersparen möchte, da sich die Zeiten auch darin sehr geändert haben. War früher das Familiengrab ein Zeichen der Verbundenheit, so ist das heute kaum noch gefragt, da sich oft Familien weltweit zerstreuen und für den letzten Weg nicht mehr nach Hause kommen. Im Trend liegt daher immer mehr die Urnenbeisetzung und die pflegeleichten Grabstätten. Auch der Ablauf der Trauerfeier ist heute so flexibel und individuell wie der Mensch selber. Sie kann praktisch mit allen kreativen Elementen gestaltet werden, die denkbar sind. Dies beginnt bereits bei der Trauerbenachrichtigung, diese kann neben der klassischen Art auch auf digitalem Weg versendet, in einem Trauerportal oder einer online Insertion bekannt gemacht werden. Die Feierlichkeit kann einen musikalischen Schwerpunkt beinhalten, eine Rednerfolge oder ein Vortrag mit passender Lyrik. Immer mehr werden Bilder des Verstorbenen gezeigt oder seine Stimme ist noch einmal zu hören. Oft stellen die Trauernden eine letzte Kerze auf, wenn die Beisetzung zu einem späteren Zeitpunkt oder an einem anderen Ort im engsten Kreis erfolgt. Auch die farbliche Gestaltung von Sarg, Blumen, Dekoration und Trauerkleidung ist so individuell wie der Mensch, um den es geht. So sollte man sich zu Lebzeiten einmal damit auseinandersetzen.

Ein guter Bestatter steht Ihnen in allen Fragen zur Seite und unterstützt, wo er kann. Er hilft und berät vor dem Kauf einer Grabstätte und hilft bei ganz individuellen Fragen und verfügt über ein großes Netzwerk, um ihre Trauer so tröstlich wie möglich zu gestalten. Auch hilft er bei nachsorglichen Themen der Trauerbewältigung. Er hat gute Kontakte zu Seelsorgern und Therapeuten, er kennt Stiftungen für Trauerspenden und ist Ansprechpartner für den letzten Fingerabdruck oder Schmuckstein. War früher ein Bestatter ein kleines Tabu-Thema, ist das heute ganz anders. Schon wegen der weitergereichten Fixkosten sollte man sich frühzeitig mit dem Sterben befassen, damit man im Nachhinein nicht das helle Erwachen bekommt.