„Wir haben keine Schüler verloren, weil wir nah dran sind“

 

Bildung wird aktuell in Form von Schulplätzen verlost, ein neuer Rekord in der Ablehnung von Anmeldungen an den Gesamtschulen wird zeitgleich gemeldet – Köln ist nicht gerade Vorreiter in Sachen weiterführende Schulen. Da muss man sich umso mehr die Frage stellen – muss mein Kind unbedingt auf eine Gesamtschule oder ein Gymnasium? Vielleicht ist vielen gar nicht bewusst, dass die Realschule eine ernsthafte Alternative als weiterführende Schule darstellt.

„Wenn man sich am mittleren Abschluss orientiert, sind wir absolut auf Augenhöhe mit den anderen Schulformen“, betont Andreas Koch, Leiter der Johannes-Gutenberg-Schule in Godorf. Ein entscheidender Vorteil ist die kompakte Größe der Realschule. „Viele Kinder kommen in großen Systemen klar, andere brauchen aber ein kleines und überschaubares System.“ Vor allem Kinder, die gerade ihren Weg suchen, eine individuelle und persönliche Ansprache brauchen, sind hier gut aufgehoben. Auch Kinder, die gemeinhin als „verloren“ gelten, finden in der Realschule ihren Weg – und darauf ist Andreas Koch besonders stolz: „Wir haben keine Schüler verloren, weil wir nah dran sind.“ Der Weg zur Schulleitung ist direkt, Probleme und Neigungen werden individuell besprochen und gelöst. „Der Weg zum Schulleiter ist kurz und kompakt, wir finden immer eine Lösung.“ Auch digital ist man auf der Höhe der Zeit und kreativ. Für Kinder, die zuhause keinen Internetanschluss haben, wurde in Pandemiezeiten ein Selbstlernzentrum geschaffen, der Online-Unterricht war gesichert.

Auch müssen die Eltern oft „auf den Boden“ geholt werden. Braucht das Kind unbedingt Abitur? Was sind die Neigungen, die gefördert werden müssen? Wie können dem Schüler Erfolgserlebnisse gegeben werden? Entscheidend ist, dem Kind Optionen zu geben und es mit sehr viel persönlicher Zuwendung fit für das Leben nach der Schule zu machen“, fasst Andreas Koch zusammen. „Es gibt kaum Schülerinnen und Schüler von uns, die danach nicht erfolgreich sind – wobei man erfolgreich aus Sicht des Schülers definieren muss.“

Wer in der Realschule eine Alternative sieht, kann sich jederzeit an die Schulleitung wenden und über die Perspektiven für das eigene Kind reden. „Abitur muss heutzutage nicht immer sein. Und wenn man es doch machen will, gibt es jede Menge späterer Möglichkeiten.“ Mehr Infos findet man unter https://www.jgs.koeln.