COMEDIA Theater für Junges Publikum – Programm im Mai 2026
COMEDIA, Theater für Junges Publikum im Mai 2026
COMEDIA Theater Vondelstraße 4-8 in der Kölner Südstadt 50677 Köln präsentiert:
BOHEI Festival 2026 – Wendepunkte
BOHEI ist DAS partizipative Festival für junges Publikum. Vom 21. bis 24. 5 wird das COMEDIA Theater vier Tage lang jungen Menschen gehören – noch mehr als sonst. Über 100 junge Menschen zwischen 7 und 24 Jahren zeigen hier ihre Arbeiten und machen die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen sichtbar. Das ganze Haus ist gefüllt mit Theater, Performance, Tanz, Musik, Ausstellungen, und Möglichkeiten, selbst kreativ zu werden. Es gibt immer was zu sehen, zu hören oder zu machen – man kann sich also einfach treiben lassen.
Dieses Jahr steht das Festival unter dem Motto „Wendepunkte“. Die 10 Kollektive des COMEDIA Theaters haben sich ein Jahr lang mit dem Thema auseinandergesetzt und präsentieren bei BOHEI erstmals ihre Ergebnisse. Was sind die Momente, nach denen alles anders ist als vorher? An welchem Punkt geht alles in eine andere Richtung? Was sind die Kipppunkte einer Gesellschaft? Wo geht es jetzt hin und wann kommen wir endlich mal zum Punkt? All diesen Fragen stellen sich die Kollektivstücke, die bei BOHEI fast stündlich zu sehen sind.
BOHEI 2026 vereint junge Menschen, Theater, interaktive Formate, Spiel, Partys, Austausch, und ganz viel mehr – alles unter einem Dach!
Das BOHEI Festival unterstützen die Imhoff Stiftung und die Sparkasse KölnBonn.
Die Halle!
Ab dem 1.5. ist die Halle ganz offiziell geöffnet.
Die Halle ist Café am Tag, Bar am Abend und dazwischen Raum für ganz viel Kunst, Austausch und Begegnung. Offen zugänglich, barrierearm und mit einem Blick für die unterschiedlichen Bedürfnisse einer vielfältigen Stadtgesellschaft. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Kulturakteur*innen, Künstler*innenkollektiven, Organisationen und Initiativen werden neue Formate und Veranstaltungen entwickelt: noch aufregender, noch bunter, noch einladender!
Für junges Publikum ist es jetzt schon ein Ort zum Verweilen vor uns nach den Vorstellungen, zum Essen, zum Sitzen und zum Sein.
Repertoire im Mai 2026
Freikugeln (8+)
Der Freischütz in 5 Dimensionen nach Carl Maria von Weber | Für Taubes und hörendes Publikum
Stückfassung von Brigitta Gillessen und Rainer Mühlbach
Koproduktion mit der Oper Köln
In Vollmondnächten tobt ein unheilvoller Sturm durch die Wolfsschlucht – denn hier werden Freikugeln gegossen. Diese magischen Kugeln treffen immer, auch wenn man eigentlich gar nicht schießen kann. Max braucht sie dringend, um das Probeschießen zu bestehen und endlich als Jäger anerkannt zu werden. Sonst bleibt er ein Versager und darf Agathe nicht heiraten. Doch Freikugeln gibt es nur gegen einen teuflischen Pakt.
Sa 02.05. 11:00 Uhr
Sa 02.05. 15:00 Uhr
Erinnerung eines Mädchens (14+)
von Annie Ernaux, aus dem Französischen von Sonja Finck in einer Bearbeitung von Riccarda Russo und Ben Denke
Als 76-Jährige schreibt Literaturnobelpreisträgerin Annie Ernaux über ihre ersten sexuellen Erfahrungen in einem französischen Jugendferienlager im Sommer 1958. In ständiger Auseinandersetzung mit der Unzuverlässigkeit der Erinnerung ringt sie mit der Sprache und der Wahrheit ihrer eigenen Geschichte. Wie tief hat sich diese Erfahrung in ihren Körper, ihr Gedächtnis und ihr Leben eingeschrieben?
„Erinnerung eines Mädchens“ setzt sich mit weiblicher Sozialisation, Scham und Sprachlosigkeit auseinander und ist ein Plädoyer für das Wahrnehmen und Wahren der eigenen Grenzen. In ständigem Wechsel verkörpert Janine d’Aragona die zurückblickende Annie und die junge Annie, in der im Sommer 1958 alles ins Wanken gerät.
So 03.05. 17:00 Uhr
Titanic (15+)
Schöne Menschen spielen große Gefühle
Franzi und Emil – zwei Schauspieler*innen, die nicht nur eine langjährige Freund*innenschaft miteinander verbindet, sondern auch die Liebe zum Kultfilmklassiker Titanic – planen einen feuchtfröhlichen Fan-Abend zu eben diesem Film. Mit wenigen Mitteln kreieren sie das Schiff mit Salon, Unterdeck, Reling und vielem mehr, versetzen sich in die Szenen, spielen ganze Sequenzen nach und entführen ihr Publikum in die Welt vom – ihrer Meinung nach – tragisch-schönsten Liebespaar der Filmgeschichte: Jack & Rose.
Doch nicht immer ist entschieden, wer in welche der begehrten Rollen schlüpfen darf, und so steuert nicht nur die Titanic auf eine Katastrophe zu. Auch die Freund*innenschaft von Franzi und Emil scheint kurz vor dem Untergang zu stehen …
Fr 01.05. 20:00 Uhr
Träum weiter! (10+)
Eine Stückentwicklung mit integrierter künstlerischer Audiodeskription
Die Freund*innen Çağla, Frida und Kasper stehen als Band Die Buttkickers kurz vor ihrem großen Auftritt. Doch mitten im Konzert werden sie plötzlich von einer unsichtbaren Kraft von der Bühne gerissen – und landen in einer Traumwelt. Alles dort wirkt vertraut und doch seltsam verdreht. Auf ihrer abenteuerlichen Suche nach einem Ausweg müssen sie zusammenhalten, gegen persönliche Albträume bestehen und herausfinden, warum Çağla nicht mehr träumen kann.
„Träum weiter!“ fragt, warum manche größer träumen dürfen als andere – und wie wir den Mut finden, unsere eigenen wahr werden zu lassen. Durch eine künstlerisch in die Handlung eingebundene Audiodeskription entsteht ein gemeinsames Theatererlebnis für blindes, sehbehindertes und sehendes Publikum.
Mi 13.05. 09:30 Uhr und 11:30 Uhr
Do 14.05 16:00 Uhr mit Tast-/Bühnenführung um 15:15 Uhr
Sa 16.05. 16:00 Uhr mit Tast-/Bühnenführung um 15:15 Uhr
Tippo & Fleck (8+)
Ein partizipatives Theaterstück über das Altern von Allem und Allen, Koproduktion mit echt-zeit-theater, Münster
Nur einen Augenblick nicht hingesehen und schon sieht das, was gerade noch glänzend neu war, schäbig und abgenutzt aus. Dafür gibt es auch einen Grund: Mitten unter uns leben für uns unsichtbare winzige Wesen – sogenannte Entropiewichte –, deren Lebensaufgabe es ist, Dinge altern zu lassen. Beileibe keine einfache Arbeit!
Eines Tages entdeckt jedoch der junge Entropiewicht Tippo, dass die Menschen alles andere als erfreut sind, wenn ihre Sachen alt werden.
Mit seinem Freund Fleck begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise, um herauszufinden, ob wirklich alle Dinge altern müssen, nur weil es der geheimnisvolle „Zahn der Zeit“ bestimmt hat. Kann das Altern der Dinge aufgehalten werden? Und was passiert, wenn nichts und niemand mehr älter wird?
Fr 01.05. 15:00 Uhr
Sa 02.05. 16:00 Uhr
Der fabelhafte Die (8+)
von Sergej Gößner
Leise knarrend rollt ein alter Zirkuswagen ins Licht. Es surrt, schnurrt, klimpert – bis eine Wand aufklappt und eine Gestalt preisgibt: düster, schrill, geheimnisvoll. Sie ist er. Er ist sie. Es ist: Der fabelhafte Die. Mittelpunkt einer Schausteller*innen-Truppe, die umherzieht, Geschichten sammelt und sie nun präsentiert – vom Gleichsein, vom Anderssein. Vorhang auf für die Ente Klaus, den Barsch namens Kim und den stärksten Mann der Welt mit einer Vorliebe für blonde Lockenperücken.
Sergej Gößner stellt in seinem Stück binäre Geschlechtsidentität auf den Kopf, erschafft eine Welt aus Jahrmarkt und Revue – und schreibt, wie kann es anders sein, im Reim.
Mi 06.05. 10:00 Uhr und 12:00 Uhr
Do 07.05. 10:00 Uhr und 12:00 Uhr
Sa 09.05. 15:00 Uhr
Unsere Gäste im Mai:
PhilharmonieVeedel Baby
Groll Zisch Määäh (AT)
Gemeinsam erkunden Klein und Groß die mystische Natur, denn sie lädt zu magischen Begegnungen ein: Man kann über knackende Gletscher rutschen, mit grollender Lava spielen, bei Walgesang im tiefen Wasser schwimmen, mit Schafen im feuchten Moos kuscheln oder über das Nordlicht staunen — wohin es den Weg wohl leuchtet? Welche kleinen Wunder mögen noch warten?
»Groll Zisch Määäh« ist ein sinnlicher Klang-Spielplatz. Mit verschiedenen Instrumenten und ihren Körpern nimmt das Duo MAMI NOVA Project Babys und ihre Begleitpersonen mit auf eine musikalische Reise durch fantastische Naturwelten.
Mo 04.05. 11:00 Uhr und 14:00 Uhr
GENERATION WIDERSTAND
SOMMERBLUT-Festival
Momente, in denen Worte treffen: Kommentare über das Aussehen, die Herkunft oder die ei-gene Identität. Solche Erfahrungen von Ausgrenzung bleiben oft hängen, machen wütend oder lassen uns ratlos zurück. Doch was passiert, wenn wir diese Erlebnisse nicht schlucken, sondern laut werden? In GENERATION WIDERSTAND setzen sich junge Menschen ab der 9. Klasse und junge Erwachsene kreativ mit ihrem Alltag auseinander. In einem geschützten Raum nutzen sie die Mittel von Theater, Tanz und Musik, um ihren Stimmen und Erfahrungen eine Form zu geben. In GENERATION WIDERSTAND geht es nicht um Perfektion, sondern um Empowerment und die Frage: Wie finden wir gemeinsam die Kraft, das Image der „Anderen“ zurückzuerobern und uns gegenseitig zu stärken?
Hier stehen die Jugendlichen als Expert*innen ihres eigenen Lebens auf der Bühne. Gemeinsam mit einem Schauspieler und einer Theaterpädagogin entwickeln sie aus ihren Gedanken und Stärken eigene Szenen. Wie fühlt sich Ausgrenzung an und wie sieht ein Widerstand aus, der uns nicht ausbrennt, sondern stärkt? Die Performance zeigt, was entsteht, wenn individuelle Verletzlichkeit in kollektive Sichtbarkeit umschlägt: mal laut, mal leise, aber immer radikal ehrlich und mit der klaren Botschaft: Wir sind die Generation Widerstand.
Do 21.05. 18:30 Uhr und 21:00 Uhr
Ausstellung und Vernissage
Einsamkeit – die Perspektive junger Menschen
Einsamkeit ist nicht nur ein Thema für ältere Menschen – auch viele junge Leute kennen das Gefühl. Mit dem Projekt „Einsamkeit – die Perspektive junger Menschen“ wollen wir zeigen, was junge Menschen dazu zu sagen haben. In Workshops entstehen Kunst, Musik, Performances und mehr, die später in einer Ausstellung gezeigt werden. Dazu gibt’s Events, Austausch und Raum für deine Ideen. Mach mit und teile deine Erfahrungen.
Ausstellungs-Eröffnung: Mi., 20. Mai 18 Uhr


