Kölner StadtteilLiebe – Magazin für das Stadtgebiet Rodenkirchen

Manchmal müssen Entscheidungen getroffen werden, die einem alles andere als leichtfallen. Heute müssen wir euch leider mitteilen, dass der Dienstagszug im Jahr 2027 nicht stattfinden wird.

Diese Entscheidung schmerzt uns sehr. Trotz aller Bemühungen ist es uns in diesem Jahr nicht gelungen, die Veranstaltung wirtschaftlich auf sichere Beine zu stellen. Die stetig steigenden Kosten und Preise machen es zunehmend schwieriger, einen Zug in der gewohnten Qualität und mit der nötigen Sicherheit auf die Beine zu stellen.

Ein solcher Zug braucht nicht nur viel Herzblut, sondern auch eine lange Vorlaufzeit, intensive Planung sowie zahlreiche Anträge und Genehmigungen. Deshalb mussten wir jetzt die schwere Entscheidung treffen, den Dienstagszug für 2027 abzusagen.

Leider haben inzwischen auch viele Vereine, Schulen und Institutionen ihre Teilnahme zurückgezogen, weil auch sie die hohen Kosten nicht mehr stemmen können. Hinzu kommen ein großer Mangel an helfenden Händen und eine erhebliche Finanzierungslücke, die wir trotz aller Anstrengungen nicht schließen konnten.

Ein Dienstagszug ist so viel mehr als ein Zug. Er bedeutet Gemeinschaft, Tradition, Begegnungen, leuchtende Kinderaugen und das Gefühl, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Umso trauriger macht es uns, diesen Schritt gehen zu müssen.

Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Dahinter stehen viele Gedanken, Gespräche, Bemühungen und vor allem die Hoffnung, dass es doch noch irgendwie gelingen könnte. Doch manchmal reicht selbst das größte Engagement nicht aus, wenn die Rahmenbedingungen nicht mehr stimmen.

Wir bedanken uns von Herzen bei allen, die uns unterstützt, mitgeplant, mitgeholfen und den Dienstagszug über die Jahre mit Leben gefüllt haben. Ohne euch wäre vieles nicht möglich gewesen.

Wir hoffen sehr, dass ihr unsere Entscheidung nachvollziehen könnt, und bitten euch um Verständnis.

Mit schwerem Herzen und herzlichen Grüßen

Euer Team der
Freunde des Dienstagszugs

Kölner StadtteilLiebe – Magazin für das Stadtgebiet Rodenkirchen

Gefahr durch Kampfmittel am Rheinufer bei Niedrigwasser
Stadt Köln warnt Bevölkerung, verdächtige Gegenstände zu berühren

Der aktuell niedrige Wasserstand des Rheins führt dazu, dass am Rheinufer auf Kölner Stadtgebiet vermehrt alte Kampfmittel und andere verdächtige Gegenstände sichtbar werden. Die Stadt Köln warnt vor den Gefahren und bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht: Verdächtige Gegenstände sollten keinesfalls berührt, bewegt oder eigenständig geborgen werden.

Zwischen August und Anfang Oktober 2026 kam es in Köln im Bereich des Rheins zu insgesamt 45 kampfmittelbedingten Einsätzen. In diesem Zeitraum wurden 53 verdächtige Objekte gemeldet oder aufgefunden. Es wurden 33 Kampfmittel geborgen, in 20 Fällen stellte sich der verdächtige Gegenstand nicht als Kampfmittel heraus.

Zu den geborgenen Kampfmitteln gehörten unter anderem Sprengbomben, Brandbomben, Minen, Panzergranaten, Wurf- und Handgranaten sowie verschiedene Munitionsteile. In den meisten Fällen konnten diese durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf geborgen und problemlos abtransportiert werden. Darunter befanden sich aber auch besonders schwere Bomben, welche eine Evakuierung der Bevölkerung notwendig machten: etwa eine zündfähige Fünf Zentner-Bombe am 6. August in Deutz und eine Zehn Zentner-Bombe am 28. September 2026 in Rodenkirchen. Die Fallzahlen verdeutlichen, dass bei Niedrigwasser-Lagen eine reale Gefahr von Kampfmittelfunden am Rheinufer besteht.

Die Stadt Köln appelliert daher an alle Bürger*innen, die sich am Rhein aufhalten – sei es zum Spaziergang, zum Sport oder zur Erholung – bekannte und befestigte Wege nicht zu verlassen und keine trockengefallenen Bereiche des Flussbettes zu betreten. Wer einen möglichen Kampfmittelfund oder einen verdächtigen Gegenstand bemerkt, wird gebeten, Abstand zu halten, andere Personen im Umfeld zu warnen und unverzüglich das Ordnungsamt über die Telefonnummer 0221/221-32000 oder die Polizei über den Notruf 110 zu informieren. Eine genaue Beschreibung des Fundortes hilft den Einsatzkräften, schnell und sicher zu reagieren.

Ziel der Stadt Köln ist es, die Bevölkerung zu sensibilisieren, ohne unnötige Sorgen zu erzeugen. Wenn die bekannten Sicherheitsregeln beachtet und verdächtige Funde umgehend gemeldet werden, können Ordnungsamt und Kampfmittelbeseitigungsdienst die notwendige Gefahrenabwehr verlässlich übernehmen.

Unter Übersichtsseite Kampfmittelangelegenheiten können auf der Internetseite der Stadt Köln allgemeine Informationen zum Thema Kampfmittel abgerufen werden, ebenso unter Was mache ich, wenn ich ein Kampfmittel finde? – Stadt Köln

(Text: PI/Stadt Köln/-rob-)

Kölner StadtteilLiebe – Magazin für das Stadtgebiet Rodenkirchen

Prinz Thomas II., Bauer Hermann und Jungfrau HannaBella regieren in der Session
2027 die Jecken im Kölner Süden.
Das Festkomitee Karneval Alt-Gemeinde Rodenkirchen e.V. hat am Sonntag, den 11.
Oktober 2026, im Gemeindesaal der Evangelischen Kirchengemeinde Rodenkirchen das
designierte Dreigestirn der Alt-Gemeinde Rodenkirchen für die Session 2027 der
Öffentlichkeit vorgestellt.
Vor den Mitgliedsgesellschaften des Festkomitees und Gästen aus dem Kölner Süden,
darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Karneval, Vereinen, Dorfgemeinschaften,
Politik und Presse, wurde erstmals offiziell bekannt gegeben, wer in der kommenden
Session als Prinz, Bauer und Jungfrau die Alt-Gemeinde Rodenkirchen repräsentieren
wird.
Das Rodenkirchener Dreigestirn der Session 2027 wird von der KG Kapelle Jonge Köln-
Weiß von 1947 e.V. gestellt: Thomas Franke wird als Prinz Thomas II., Hermann
Schumacher als Bauer Hermann und Hans Schmitt als Jungfrau HannaBella die Alt-
Gemeinde in der kommenden Session repräsentieren.
Thomas Franke übernimmt als designierter Prinz die Spitze des zukünftigen Dreigestirns.
Der 62-jährige gebürtige Kölner ist Versicherungskaufmann und seit 2018 aktives Mitglied
im Senat der KG Kapelle Jonge, den er seit 2022 als Senatspräsident führt. Neben dem
Karneval gehören sein Mops, Kino, Serien und Comics zu seinen Leidenschaften. Sein
kölsches Lebensmotto passt bestens zur bevorstehenden Session: „Et kütt, wie et kütt.
Ävver met Hätz, Humor un Fründe jeiht et immer e bessje leichter.“
Hermann Schumacher wird als designierter Bauer an seiner Seite stehen. Der 68-jährige
gebürtige Kölner ist Elektrotechnikermeister im Ruhestand, gehört seit 2022 dem Senat
der Kapelle Jonge an und ist seit 2024 stellvertretender Geschäftsführer der Gesellschaft.
In seiner Freizeit widmet er sich unter anderem dem Modellbau und
Modellhubschrauberfliegen. Sein Lebensmotto: „Ich lebe jeden Tag meine Träume. Dabei
ist mir die Gesundheit am wichtigsten.“
Als designierte Jungfrau HannaBella komplettiert Hans Schmitt das zukünftige
Dreigestirn. Der 60-jährige gebürtige Troisdorfer ist Facility-Manager und seit 2024
Mitglied im Senat der KG Kapelle Jonge, seit 2025 als Senatsvizepräsident. Zu seinen
Leidenschaften zählen Stand-Up-Paddeln, Schwimmen, Sport und natürlich der
Karneval. Sein Lebensmotto bringt die Vorfreude auf die gemeinsame Session auf den
Punkt: „Genieße den Moment.“
Durch die Session begleitet werden die drei Tollitäten von einem erfahrenen Team. Werner
Faßbender von der KG Kapelle Jonge übernimmt die Aufgabe des Prinzenführers. Marc
Müller, ebenfalls von der KG Kapelle Jonge, steht dem Bauern als Adjutant zur Seite.
Martina Michael von der KG Löstige Flägelskappe begleitet Jungfrau HannaBella als
Adjutantin.
Für die KG Kapelle Jonge Köln-Weiß von 1947 e.V. wird die Session 2027 gleich in
mehrfacher Hinsicht zu einer ganz besonderen. Die Gesellschaft feiert im kommenden
Jahr ihr 80-jähriges Bestehen und stellt in ihrem Jubiläumsjahr sowohl das Dreigestirn als
auch das bereits im Juni vorgestellte Kinderdreigestirn der Alt-Gemeinde Rodenkirchen.
Damit kommen in der Jubiläumssession sowohl die großen als auch die kleinen Tollitäten
aus den Reihen der Kapelle Jonge – eine besondere Konstellation für die Gesellschaft und
den Karneval im Kölner Süden.
Nach der Vorstellung beginnt für die drei designierten Tollitäten nun die spannende Zeit
der Vorbereitung auf ihre gemeinsame Session. Der nächste große Höhepunkt steht
bereits fest: Am Samstag, den 21. November 2026, wird das Dreigestirn ab 19:00 Uhr in
den Sartory-Sälen in Köln feierlich proklamiert und offiziell in seine Ämter eingeführt.
Auch die Planungen für die Auftritte des Rodenkirchener Dreigestirns in der Session
laufen bereits. Vereine, Karnevalsgesellschaften, Institutionen und Veranstalter können
ab sofort Terminanfragen für Besuche des Dreigestirns stellen.
Kontakt für Terminanfragen:
Prinzenführer Werner Faßbender
E-Mail: dreigestirn@festkomitee-rodenkirchen.de
Mobil: +49 152 25175118
Das Festkomitee Karneval Alt-Gemeinde Rodenkirchen e.V. freut sich gemeinsam mit der
KG Kapelle Jonge Köln-Weiß auf eine besondere Session 2027 und wünscht dem
zukünftigen Dreigestirn der Alt-Gemeinde Rodenkirchen eine unvergessliche Zeit mit
vielen jecken Momenten und besonderen Begegnungen in der gesamten Alt-Gemeinde
Rodenkirchen.

(Fotografie: Schulzki  Text : Andre Döhring/Festkomitee Karneval Alt-Gemeinde Rodenkirchen von 1973 e.V.)

Kölner StadtteilLiebe – Magazin für das Stadtgebiet Rodenkirchen

Anstoßen mit Rotwein: Plakat zum Wein Tasting im Mallorca Laden Rodenkirchen mit sieben Terminen

Ein Glas Wein, nette Gesellschaft und Genuss im Veedel: Der Mallorca Laden in Rodenkirchen, Weißer Straße 25, lädt zum Wein Tasting ein. Wir haben sieben Termine für Sie: 22. Oktober, 4. November, 17. November, 26. November, 3. Dezember, 9. Dezember und 15. Dezember 2026, jeweils von 18 bis 20:30 Uhr.

Die Teilnahme kostet 35 Euro pro Person, kleine Snacks sind natürlich inklusive. Die Plätze sind begrenzt, bitte melden Sie sich daher rechtzeitig an. Alle Informationen und die Anmeldung finden Sie unter www.helfenschmecktgemeinsambesser.de.

Kölner StadtteilLiebe – Magazin für das Stadtgebiet Rodenkirchen

 

Wer sagt eigentlich, dass Sport eine Frage der Kleidergröße sein muss?
Bei den „Pfundigen in Bewegung“ geht es um etwas viel Wichtigeres: Freude an Bewegung, ein gutes Körpergefühl und vor allem um das gemeinsame Lachen.

Frauen und Männer mit lebensbejahenden Figuren treffen sich, um gemeinsam Gymnastik zu machen – ganz ohne Leistungsdruck und ohne den Anspruch, einem bestimmten Schönheitsideal entsprechen zu müssen. Die Übungen sind moderat, tun dem Körper gut und lassen sich an die eigenen Möglichkeiten anpassen. Mal wird gedehnt, mal gekräftigt, mal kommt der Kreislauf ein bisschen in Schwung.

Und mindestens genauso wichtig wie die Bewegung ist die Gemeinschaft.
Denn gemeinsam macht es einfach mehr Spaß!
Hier darf man schwitzen, lachen, sich gegenseitig motivieren und feststellen: Jeder Körper kann etwas leisten und jeder Schritt zählt.

Die „Pfundigen in Bewegung“ zeigen: Es geht nicht darum, nur dünner zu werden.
Es geht darum, beweglicher, fitter und fröhlicher durchs Leben zu gehen.
Ganz nach dem Motto: Mitmachen, wohlfühlen und Spaß haben – denn Bewegung kennt keine Kleidergröße!

Dafür steh Stephanie Martin ein. 

Sie selbst gehört auch zu den größeren Größen und ist doch sehr aktiv im Leben.
Eine Fahrradtour quer durch die Stadt, Schwimmen – nicht nur zum Spaß – und ein regelmäßiges Beine-, Oberschenkel- und Po-Training gehören für sie ganz selbstverständlich zum Wochenablauf.

Sie weiß, wovon ihre Kursteilnehmer sprechen, und begleitet verschiedene Frauen-, gemischte und reine Herrengruppen diskret, verschwiegen und motivierend durch den Alltag.

Sie freut sich von Ihnen zu hören, um evtl Fragen zu beantworten und für verbindliche Anmeldungen.

Weitere Informationen unter stephanie-martin.de

Kölner StadtteilLiebe – Magazin für das Stadtgebiet Rodenkirchen

Auch in der Musik hat Weltgeschichte ihren Platz. Sie kann erinnern, aufrütteln, Fragen stellen und Hoffnung schenken, wo Worte manchmal nicht mehr ausreichen.
Am 18. Oktober 2026 um 11 Uhr wird somit die Kölner Philharmonie zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Konzertprojekts: Der Rodenkirchener KammerChor und Orchester und der Philharmonische Chor Köln bringen nämlcih gemeinsam zwei Werke auf die Bühne, die sich auf eindringliche Weise mit den Themen Rassismus, Gewalt, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit auseinandersetzen. Rund 200 Mitwirkende sind an diesem anspruchsvollen Projekt beteiligt, was bestimmt ein musikalisches Zeichen setzen wird.

Im Mittelpunkt steht Michael Tippetts Oratorium „A Child of Our Time“, eines der bedeutendsten Antikriegswerke des 20. Jahrhunderts. Sein musikalischer Ausgangspunkt war das Schicksal des jüdischen Jugendlichen Herschel Grynszpan, dessen Tat im Jahr 1938 von den Nationalsozialisten als Vorwand für die Reichspogromnacht instrumentalisiert wurde. Tippett macht daraus jedoch weit mehr als eine historische Erzählung: Sein Oratorium ist ein eindringlicher Appell gegen Hass und Gewalt und zugleich ein Plädoyer für Menschlichkeit, Frieden und Versöhnung. Besonders eindrucksvoll sind die Spirituals, die das Werk durchziehen und ihm eine ganz eigene musikalische Kraft verleihen.
Ergänzt wird das Programm durch Robert Schumanns „Requiem für Mignon“. Die Figur der Mignon, der zwischen den Welten und Identitäten stehend, sowie die Themen Schmerz, Verlust und Menschlichkeit schlagen eine inhaltliche Brücke zu Tippetts Werk. Es begegnen sich zwei Kompositionen aus unterschiedlichen Zeiten und machen deutlich: Menschlichkeit, Ausgrenzung und Frieden sind zeitlos.

Dieses Generationen Konzert, ist nicht nur für Besucher eine Bereicherung. Eine besondere Verbindung zur jüngeren Generation schafft nämlich die Gesamtschule Rodenkirchen, die das Projekt mit einer Musikklasse unterstützt. Schülerinnen und Schüler werden teilweise gemeinsam mit den Chören die von Tippett komponierten Spirituals singen. So wird Geschichte nicht nur gehört, sondern von jungen Menschen selbst musikalisch getragen und weitergegeben.
Verantwortet wird das Projekt von den jungen Chorleitenden Anna Goeke-Paganetti vom Rodenkirchener KammerChor und Orchester sowie Nico Köhs vom Philharmonischen Chor Köln. Beide stehen für eine Generation von Musikerinnen und Musikern, die künstlerische Qualität mit der Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen verbinden möchten.
Darum wird auch zwischen den musikalischen Werken ein professioneller Sprecher Texte lesen und damit Raum für Reflexion und persönliche Gedanken schaffen. Denn dieses Konzert möchte nicht nur berühren, sondern auch zum Innehalten anregen: Was bedeutet Menschlichkeit? Wie entsteht Ausgrenzung? Und was können wir heute aus der Geschichte lernen?
Die Proben laufen bereits, der Vorverkauf hat begonnen. Es ist ein großes musikalisches Vorhaben – und gerade Tippetts „A Child of Our Time“ gilt als außergewöhnliches und herausragendes Werk des 20. Jahrhunderts.
Ein Konzert, das nicht nur zu hören ist, sondern nachwirkt. Ein Abend über Geschichte, Verantwortung und die Hoffnung, dass am Ende Menschlichkeit stärker sein kann als Hass.

Kölner StadtteilLiebe – Magazin für das Stadtgebiet Rodenkirchen

Ein besonderes Konzertprojekt aus unserem Veedel: Der Rodenkirchener KammerChor und Orchester bringt gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor Köln am Sonntag, 18. Oktober 2026, um 11 Uhr das Programm „A Requiem of Our Time“ in die Kölner Philharmonie.

Programm-Informationen zum Konzert A Requiem of Our Time
Plakat zum Konzert A Requiem of Our Time in der Kölner Philharmonie am 18. Oktober 2026

Im Zentrum steht das Oratorium »A Child of Our Time« von Michael Tippett, eines der bedeutendsten Antikriegswerke des 20. Jahrhunderts. Ergänzt wird das Programm durch das »Requiem für Mignon« von Robert Schumann, das als humanistisch geprägter Vorläufer inhaltlich eine Brücke zu Tippetts Werk schlägt. Während Schumann den Schmerz der Hinterbliebenen in den Mittelpunkt stellt, führt Tippett diesen Gedanken weiter und erweitert ihn um eine gesellschaftliche und politische Dimension.

Verantwortet wird das Projekt von den jungen Chorleitenden Anna Goeke-Paganetti (Rodenkirchener KammerChor und Orchester) sowie Nico Köhs (Philharmonischer Chor Köln). Beide stehen exemplarisch für eine Generation von Musiker:innen, für die die eigenständige künstlerische Gestaltung und die intensive Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Inhalten im Zentrum ihrer Arbeit stehen. Gemeinsam realisieren sie ein anspruchsvolles Chor- und Orchesterprojekt mit rund 200 Mitwirkenden.

Mit dabei sind unter anderem Elena Harsányi (Sopran), Ruth Häde (Mezzosopran), Stefan Sbonnik (Tenor), Konstantin Paganetti (Bariton) und Go Yamamoto als Konzertmeister, außerdem das Onzemble Coeln und das Neue Rheinische Kammerorchester Köln.

Veranstalter ist der Rodenkirchener KammerChor und Orchester, in Kooperation mit dem Netzwerk Kölner Chöre und der KölnMusik. Tickets kosten zwischen 16 und 53 Euro.

Wir freuen uns, dass ein Ensemble aus dem Stadtgebiet Rodenkirchen ein so anspruchsvolles Projekt auf die große Bühne der Kölner Philharmonie bringt – zusammen ist eben Vieles möglich.

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Stadtbahn im Kölner Süden: So geht es weiter

Die Stadtbahnprojekte im Kölner Süden bleiben ein wichtiges Thema für die Menschen in Rondorf und Hochkirchen. Bei Führungen über die Baustelle an der Bonner Straße konnten sich Interessierte über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte informieren.

Der nördliche Abschnitt ist inzwischen fertiggestellt. Autos und Busse können dort wieder in beide Richtungen fahren. Ab 2027 sollen die vier Haltestellen und die Gleisanlagen gebaut werden. Die sichtbaren Bauarbeiten auf der gesamten Strecke sollen 2028 abgeschlossen sein, die Stadtbahn ihren Betrieb 2029 aufnehmen.

Auch die geplante Stadtbahnverlängerung nach Rondorf und Meschenich war Thema. Christian Melcher, Abteilungsleiter Stadtbahnbau, kündigte für dieses Jahr weitere Gespräche mit der Bezirksvertretung, eine Online-Akteurskonferenz und eine abschließende öffentliche Veranstaltung in Rondorf an. Anschließend sollen die politischen Beschlüsse für den Antrag auf Planfeststellung folgen. Dieses Verfahren ist vergleichbar mit einem Bauantrag, muss jedoch von der zuständigen Bezirksregierung geprüft und genehmigt werden. Die Finanzierung des Projekts ist nach wie vor gesichert.

Eine Verbesserung gibt es bereits im Busverkehr: Seit den Sommerferien fahren die Verstärkerbusse der Linie 131 über die Sürther Straße hinaus bis zur Gesamtschule Rodenkirchen, zur OSK und zum Gymnasium Rondorf. Der bisher notwendige Umstieg am Bahnhof Rodenkirchen in die Linien 130 und 16 entfällt damit. Diese Änderung geht auf einen Wunsch des Runden Tisches ÖPNV zurück und soll die Wege für Schülerinnen und Schüler erleichtern.

Kölner StadtteilLiebe – Magazin für das Stadtgebiet Rodenkirchen

Früher bedeuteten Ferien Freiheit. Es war die Zeit, in den Tag hineinzuleben – ohne Termine, ohne Druck, ohne Uhr. Kinder verbrachten ihre Tage draußen, trafen sich mit Freunden, fuhren mit dem Fahrrad durch die Straßen, gingen spazieren, bauten Hütten im Wald oder verbrachten endlose Nachmittage im Park. Es waren Tage voller kleiner Abenteuer und großer Freundschaften – unvergessliche Momente, die oft ganz nah zu Hause entstanden.

Heute ist vieles anders. Die Welt ist größer geworden, schneller und voller Möglichkeiten. Kinder fliegen um die halbe Welt, sehen beeindruckende Orte und erleben viel – doch dabei bleibt oft etwas ganz Wesentliches auf der Strecke: das einfache Zusammensein. Freundschaften, die einst in den Ferien gewachsen sind, werden heute durch Reisen unterbrochen. Das gewohnte soziale Umfeld – Freunde aus der Nachbarschaft, Spielkameraden vom Bolzplatz oder aus der Schule – sieht man oft wochenlang nicht.

Für manche Kinder beginnen die Ferien kaum, da sitzen sie schon im Flugzeug oder im Auto zum nächsten Urlaubsziel. Sie kehren oft erst am letzten Ferientag zurück – voller Eindrücke, aber auch erschöpft. Das Gefühl, einfach mal den Tag an sich vorbeiziehen zu lassen, aufzuwachen ohne Plan, sich spontan mit Freunden zu treffen und gemeinsam den Sommer zu genießen, kennen viele kaum noch.

Für andere Kinder hingegen sind Ferien eine schwierige Zeit. Während viele verreisen, bleiben sie zu Hause zurück. Die besten Freunde sind weit weg, die vertraute Spielgemeinschaft zerbricht für ein paar Wochen. Um die Leere zu füllen, werden sie in Ferienprogramme geschickt – doch das ersetzt nicht die Nähe vertrauter Freundschaften oder das Gefühl, einfach dazugehört zu haben.

Früher spielte Status keine Rolle. Niemand fragte, wer wo war, wer was erlebt oder gesehen hatte. Wichtig war nur, dass man zusammen war – dass man lachte, träumte und den Sommer in all seinen einfachen, ehrlichen Facetten spürte. Heute scheint das Leben vieler Kinder einem genauen Plan zu folgen: Termine, Programme, Erwartungen. Das wohlhabende Kind reist von Highlight zu Highlight, ohne wirklich zur Ruhe zu kommen. Das Kind, dessen Familie sich weniger leisten kann, träumt vielleicht von der Ferne – und noch mehr davon, einfach mit der besten Freundin zusammen zu sein.

Doch vielleicht liegt genau darin die wichtigste Erkenntnis: Glück braucht keine Entfernung, keinen Luxus und keine großen Erlebnisse. Die schönsten Ferien entstehen oft dort, wo man sich geborgen fühlt – im eigenen Garten, im Park um die Ecke, auf dem alten Fahrrad, mit Freunden, die einem wichtig sind.

Ferien sollten eine Zeit sein, in der Kinder wieder spüren dürfen, was wirklich zählt: Freundschaft, Freiheit und das Gefühl, einfach Kind zu sein.