91. Stadtachter 2026: Perfektes Wetter, perfektes Rennen – Der Kölner Ruderverein triumphiert vor begeistertem Publikum

Fotos:© „KRV-Paul Hense

Fotos:© „KRV-Paul Hense

 

Der 91. Stadtachter im Rahmen der Kölner Lichter am 1. August 2026 verlief
reibungslos, das sonnige, aber nicht zu heiße Wetter war ideal und die Stimmung
war von Anfang bis zum Ende von ausgelassener Begeisterung geprägt.
Am späten Nachmittag trugen sechs Achtermannschaften – jeweils vier Männer und
vier Frauen plus Steuerperson – ihre Boote über den in diesem Jahr besonders
breiten Strand ins Wasser. Aufgrund des niedrigen Wasserstands lag der reguläre
Steg schon länger auf dem Trockenen. Trotz aller Konzentration war den
Ruderinnen und Ruderern die Vorfreude auf das Rennen deutlich anzusehen; eine
positive Energie war am gesamten Strand zu spüren, gute Wünsche und Applaus
begleiteten die SportlerInnen egal welchen Teams.
Nach dem Warmfahren machten sich die Boote unter Begleitung der DLRG auf den
Weg zum Start. Das Startsignal für den fliegenden Start erfolgte im Bereich der
Kranhäuser, und dank der Liveübertragung aus dem WDR-Hubschrauber auf eine
riesige LED-Wand in Rodenkirchen konnten alle Zuschauer das Geschehen
mitverfolgen. Am Tanzbrunnen kommentierten Benno Kerling und Henning
Krautmacher das Rennen ergänzt um Hintergrundinformationen und Ruderwissen
für das dortige Publikum, waren aber auch am KRV gut zu hören.
Das Rennen selbst bot genau die Spannung und Überraschung, die der Kölner
Ruderverein von 1877 erhofft aber nicht erwartet hatte: Der Kölner Ruderverein von
1877 hatte ein perfektes Rennen. Zentral auf Bahn 4 gelegen, behielten die jungen
Ruderer und Ruderinnen die Gegner aus Leverkusen, Neuss und Kettwig,
Düsseldorf und Bonn durch einen schnellen Vorsprung stets im Blick. Jeden Angriff
konnten sie sofort parieren und hatten auch genug Kraft über die gesamte Distanz.
Auf der 2-Kilometer-Strecke setzte sich die Crew des KRV immer deutlicher ab,
angetrieben von den Jubelrufen der Menge schossen sie in ihrem Boot „Siegella“ als
Erste über die Ziellinie, vor den Teams aus Neuss und Leverkusen.
Nach dem Rennen legten die Boote in Niehl an, wurden abgeriggert und auf Hänger
geladen. Der Heimweg im Reisebus war bereits die erste Gelegenheit zum Feiern,
die richtige Party aber startete am Clubhaus des Kölner Rudervereins, als unter
jubelndem Beifall die Teams eintrafen. Ausgelassen und mitreißend feierten sich die
SportlerInnen in und mit der Menge, bevor es zur eigentlichen Siegerehrung kam.
Wie es sich gehört, wurde danach auch in diesem Jahr die Steuerfrau zum Dank für
ihre großartige Leistung von ihren TeamkollegInnen ins Wasser geworfen, auch
wenn sie sie dafür relativ weit raus tragen mussten.
Die Strandparty war derweil in vollem Gange. Seit dem späten Nachmittag stiegen
die Besucherzahlen kontinuierlich an, und spätestens mit Einbruch der Dunkelheit
verwandelte sich der Strand in eine große Open-Air-Tanzfläche. Musik, Licht und
Lautstärke waren perfekt, die Verpflegung mit Getränken und Essen hervorragend,
und es gab reichlich Platz für alle – eine Party, die hätte bis zum Morgengrauen
gehen können. Doch wie von der Stadt vorgegeben, endete das Fest zusammen mit
dem Feuerwerk: Das spektakuläre Abschlussfeuerwerk über dem Rhein, ebenfalls
live auf dem Großbildschirm zu bewundern, setzte den krönenden Schlusspunkt auf
einen perfekten Tag.
Weitere Informationen und Bilder unter www.stadtachter.de und www.krv77.de

(Text: Marisa Botz Fotos:© „KRV-Paul Hense)