Kunstrasenplatz Rodenkirchen: FDP/KSG fordert Konsequenzen und weiteren Platz
KSG Bezirk Rodenkirchen: Kunstrasenplatz Rodenkirchen – Zehnmal kaputt in vier Jahren, wie lange will die Stadt noch zuschauen?
FDP/KSG: Kunstrasenplätze im Sürther Feld werden zum Dauerproblem – Fraktion fordert Konsequenzen und weiteren Kunstrasenplatz für Rodenkirchen
Köln-Rodenkirchen, 2. September 2026. Zehn Reparaturen seit der Erneuerung 2022, wiederholte Sperrungen und jetzt erneut Unfallgefahr: Für die FDP/KSG-Fraktion in der Bezirksvertretung Rodenkirchen ist der Zustand der Kunstrasenplätze auf der Bezirkssportanlage im Sürther Feld nicht länger hinnehmbar.
„Zehn Reparaturen in vier Jahren – da muss man sich fragen, ob hier eigentlich das richtige Konzept umgesetzt wurde. Wir können nicht alle paar Monate einen Platz absperren und anschließend so tun, als sei das Problem gelöst“, erklärt Torsten Ilg, Co-Vorsitzender der FDP/KSG-Fraktion.
Der FC Rheinsüd hatte die wiederkehrenden Schäden nach eigenen Angaben mehrfach gegenüber der Stadt angesprochen. Anfang August wurde die Anlage wegen geöffneter Nähte und akuter Unfallgefahr erneut gesperrt. Nach Angaben des Vereins erfolgte der erste Reparaturtermin des Herstellers am 12. August, ein weiterer erst am 26. August. Bereits am 27. August wurde die Anlage wieder freigegeben.
Die FDP/KSG will deshalb wissen: Warum wurde so lange gewartet? Warum dauerte die Reparatur? Und auf welcher Grundlage wurde der Platz bereits einen Tag später wieder freigegeben?
„Wenn die Stadt wegen akuter Unfallgefahr sperrt, muss sie bei der Wiederfreigabe besonders sorgfältig sein. Wir wollen deshalb wissen, ob überhaupt eine technische oder formelle Abnahme stattgefunden hat.“
Grundsätzlich will die Fraktion klären, warum die Schäden immer wieder an den Nähten auftreten und ob bei Planung und Ausschreibung die besonderen Belastungen durch American Football ausreichend berücksichtigt wurden.
„Vielleicht muss man den Fehler dort suchen, wo er entstanden ist – und nicht nur dort, wo er zum zehnten Mal repariert wird. Wenn eine Konstruktion den Belastungen des Sportbetriebs dauerhaft nicht standhält, muss die Stadt Planung und Ausschreibung überprüfen“, so Ilg.
50 Mannschaften – aber zu wenig Infrastruktur
Für den FC Rheinsüd geht es um weit mehr als einen einzelnen Sportplatz. Der Verein hat nach eigenen Angaben mehr als 50 Mannschaften im Spielbetrieb. Gleichzeitig fehlen geeignete Kunstrasenflächen. Nach Angaben des Vereins wurden während der aktuellen Sperrung keine konkreten Ausweichmöglichkeiten angeboten.
Die FDP/KSG fordert deshalb einen weiteren Kunstrasenplatz in Rodenkirchen. Die ursprünglich vorgesehene Fläche an der Konrad-Adenauer-Straße 2 steht wegen der Planungen zur Erweiterung der Autobahnbrücke offenbar nicht mehr zur Verfügung. Deshalb müsse die Umwandlung des Tennenplatzes an der Remigiusstraße endlich konkret angegangen werden.
„Die Stadt kann nicht von Sportförderung reden und gleichzeitig zuschauen, wie ein Verein mit über 50 Mannschaften um jeden Trainingsplatz kämpfen muss. Erst fällt ein Platz wegen Mängeln aus, dann fehlen Ausweichmöglichkeiten – und beim Ausbau der Infrastruktur passiert jahrelang zu wenig. Das ist keine nachhaltige Sportstättenplanung.“
Die FDP/KSG hat für die Sitzung der Bezirksvertretung Rodenkirchen am 21. September 2026 eine Anfrage gestellt. Die Fraktion verlangt Antworten zu den Ursachen der Schäden, Planung und Ausschreibung, Sperrung, Reparatur und Wiederfreigabe sowie zu fehlenden Ausweichmöglichkeiten. Zudem soll die Verwaltung darlegen, wann der Tennenplatz an der Remigiusstraße in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden kann.
Ilg: „Wir brauchen jetzt keine weitere Reparatur-Schleife, sondern eine dauerhafte Lösung. Wer Kindern und Jugendlichen gute Sportmöglichkeiten verspricht, muss dafür auch die Plätze bereitstellen.“
(Text: KSG Bezirk Rodenkirchen)

