Kölner StadtteilLiebe – Magazin für das Stadtgebiet Rodenkirchen

Rhine Cleanup Day: Gemeinsam die Rheinufer sauber machen

Am 12.9. wird am Rhein wieder sauber gemacht, und zwar richtig. Jedes Jahr am zweiten September Wochenende ist es nämlich wieder so weit. Von der Quelle bis zur Mündung heißt es beim Rhine Cleanup Day: Handschuhe an, Müllsäcke schnappen und los geht’s. Dann werden wieder entlang des Rheins Bürgerinnen und Bürger, Naturfreunde, Hundehalter, Schulen, Jugendgruppen, Vereine und unzählige andere Menschen unterwegs sein, die sich freiwillig aufmachen, um ehrenamtlich das einzusammeln, was andere achtlos fallen gelassen haben oder was irgendwann seinen Weg über die Wasserstraße ans Ufer gefunden hat. So wächst natürlich auch der Gründer des Gedanken in Köln mit der K.R.A.K.E. – das Kölner Rhein-Aufräum-Kommando längst zu einer festen Größe heran. Schauspieler Christian Stock hat die K.R.A.K.E. ins Leben gerufen und organisiert seit Jahren immer wieder große Müllsammelaktionen am Rhein. Denn ihnen sind der Rhein und ihre Umgebung nicht egal und jedes Jahr werden es mehr, die sich bewusst einsetzen. Und das Bemerkenswerte daran: Alle machen das nicht, weil sie zu viel Freizeit haben. Nicht, weil Müllsammeln besonders glamourös wäre. Sondern weil sie davon überzeugt sind, dass man nicht einfach wegsehen sollte, wenn unsere Umwelt unter dem leidet, was wir Menschen hinterlassen.

Denn zwischen Plastikflaschen, Verpackungen, Dosen, Zigarettenkippen und dem einen oder anderen Gegenstand, bei dem man sich ernsthaft fragt, wie der überhaupt im Rhein landen konnte, geht es um viel mehr als um ein sauberes Ufer. Es geht um Tiere, die sich in Müll verfangen können und die daran verenden können. Um Pflanzen und Natur. Um unsere Gewässer. Und natürlich auch um das Stadtbild. Und mal ehrlich: Wenn man schon beim Spaziergang am Rhein unterwegs ist, kann man doch auch gleich ein paar Dinge mitnehmen, die dort definitiv nicht hingehören. So machen es übrigens täglich die Hundehalter in Sürth auf ihrer Hunderunde. Sie nehmen im wahrsten Sinne des Wortes, den Scheiß mit.

Und so sind am 12. September herzlich alle eingeladen, die ein paar Stunden übrig haben um mitzumachen. Man muss weder Umweltexperte noch Vollprofi im Müllsammeln sein. Ein Paar Handschuhe, ein Müllsack und die Bereitschaft, mit anzupacken, reichen völlig. Jeder aufgesammelte Dreck ist ein Vorteil fürs Rheinufer.

Und vielleicht bleibt bei der Aktion ja auch bei dem einen oder anderen hängen, dass eine leere Flasche im Mülleimer deutlich besser aufgehoben ist als im Rhein.