Torsten Ilg (KSG): Zum Tod von Hubert Aiwanger
Der Kölner Kommunalpolitiker Torsten Ilg würdigt den verstorbenen Bundesvorsitzenden der FREIEN WÄHLER – persönliche Erinnerungen und politische Differenzen. Der Tod von Hubert Aiwanger hat Torsten Ilg tief getroffen. Ilg, Bezirksvorsitzender der FREIEN WÄHLER in Köln und im Bezirk Mittelrhein sowie heutiger Bezirksvertreter der Kölner StadtGesellschaft (KSG) in Rodenkirchen, verbindet mit Aiwanger eine gemeinsame politische Vergangenheit.
„Hubert Aiwanger war ein politisches Arbeitstier. Unermüdlich im Einsatz für seine Partei, durchsetzungsstark und ein unbequemer Gegenspieler der etablierten Parteien“, erklärt Ilg.
Von 2015 bis 2020 engagierte sich Ilg für die FREIEN WÄHLER in der Bezirksvertretung Rodenkirchen und versuchte, die politische Bewegung auch in Köln aufzubauen. Unterschiedliche gesellschaftspolitische Vorstellungen, insbesondere Aiwangers konservative Haltung zur Gleichstellung von Regenbogen-Familien, erschwerten jedoch die politische Perspektive in der Großstadt Köln. Nach 2020 schloss sich Ilg der kommunalen Wählergemeinschaft KSG an. Der Partei FREIE WÄHLER blieb er dennoch als Mitglied und Bezirksvorsitzender verbunden.
„Aiwanger hatte ein außergewöhnliches Gespür für seine bayerische Basis. In Bierzelten war er unschlagbar. Gleichzeitig gelang es ihm nur bedingt, die bundesweit sehr unterschiedlichen Wählergemeinschaften zusammenzuführen. Gerade in Großstädten stieß sein konservatives Gesellschaftsbild an Grenzen.“
Unbestritten seien jedoch sein politischer Einsatz, seine wirtschaftspolitischen Impulse und seine Rolle als unbequemer Herausforderer der CSU gewesen. Aiwanger habe die politische Landschaft Bayerns über viele Jahre entscheidend mitgeprägt und auch die bayrische AfD klein gehalten.
„Wir haben nicht immer dieselben Überzeugungen geteilt. Aber ich habe seinen Einsatz und seine Ausdauer stets respektiert. Die FREIEN WÄHLER verlieren eine prägende Persönlichkeit.“
Sein aufrichtiges Mitgefühl gelte seiner Familie, seiner Partnerin, seinen Kindern sowie allen Parteifreundinnen und Parteifreunden der FREIEN WÄHLER in Deutschland.
(FDP/KSG – Rodenkirchen-Fraktion)


