Finanzierungskosten spielen bei vermieteten Immobilien eine zentrale Rolle, insbesondere die Zinsen für ein Immobiliendarlehen. Wird eine Immobilie nicht selbst genutzt, sondern vermietet, gelten die Darlehenszinsen steuerlich als Werbungskosten. Das bedeutet: Sämtliche Zinsen, die für die Finanzierung der vermieteten Immobilie anfallen, können in voller Höhe von den Mieteinnahmen abgezogen werden. Dadurch reduziert sich das zu versteuernde Einkommen aus Vermietung und Verpachtung spürbar. Wichtig ist, dass tatsächlich nur der Zinsanteil der monatlichen Rate absetzbar ist, nicht die Tilgung, da diese der Vermögensbildung dient. Voraussetzung für die steuerliche Anerkennung ist zudem ein klarer Zusammenhang zwischen Darlehen und vermieteter Immobilie. Wurde der Kredit eindeutig für Kauf, Bau oder Modernisierung des Mietobjekts aufgenommen, erkennt das Finanzamt die Zinsen in der Regel vollständig an. So können Finanzierungskosten die Steuerlast deutlich mindern und die Rendite verbessern. Sprechen Sie doch einmal mit Ihrem Steuerberater.

6. Raderbergkonzert am 10. März 2026 – Das Alinde Bläserquintett aus Prag begeistert mit nord- und mitteleuropäischem Repertoire

Am Dienstag, den 10. März 2026, um 20:00 Uhr, ist das vielfach ausgezeichnete Alinde Bläserquintett zu Gast im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks in Köln. Das Ensemble aus Prag zählt zu den spannendsten Kammermusikformationen Europas und hat mit dem 1. Preis beim ARD Musikwettbewerb 2024 in München große Aufmerksamkeit erlangt.

🎶 Ein Abend voller Entdeckungen – nordisch, böhmisch, ungewöhnlich
Mit Werken aus Böhmen, Dänemark und Finnland bietet das 6. Raderbergkonzert ein außergewöhnliches Programm mit großem Überraschungspotenzial. Zu hören sind selten gespielte, aber faszinierende Bläserquintette von George Onslow, Pavel Haas, Esa-Pekka Salonen und Jørgen Jersild – ein Abend für neugierige Ohren und Liebhaber fein abgestimmter Bläserkammermusik.

Programm:

George Onslow – Bläserquintett

Pavel Haas – Bläserquintett, op. 10

Esa-Pekka Salonen – Memoria

Jørgen Jersild – Serenade „At spille i skoven“
(Änderungen vorbehalten)

Das Alinde Bläserquintett überzeugt durch höchste Präzision, klangliche Raffinesse und seine Leidenschaft für selten aufgeführte Werke aus dem europäischen Repertoire.

Konzertbeginn: 20:00 Uhr
Tickets: 15 € zzgl. Gebühren
Erhältlich im Vorverkauf über KölnTicket
oder telefonisch unter 0221 – 280 288
Abendkasse geöffnet ab 18:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Kammermusiksaal des Deutschlandfunks, Raderberggürtel 40, 50968 Köln

Tipp: Dieses Konzert bietet eine seltene Gelegenheit, ungewöhnliche Werke der Bläserliteratur live in Köln zu erleben – virtuos gespielt von einem preisgekrönten Ensemble, das in der internationalen Klassikszene für Furore sorgt.

Der Deutschlandfunk Kammermusiksaal ist barrierefrei zu erreichen.
Konzertbesucher haben die Möglichkeit auf dem Gelände des Funkhauses während des Konzertbesuchs kostenlos zu parken.

Stefan Kaiser, Bildhauer und Musiker aus Rodenkirchen

Stefan Kaiser, Jahrgang 1956, ist ein echtes Rodenkirchener Kind – verwurzelt in dritter Generation. Seine Familie ist seit dem 19. Jahrhundert hier zu Hause und ihre Spuren sind tief in die Geschichte des Ortes eingeschrieben. Die Großeltern lebten und arbeiteten bereits in Rodenkirchen: Die Großmutter zunächst als Haushaltshilfe in der sogenannten Kolvenbach-Villa, später als Schaffnerin der Pferdebahn, die den Ort mit der Stadt verband. Die Großväter verdienten ihr Leben als Schlosser und als Schiffer, der die vorbeiziehenden Schiffe mit Lebensmitteln versorgte. In vielen überlieferten Familiengeschichten wird das frühe 20. Jahrhundert bis heute lebendig – Geschichten von Arbeit, Wandel und einem Ort am Rhein, der nie stillstand.

Aufgewachsen in einer musikalischen Familie mit drei Geschwistern, die alle Musiker wurden, fand Stefan Kaiser früh Zugang zu Kunst und Klang. Dennoch entschied er sich nach der Schulzeit zunächst für das Handwerk: Er absolvierte seine Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer an der Kölner Dombauhütte – einem Ort, an dem Präzision, Geduld und Respekt vor dem Material bis heute den Alltag bestimmen. Ein prägendes Jahr als Privatschüler im Atelier des Bildhauers Elmar Hillebrand schloss sich an. Eine Verbindung, die bis zum Tod Hillebrands bedeutsam war. Anschließend studierte Stefan Kaiser mit Begeisterung Bildhauerei an der Fachhochschule für Kunst und Design in Köln und arbeitete von 1978 bis 2022 in seinem Atelier in Köln-Weiß. Dort entstanden zahlreiche Auftragsarbeiten für das Erzbistum Köln, die Stadt Köln sowie für private Auftraggeber. Er entwickelte seit den 90er Jahren sein bis heute bedeutsames Werk „Architektonische Plastik“, in dem Raum, Form und Material in einen spannungsreichen Dialog treten.

Seine freien Arbeiten sind übrigens heute auch in Rodenkirchen sichtbar – nicht in abgeschlossenen Räumen, sondern mitten im Alltag. Der von ihm 2020 initiierte „Skulpturenpfad Rodenkirchen“ führt durch private Vorgärten und lässt Kunst und Nachbarschaft auf ungezwungene Weise zusammentreffen. Ein Spaziergang wird so zur Begegnung mit Skulptur, Ort und Geschichte. Auf www.kaiserskulpturen.de finden sie dazu viele Informationen.

Parallel zu seiner bildhauerischen Arbeit ist die Musik fester Bestandteil seines Lebens und künstlerischen Schaffens, welche ihn ein Leben lang begleitet. Mit sechs Jahren begann er nämlich, Violoncello zu spielen – ein Instrument, das ihn bis heute nicht losgelassen hat. Später, im Jahr 2000, begann er das Spiel auf dem Kontrabass und erweiterte damit die Möglichkeiten musikalischer Verwirklichung auch in der Jazzmusik. Seit der Corona-Pandemie komponiert er mit Begeisterung eigene kammermusikalische Werke, die er gemeinsam mit seinen Geschwistern und befreundeten Musikerinnen und Musikern bei verschiedenen Anlässen zur Aufführung bringt.

Ein bewegtes und interessantes Leben, und anlässlich seines 70. Geburtstages lädt Stefan Kaiser nun zu einer besonderen Ausstellung mit Konzert ein. Gezeigt werden bildhauerische Arbeiten aus dem Werkkomplex „Architektonische Plastik“ sowie erstmals eine Serie von Bleistiftzeichnungen mit dem Titel „Veduten von Rom“. Diese entstanden 1994 während eines einjährigen freien Aufenthalts in Rom und zeugen von genauer Beobachtung, Ruhe und einem tiefen Interesse am gebauten Raum.

Der offizielle Teil der Ausstellung mit Konzert findet am Samstag, 7.3.2026, von 17 bis 19:30 Uhr in der Kulturkirche der Link-Architekten in Köln-Rondorf, Rondorfer Hauptstraße 45, statt.

Zur Finissage am Sonntag, den 15.3., erklingt um 12 Uhr ein abschließendes Konzert mit dem Jazzensemble „Klangklau“, in dem Stefan Kaiser am Kontrabass zu hören ist.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mitzufeiern, zuzuhören und mitzusehen – an einem Ort, an dem Kunst, Musik und gelebte Geschichte zusammenkommen und ein Mann mit prägender Geschichte die Bühne betritt. Die reine Ausstellung kann übrigens von Montag, 09.03. bis Samstag, 14.03.2026, von 15 bis 18 Uhr besichtigt werden.

 

 

Auf Wunsch des Künstlers ein Selbstporträt

Auf Wunsch des Künstlers ein Selbstporträt

In der ASB SeniorenResidenz Rodenkirchen engagieren sich Seniorinnen und Senioren aktiv für ein barrierefreies Rodenkirchen. Insgesamt 235 Unterschriften sammelten die Bewohnerinnen und Bewohner des Service Wohnens, um auf bestehende Hindernisse im Stadtteil aufmerksam zu machen. Die Liste wurde bei einem gemeinsamen Frühstück an die Bezirksbürgermeisterin Dr. Sabine Müller übergeben, die diese dankend entgegennahm. Im Mittelpunkt der Aktion stehen Gehwege, die häufig so angelegt sind, dass sie mit Rollator, Rollstuhl oder auch Kinderwagen nur schwer passierbar sind. Die Beteiligten schilderten konkrete Beispiele und machten deutlich, wie sehr Barrieren den Alltag erschweren. Während des Treffens wurde zudem angeregt diskutiert, welche Verbesserungen möglich sind und wie Politik und Verwaltung unterstützen können. Die Initiative zeigt, wie wichtig Mitbestimmung und Engagement im Alter sind. Begleitet wurde die Aktion vom WDR; ein Beitrag lief in der Lokalzeit. Ziel bleibt ein Stadtteil, der für alle Generationen sicher und gut zugänglich ist, wo keine Fahrräder auf dem Bürgersteig stehen oder bauliche Hindernisse und infrastrukturelle Mängel selbstständige Mobilität erschweren oder verhindern. Auch fehlende Bordsteinabsenkungen bzw. zu hohe Bordsteinkanten, unebene Bodenbeläge, schwierige Ampelübergänge und zu kurze Ampelphasen, zu hoch angebrachte Anforderungsknöpfe oder fehlende akustische/taktile Signale. Alles zeigen diese Rentner auch in Zukunft auf und bekommen viel Lob dafür.

Eine Frau, die nicht aufhört zu fragen. Ein Familiengeheimnis, das jahrzehntelang verschwiegen wurde. Und eine Geschichte darüber, wie viel Mut es braucht, sich nicht dem Geist der eigenen Zeit zu beugen: Am Donnerstag, 19. März 2026, liest die Autorin Felicitas Fuchs aus ihrem Roman Die Akte Schneeweiß in der Erzengel-Michael-Kirche in Köln-Rodenkirchen. Beginn ist um 18.00 Uhr, die Veranstaltung dauert rund 120 Minuten inklusive Pause und ist Teil der Kulturreihe der Diakonie Michaelshoven e. V.

Foto: Privat Text: CB

Der Roman verknüpft zwei Zeitebenen zu einer eindringlichen Familien- und Zeitgeschichte. Im Bielefeld der frühen 1960er-Jahre wächst Katja Schilling in einfachen Verhältnissen auf. Ihr Traum, Ärztin zu werden, scheint in ihrer Familie keinen Platz zu haben – nur ihr Großvater glaubt an sie. Als er eines Tages spurlos verschwindet und sein Name fortan zum Tabu wird, bleibt Katja mit ihren unbeantworteten Fragen allein. Erst Jahre später stößt sie auf eine Wahrheit, die alles erschüttert, was sie über ihre Herkunft zu wissen glaubte. Parallel dazu führt der Roman in das Jahr 1936: Mathilde Schneeweiß beginnt als Sprechstundenhilfe bei dem Arzt Dr. Bönisch und wird Teil eines heimlichen Netzwerks, das Frauen in Not hilft. Doch ihr Mut bleibt nicht unbemerkt. Als die Gestapo auf sie aufmerksam wird, steht Mathilde vor einer Entscheidung, die sie das Leben kosten könnte. Die Akte Schneeweiß erzählt von Zivilcourage, von weiblicher Selbstb

estimmung und von der Frage, wie viel Verantwortung der Einzelne in dunklen Zeiten trägt.

Felicitas Fuchs ist das Pseudonym der Erfolgsautorin Carla Berling, die einem breiten Publikum zunächst durch ihre humorvollen Kölner Komödien bekannt wurde. Ihre Bücher erreichen seit Jahren regelmäßig die Spiegel-Bestsellerliste. Unter dem Namen Felicitas Fuchs veröffentlicht sie historisch und gesellschaftlich geprägte Romane, die regelmäßig ein großes Publikum erreichen. Die Akte Schneeweiß zählt zu ihren bekanntesten Büchern und wurde für die Verbindung von Spannung, Zeitgeschichte und emotionaler Tiefe vielfach gewürdigt.

Die Lesung findet in der Erzengel-Michael-Kirche, Pfarrer-te-Reh-Straße 7, 50999 Köln, statt. Tickets kosten 11,50 Euro und sind online erhältlich unter: