CDU-Fraktion im Kölner Rat: Frauen-Nacht-Taxi: Kein Scheitern, sondern eine notwendige Anlaufphase
Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt weist die Bewertung des Frauen-Nacht-Taxis als „gescheitert“ entschieden zurück. Kerstin Preuß, Sprecherin der CDU im Gleichstellungsausschuss, kritisiert die Schlussfolgerungen der Verwaltung deutlich:
„Die Verwaltung macht es sich hier zu einfach. Wir haben das Frauen-Nacht-Taxi ganz bewusst als Pilotprojekt angelegt und es ausdrücklich für 2025 und 2026 im Doppelhaushalt verankert, weil klar war: Solche Maßnahmen brauchen Zeit, bis sie bekannt sind, angenommen werden und wirken. Die bisherige Inanspruchnahme ist kein Beleg für ein Scheitern, sondern Ausdruck einer typischen Anlaufphase.“
Auch in anderen Großstädten – etwa in München – habe es Zeit gebraucht, bis sich vergleichbare Modelle etabliert haben. Heute sind sie dort fester Bestandteil des Sicherheitsangebots für Frauen im öffentlichen Raum.
Ziel des Frauen-Nacht-Taxis sei von Beginn an eindeutig gewesen: „Es ging immer um ein Plus an Sicherheit für Frauen auf dem Heimweg, gerade nachts. Es war nie das Ziel, hier eine soziale Ausgleichsmaßnahme zu schaffen.“
Da es wahrscheinlich ist, dass Buslinien in den Abend- und Nachtstunden aufgrund von Sparzwängen wegfallen werden, gewinnt das Instrument aus Sicht der CDU zusätzlich an Bedeutung. „Wenn der klassische ÖPNV künftig weniger Angebote macht, wird ein ergänzendes, niedrigschwelliges Sicherheitsangebot für Frauen umso wichtiger“, betont Kerstin Preuß. Die CDU-Fraktion spricht sich daher klar dafür aus, das Projekt weiterzuführen, statt es vorschnell zu beenden.
(CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln)


