Die Jugendzentren im Stadtgebiet

Wenn das eigene Kinderzimmer irgendwann zu klein wird und der Wunsch nach Abenteuer, Abwechslung, Begegnung und neuen Erlebnissen wächst, sind die Jugendzentren im Stadtgebiet eine ideale Anlaufstelle. Sie bieten jungen Menschen offene Treffpunkte, vielfältige Freizeitangebote und Raum zum Ausprobieren, Mitmachen und Wohlfühlen. Besonders schön ist, dass jede Einrichtung ihren eigenen Schwerpunkt hat – von Sport und Kreativität bis hin zu Medien, Beratung und gemeinsamen Aktionen. Dank der guten Anbindung an den ÖPNV sind die Jugendzentren zudem unkompliziert erreichbar und ermöglichen Jugendlichen – wenn es die Eltern erlauben – ein Stück mehr Selbstständigkeit und Freiheit im Alltag.
So ist die LOFT 99, das Jugendzentrum an der OSK im Kölner Süden, ein Ort zum Ankommen, Abschalten und Ausprobieren. Im großen Hauptraum – dem Herzstück des LOFTs – wird nämlich gekickert und Billard gespielt, Musik gehört, gequatscht oder gemeinsam an der PlayStation 5 gezockt. Doch dort geht noch viel mehr als das, was man von zu Hause kennt. Wer sich auspowern will, findet sportliche Möglichkeiten vom Soccercourt im Freien bis zum regelmäßigen Sportangebot in der angrenzenden Halle. Wer lieber kreativ ist, kann Ideen verwirklichen und handwerkliches Talent ausleben. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Schule ist quasi fast alles möglich und es öffnen sich überraschend viele Türen – der Raum für Taten ist hier groß. Und wenn es mal nicht nur ums Spielen geht, stehen die Mitarbeitenden mit offenen Ohren und hilfreichen Angeboten zur Seite, bei allem, was Jugendliche gerade bewegt.
Das Jugend- und Kulturzentrum Weiß in der Georgstraße 2 in 50999 Köln ist ebenfalls ein Ort voller Leben, Herzlichkeit und Kreativität. Hier kommen Kinder und Jugendliche jeden Tag zusammen, um gemeinsam Zeit zu verbringen, Neues auszuprobieren und sich einfach wohlzufühlen wollen. Von Montag bis Donnerstag ist das Haus von 15 bis 20 Uhr geöffnet, freitags sogar bis 21 Uhr – genug Zeit also für Lachen, Begegnungen und besondere Momente. Dort ist ein echtes Herzensprojekt der Circus Pappnase. Bis zu 50 Kinder und Jugendliche tauchen hier in die farbenfrohe Welt des Zirkus ein, entdecken verborgene Talente und wachsen über sich hinaus. Ob Jonglieren, Akrobatik oder Clownerie – der Circus Pappnase schenkt Selbstvertrauen, Teamgeist und ganz viel Freude. Darüber hinaus können dort das gemütliche Café und die Disco des Hauses gemietet werden; auf Wunsch auch mit Nutzung der Küche. Diese Möglichkeit besteht aber nur an Wochenenden und außerhalb der Ferienzeiten.
Ein noch recht neues Kinder- und Jugendzentrum bereichert den Stadtteil Zollstock: Mitten im Veedel, in der Melanchthon-Gemeinde, ist mit dem Kinder- und Jugendhaus SPÖKES eine lebendige kölsche Einrichtung entstanden. Hier gibt es Angebote für alle Altersgruppen –also von 1 bis 18 Jahren. Das Programm reicht von Krabbelgruppen über den Teenagertalk bis hin zum beliebten SPÖKES-Donnerstag: Musikal, bei dem Blockflöte, Ukulele und gemeinsames Singen im Mittelpunkt stehen. Außerdem werden schulische Unterstützungsangebote gemacht: Nachhilfe in Deutsch für Grundschüler (montags) sowie Mathematik-Nachhilfe für Oberstufenschüler (dienstags). Wer in einem anderen Fach Hilfe braucht, kann ebenfalls vorbeikommen und sich von einem erfahrenen Lehrer unterstützen lassen. Unter susanne.schubert@ekir.de bekommt man dazu viele Informationen und das ist längst nicht alles – am besten einfach mal vorbeischauen und das SPÖKES selbst entdecken. Die Räumlichkeiten können auch hier für Geburtstage oder ähnliches gemietet werde.
„Kinder stärken – Zukunft sichern“ lautet das Leitbild des Jugendzentrums Meschenich. Ziel ist es, jedem Kind ein gesundes Aufwachsen und faire Chancen auf eine erfolgreiche Bildungslaufbahn zu ermöglichen. Dafür bietet das Zentrum Kindern ab 6 Jahren täglich ab 12 Uhr auf der Brühler Landstraße 428 ein tolles Programm und eine verlässliche, altersgerechte Betreuung – beginnend mit einer warmen Mittagsmahlzeit und individueller Hausaufgabenhilfe, bevor das abwechslungsreiche Freizeitprogramm startet. Das Angebot ist vielfältig und bis in hohe Teenageralter möglich. Von der Sprachförderung, über Sport, Spiel, Spaß bis zum Bewerbungstraining gibt es hier irgendwie alles. Auch Drogenprävention und Selbstverteidigungskursen werden angeboten und das, sogar in vielen Sprachen. Auch ein spezieller Mädchentag gehört fest zum Programm, genau wie regelmäßige Ausflüge. Unter www.jugz-meschenich.de findet man unglaublich viele Informationen, die es sich lohnt, einmal anzuschauen.
Auch das Jugendhaus Sürth am Marktplatz verdient besondere Erwähnung, denn hier wird Inklusion ganz selbstverständlich gelebt. Je früher Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten sich begegnen, desto natürlicher gelingt das Miteinander und genau das wird im Jugendhaus Sürth vorbildlich umgesetzt. Die Atmosphäre ist familiär und herzlich, fast wie in einer großen Familie. Entsprechend gering ist von daher die Fluktuation, da der Umgang miteinander vertraut und wertschätzend ist. Das Angebot ist auch dort vielfältig: Eine gut ausgestattete Küche lädt zum gemeinsamen Kochen und Backen ein, außerdem gibt es Billard und Kicker, eine Töpfer-, Schrauber- und eine Malwerkstatt sowie einen großen Außenbereich. Mittwochs wird es gemütlich beim Kinoabend von 18:30 – 21 Uhr und freitags öffnet „Unsere kleine Kneipe“ bis 22 Uhr, mit einer kleinen Speisekarte, leckeren Snacks und einer umfangreichen Getränkekarte. Alle Angebote werden natürlich von erfahrenen Pädagogen sowie engagierten ehrenamtlichen Helfern begleitet, sodass sie auch von Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf gut genutzt werden können.
Der Bauspielplatz im Friedenspark in der Südstadt gegenüber des Rheinauhafens ist ebenfalls ein ganz besonderer Ort für Kinder und Jugendliche. Herzstück dieser Einrichtung ist das weitläufige Außengelände, auf dem Kinder ab dem Grundschulalter mit Holz und vielen weiteren Materialien eigene Hütten und Bauwerke erschaffen können. Ohne elterlichen Einfluss entstehen dort oft kleine, miteinander verbundene „Dörfer“, in denen neben Spiel und Kreativität auch eigene Rollenspiele und soziale Strukturen wachsen. Pädagogisch begleitet wird der Bauspielplatz so zu einem sicheren und einzigartigen Lernraum für soziales Miteinander. Zum vielfältigen Angebot gehört auch das regelmäßige Lagerfeuer und die Kochangebote sowie Schnitzen, Bogenschießen, Einblicke in Schmiede- und Metallarbeiten sowie Gärtnern, Graben, Matschen und Toben und im Sommer natürlich ausgiebige Wasserschlachten. Für ältere Jugendliche gibt es dort übrigens das Jugendcafé „Schickeria“ mit Thekenbereich und dem schönen Innenhof als Anlaufpunkt und wichtiger Aufenthaltsort. Zu Taschengeldpreisen gibt es Getränke und Snacks, Wasser ist kostenlos. W-Lan steht ebenfalls zur Verfügung, genau wie eine große Auswahl an modernen Spielen sowie eine Graffiti/Hall of Fame. Ein tolles Ferienprogramm bieten sie übrigens auch.